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Ein starkes Signal zugunsten der Hochschullehre in Hessen

Der „Hessische Hochschulpreis Exzellenz in der Lehre - gestiftet vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung“ ist mit 375.000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung für exzellente Leistungen bei der Ausbildung, Beratung, Betreuung und Prüfung der Studierenden in Deutschland. Die Auszeichnung, für die das Land Hessen 250.000 Euro und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung weitere 125.000 Euro zur Verfügung stellen, würdigt die Entwicklung und die Umsetzung von zukunftsweisenden Lehrkonzepten und innovativen Prüfungsmethoden. Bei einer Festveranstaltung im Senatssaal der Universität Gießen würdigte Staatsminister Corts die Mitwirkung der Gemeinnützigen Hertie-Stifung: „Durch ihr zuverlässiges Engagement und die Zusagen für die großzügige Beteiligung am Hessischen Hochschulpreis Exzellenz in der Lehre in den Jahren bis 2010 wird ein starkes Signal zugunsten der Lehre in Hessen gegeben werden.“

Die Auslobung zeige, welche Bedeutung die Landesregierung guter Lehre an den Hochschulen zumesse, sagte der Minister bei dem Festakt, der gleichzeitig den Auftakt für den Wettbewerb 2008 bildete. „Über den exemplarischen Charakter des Hochschulpreises für eine hervorragende Lehrleistung hinaus erlaubt die Preisvergabe, individuelle Leistung einzelner Lehrender zu honorieren.“ Die Qualität der Lehre rücke nicht zuletzt wegen der Studienbeiträge, die zum Wintersemester 2007/2008 eingeführt wurden, in den Blickpunkt: „Gute Lehre ist ein zentrales Kriterium für Spitzenhochschulen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Dr. Michael Endres, hob in seiner Rede hervor: „Der Exzellenzpreis in der Lehre passt sehr gut zu diesem Programm, denn er belohnt die Aktivitäten zur Verbesserung der Lehre und er zieht zugleich einen hohen Aufmerksamkeitsgrad auf dieses wichtige Thema. Das gewährleistet, dass exzellente Lehrleistungen jungen Menschen bekannt werden, die sich für ein Hochschulstudium in Hessen interessieren und beeinflusst sie hoffentlich in die richtige Richtung.“

Staatsminister Corts wies gleichzeitig auf das Studienstrukturprogramm des Landes hin, das die aktuellen Veränderungsprozesse im Hochschulwesen unterstütze, wie etwa die Weiterentwicklung der inhaltlich und strukturell neu gestalteten konsekutiven Studiengänge Bachelor und Master. In diesem Programm habe das Land den Hochschulen erstmals 2007 Mittel von 2,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen beteiligen sich anteilig an den Kosten ihrer jeweiligen Projekte. Die Universitäten bringen insgesamt 1,5 Millionen Euro auf, womit sie mehr als 50 Prozent beisteuern; die Fach- und Kunsthochschulen tragen einen Eigenanteil von 25 Prozent oder knapp 327.000 Euro. „Alles in Allem wurden für das Studienstrukturprogramm mithin aus öffentlichen Mitteln mehr als 4,4 Millionen Euro bereitgestellt“, sagte Corts. 52 Anträge aus den Hochschulen wurden 2007 gefördert; 65 waren vorgelegt worden. Thematische Schwerpunkte sind die Weiterentwicklung von Lehr- und Lernformen, das Qualitätsmanagement und die Unterstützung der Effizienzkontrolle in allen Hochschulstudiengängen. „Auch im Haushaltsjahr 2008 werden Mittel in gleicher Höhe für Projekte zur strukturellen Weiterentwicklung des hessischen Hochschulwesens bereitgestellt“, hob der Minister hervor und fügte hinzu: „Ein Preis ist neben dieser verlässlichen Förderung der Lehre an hessischen Hochschulen die beste Möglichkeit, hervorzuheben, was sich als beispielhaft gute Lehrleistung, als richtungweisend darstellt.“

Grundzüge der Ausschreibung 2008 des „Hessischen Hochschulpreises Exzellenz in der Lehre - gestiftet vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung“: Die Zahl der einzelnen Preise wurde reduziert und damit weiter aufgewertet: Verliehen werden drei Projektpreise sowie ein Preis für eine Einzelperson und ein Preis für einen studentischen Tutor. Durch diese Kategorie wird die Bedeutung des studentischen Engagements in der Lehre unterstrichen. Die Studienbeiträge ermöglichen es den Hochschulen, in erheblich stärkerem Maße studentische Tutoren in der Betreuung von Lehrveranstaltungen einzusetzen – eine Möglichkeit, die auch wahrgenommen wird, wie das Weißbuch zur Verwendung der Einnahmen aus Studienbeiträgen an den Hessischen Hochschulen dokumentiert.

Eine weitere Aufwertung der Studierenden erfolgt bei der Preisverleihung 2008 durch eine paritätische Studierendenbeteiligung in der Jury. Dazu werden acht Studierende in die Jury aufgenommen, in der zudem acht Professoren vertreten sind. Um der Jury eine intensivere Begutachtung der Lehrenden in der näheren Auswahl zu erlauben, wird das Auswahlverfahren zweistufig gestaltet: Nach Einreichung schriftlicher Anträge werden die Anträge der näheren Auswahl bei Ortsterminen bewertet und in der Jury wird dann die Endauswahl getroffen.

(Quelle: Hertie-Stiftung, 11.03.2008)

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