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„ffm – Förderkurse für junge Migranten“: Nach erfolgreicher Modellphase Ausweitung auf 13 Schulen in fünf Frankfurter Stadtteilen

Mit dem Schuljahr 2008/09 beginnt die zweite Phase des Projekts „ffm – Förderkurse für junge Migranten“. Seit 2005 fördert ffm an vier Schulen in den Frankfurter Stadtteilen Gallus und Griesheim Schülerinnen und Schüler, die Sprachschwierigkeiten in Deutsch haben und fachliche Unterstützung für ihren schulischen Erfolg benötigen. 572 Schüler haben in diesen drei Jahren 124 Kurse besucht, achtzig Prozent der geförderten Schüler konnten ihre Leistung stabilisieren oder sich sogar verbessern. Es hat sich gezeigt, dass gerade die Übergänge von einer Schulform zur nächsten für viele Kinder und Jugendliche zu einer großen Hürde werden können. ffm unterstützt förderbedürftige Schülerinnen und Schüler in der neuen Phase deshalb gezielt an diesen schulischen Schnittstellen. Zugleich wächst die Zahl der beteiligten Schulen auf 13 Schulen in den Stadtteilen Gallus, Griesheim, Nied, Rödelheim und Sossenheim. Unter den Schulen, die bei der heutigen Auftaktveranstaltung offiziell im Projekt begrüßt wurden, sind sechs Grundschulen, von denen zwei auch mit ihren weiterführenden Schulzweigen am Projekt beteiligt sind. ffm begann 2005 als gemeinsames Modellprojekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Peter Fuld Stiftung und der Goethe-Universität Frankfurt, auf Initiative und mit Unterstützung der Stiftung Mercator. Für die zweite Phase des Projekts konnten das Dezernat für Bildung und Frauen der Stadt Frankfurt und das Staatliche Schulamt Frankfurt als neue Partner gewonnen werden.

Stellvertretend für die Projektpartner resümierte Gabriele Buchholz, 2. Vorsitzende und Geschäftsführerin der Peter Fuld Stiftung: „ffm leistet in Frankfurt qualifizierte Integration und lässt die Schüler mit ihren Sprachschwierigkeiten nicht alleine. Dass wir das Projekt nach drei Jahren mit Unterstützung zweier neuer Partner ausweiten können, bestätigt unseren Ansatz. Nach 15 Jahren Sprachförderung an Brennpunktschulen in Frankfurt ist die Peter Fuld Stiftung begeistert über die erfolgreiche Arbeit und die Kooperation mit den Partnern im ffm-Projekt.“

 572 Schüler haben seit 2005 124 Kurse besucht, achtzig Prozent der geförderten Schüler konnten durch den Fachunterricht mit sprachlichem Schwerpunkt ihre Leistung stabilisieren oder sich sogar verbessern. Schulische Übergänge bedeuten neue Strukturen und gestiegene Anforderungen. Eine wichtige Erkenntnis aus den ersten drei Jahren ffm: Gerade Schülerinnen und Schüler mit schwachen Leistungen, die zusätzlich Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, verschlechtern sich in diesen Übergangsphasen häufig und benötigen hier verstärkte Unterstützung.

ffm bezieht daher zusätzlich zu den bisher beteiligten Schulformen Hauptschule, Gesamtschule, Realschule und Schule für Lernhilfe jetzt auch Grundschulen ein. Von der 4. bis zur einschließlich 6. Klasse begleitet ffm die Schüler auf dem Weg in die weiterführende Schule sowie in der 9. und 10. Klasse auf ihrem Weg in die Oberstufe oder Berufswelt. Die Fördergruppen, in denen jeweils drei bis fünf Schüler unentgeltlich gefördert werden, sind nach Jahrgängen und nach Fachgebieten gegliedert, um ein effektives gemeinsames Erlernen des Stoffs zu gewährleisten. In Absprache mit ihren Lehrern können sich Schüler der teilnehmenden Schulen für die Aufnahme in den Förderunterricht bewerben. Art und Umfang des Förderunterrichts werden zu Beginn des Schuljahres gemeinsam mit den Förderlehrern und den Fach- bzw. Klassenlehrern festgelegt.

Studierende der Universität Frankfurt, die vorzugsweise einen Migrationshintergrund haben, erteilen die Förderkurse. Sie werden durch begleitende Seminare und Lehrveranstaltungen an der Universität auf ihre Lehrtätigkeit vorbereitet. ffm ermöglicht den angehenden Lehrerinnen und Lehrern, wichtige Praxiserfahrungen zu sammeln und sich gezielt auf ihre spätere Tätigkeit vorzubereiten. Dabei lernen sie auch, sich mit Themenschwerpunkten wie der Mehrsprachigkeit und der vielfältigen Lebenswelt der Schüler auseinander zu setzen. Gleichzeitig sind gerade Förderlehrer mit Migrationshintergrund Vorbild für die Schüler und ermutigen sie, sich für ihre eigene Bildung einzusetzen.

Ursprünglich als rein sprachliche und fachliche Förderung konzipiert, hat die Praxis gezeigt: Die ffm-Kurse tragen deutlich zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei. „Die Schüler schätzen unsere Kurse, weil sie ohne Noten in einer kleinen Gruppe angstfrei lernen können“, so Anna Weinrich, die als Lehramtsstudentin in den vergangenen zwei Jahren neun Schülerinnen und Schüler in Förderkursen betreut hat. „Die Bestätigung, die sie dabei erfahren, stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Lernmotivation. Das wirkt sich auch auf ihren regulären Schulunterricht aus.“

Die beteiligten Grundschulen:Ackermannschule, Gallus; Albrecht-Dürer-Schule, Sossenheim; Fridtjof-Nansen-Schule, Nied; Hellerhofschule, Gallus; Henry-Dunant-Schule, Sossenheim; Michael-Ende-Schule, Rödelheim

Die beteiligten weiterführenden Schulen: Bürgermeister-Grimm-Schule, Gallus, Schule für Lernhilfe; Eduard-Spranger-Schule, Sossenheim, Haupt-und Realschule; Falkschule, Gallus, Realschule; Fridtjof-Nansen-Schule, Nied, Förderstufe; Georg-August-Zinn-Schule, Griesheim, Gesamtschule; Michael-Ende-Schule, Rödelheim, Haupt- und Realschule; Paul-Hindemith-Schule, Gallus, Gesamtschule

(Quelle: Hertie-Stiftung, 21.08.2008)

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