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Die Hochschule, die wir brauchen

Abschlusskonferenz der Campustour 2009 in Berlin

Heute beginnt die Konferenz „Die Hochschule, die wir brauchen“ in Berlin, eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Humboldt-Universität. Sie fragt nach der Hochschule von morgen, nach Leitbildern, Visionen, Qualitäten. Der Bildungsstreik, an dem sich Zehntausende Studierende beteiligt haben, legte den Finger auf die Wunde, die auch nach den "Bologna-Reformen" im deutschen Hochschulsystem klafft. Ist eine Reform der Reform überfällig? Wie kann die Situation für Lernende und Lehrende verbessert werden?

Dazu der Vizepräsident für Studium und Internationales der Humboldt-Universität, Prof. Dr. Dr. h. c. Uwe Jens Nagel: „Bachelor und Master geben den Studierenden eine klarere Studienstruktur und werden zukünftig mehr Studierende zum Abschluss bringen. Die Universitäten müssen sich den Herausforderungen der Gesellschaft anpassen. Kaum eine Reform ist jedoch in der Erstumsetzung perfekt, auch beim Bologna-Prozess können und wollen wir dies gar nicht leugnen. Wir sammeln die Erfahrungen und werden, wo nötig, korrigierend eingreifen. Die nächste Generationen werden in ihren Bachelor- und Masterstudiengängen die Kinderkrankheiten nicht mehr vorfinden, sondern mehr Selbstbestimmung, Zeit zum Selbststudium und einfachere Möglichkeiten ein Auslandssemester einzuplanen.“

Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, fordert eine „neue Bildungsoffensive.“ Die Hochschulen von heute seien unterausgestattet, überlastet und orientierungslos. „Sie brauchen mehr Mittel, eine andere Studienorganisation und vor allem neue Leitbilder.“ Keine Investition werfe so hohe und nachhaltige Renditen ab wie die in Bildung.

Mit der Konferenz zieht die Heinrich-Böll-Stiftung ein vorläufiges Fazit ihrer Campustour 2009: Wissen, was wirkt. In rund 60 Veranstaltungen wurden quer durch die Republik hochschul- und gesellschaftspolitische Themen diskutiert.

(Quelle: Heinrich Böll Stiftung, 26.06.2009)

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