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Mit Fairness zum Erfolg: Erik Schymalla aus Aschersleben und Lucas Schaal aus Koblenz siegen beim Bundeswettbewerb Jugend debattiert 2009

Die besten acht Schüler, die sich zuvor in Schuldebatten und 16 Landesfinalen durchgesetzt hatten, debattierten heute beim Finale in Berlin. "Soll die Teilnahme an Casting-Shows für Minderjährige verboten werden?" So lautete das Thema für die Klassen 8 bis 10, bei denen Erik Schymalla von der Europaschule Gymnasium Stephaneum in Aschersleben (Sachsen-Anhalt) am Ende die Nase vorn hatte. In der Jahrgangsstufe 11 bis 13 konnte Lucas Schaal vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz (Rheinland-Pfalz) beim Thema "Soll Bildungspolitik Bundesangelegenheit werden?" den Wettbewerb für sich entscheiden. Beide gewinnen die Teilnahme an einer Akademiewoche mit weiterem Rhetoriktraining sowie die Aufnahme in ein Alumni-Programm. Rund 80.000 Schüler und 3.500 Lehrkräfte an rund 600 weiterführenden Schulen in ganz Deutschland haben sich am Bundeswettbewerb Jugend debattiert 2009 beteiligt. Das Projekt wird von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Stiftung Mercator, der Heinz Nixdorf Stiftung und der Robert Bosch Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten seit sieben Jahren gemeinsam durchgeführt. In Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder wird das Schulnetz von Jugend debattiert vom Schuljahr 2009/10 an so erweitert, dass künftig jede interessierte Schule an dem Projekt teilnehmen kann.

"Jugend debattiert ist ein Modell für kompetenzorientiertes Lernen und vermittelt damit beispielhaft, worauf es bei den neuen Bildungsstandards ankommt. Das macht die Teilnahme an diesem Projekt für Schulen so attraktiv", erklärte die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler als Vertreterin der Kultusministerkonferenz in ihrer Eröffnungsansprache. "Deshalb möchten die Kultusministerien der Länder das Projekt noch stärker als bisher unterstützen."

Jugend debattiert fördert die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen und stärkt die rhetorischen Fähigkeiten ebenso wie die Persönlichkeitsbildung von Jugendlichen. Mit einem Etat in Höhe von insgesamt 10,8 Mio. Euro seit dem bundesweiten Start 2002 ist Jugend debattiert das größte privat finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Jugend debattiert spricht alle weiterführenden Schulformen an: Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufsschulen arbeiten in einem bundesweiten Netzwerk zusammen.

Der Wettbewerb folgt klaren Regeln: Debattiert wird jeweils zu viert über aktuelle politische und schulische Streitfragen. Jeder Teilnehmer hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position - pro oder contra - darlegt. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Redner eine Minute zur Verfügung, wobei er seine ursprüngliche Position auch verändern darf. Bewertungskriterien für die Debatte sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Eine prominent besetzte Jury bewertete die heutige Final-Debatte: Dorothea Henzler (Kultusministerin des Landes Hessen), Sandra Maischberger (Journalistin), Prof. Dr. Ulrich von Alemann (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Marcel Hinderer (Trainer von Jugend debattiert), der Vorjahressieger Timm Dusemund und die Vorjahresfinalistin Anthea Waldmann begründeten öffentlich ihre Bewertung.

(Quelle: Hertie-Stiftung, 20.06.2009)

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