Bildungszentrum Kloster Banz feiert 25-jähriges Bestehen
CSU-Vorsitzender Erwin Huber überbringt Glückwünsche als Festredner
Das barocke Kloster Banz am Obermain war 1983 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten von der Hanns-Seidel-Stiftung als Bildungszentrum eröffnet worden. Vor rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Kirche und Verbänden würdigte CSU-Vorsitzender Erwin Huber beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen (Sonntag, 25. Mai 2008) die Verdienste in der fundierten politischen Bildungsarbeit der parteinahen Stiftung: "Die CSU und Banz, das sind zwei schlagkräftige Partner mit klaren Werten, einem festen Fundament und einem unglaublichen Weitblick", so Huber in seiner Festrede.
Der Lichtenfelser Landrat Reinhard Leutner hatte sich bereits als früherer Staffelsteiner Bürgermeister in den 1970er-Jahren um eine neue Perspektive für die vom Verfall bedrohte ehemalige Benediktinerabtei bemüht. Dabei hatte er sich vehement für die Schaffung eines Bildungszentrums für die Hanns-Seidel-Stiftung eingesetzt. Leutner empfahl in seinem Grußwort Kloster Banz als "eine großartige Adresse", dessen weiteres Wachstum zum Wohle der Region ähnlich erfolgreich verlaufen möge wie in den vergangenen 25 Jahren.
Als "Aushängeschild und Markenzeichen politischer Bildungsarbeit in Deutschland" bezeichnete der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Staatsminister a.D. Hans Zehetmair das Bildungszentrum Kloster Banz und legte eindrucksvolle Zahlen vor: Bei rund 10.000 Veranstaltungen und Seminaren seit Bestehen der Einrichtung konnten 570.000 Übernachtungen gezählt werden. Allein im Jahr 2007 nahmen 29.000 Teilnehmer an 654 Veranstaltungen teil - ein Spitzenwert in der 25-jährigen Geschichte der Einrichtung. Seit Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 1978 wurden öffentlich bezuschusst rund 33 Mio. Euro investiert, um das fränkische Kulturjuwel europäischen Ranges für die nächsten Generationen zu erhalten. "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Bedeutung von Kloster Banz als geistigkultureller und politisch geprägter Anlaufpunkt weiter gestärkt wird", bilanziert Zehetmair im Ausblick.
Die 1967 in München gegründete Hanns-Seidel-Stiftung sieht sich als Mittlerin zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Durch politische Bildungsarbeit soll die Bereitschaft zur Mitwirkung und Übernahme von Verantwortung in Staat und Gesellschaft geweckt werden. Das Seminarangebot in Kloster Banz leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.
Zur Festveranstaltung haben ihr Kommen zugesagt: Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm, Innenstaatssekretär Jürgen W. Heike, die CSU-Politiker Karl Freller, Ingo Friedrich, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Hans Michelbach und Christian Meißner, Bezirkstagspräsident Günther Denzler und die ehemaligen Staatsminister Simon Nüssel und Otto Wiesheu.
Zum Jubiläum ist die Broschüre "25 Jahre Bildungszentrum Kloster Banz" erschienen. Sie bilanziert auf 24 Seiten ein Vierteljahrhundert politischer Bildungsarbeit in einer kulturhistorisch wertvollen Klosteranlage, die bereits im Jahr 1070 gegründet wurde. Interessierte können die bebilderte Jubiläumsschrift kostenlos in Kloster Banz anfordern: banz@hss.de oder Tel. 09573/3370.
(Quelle: Hanns Seidel Stiftung, 25.05.2008)


