Gerhardt: Stiftung unterstützt liberales Aktionsprogramm gegen das Bildungsdesaster in Sachen SED-Diktatur
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unterstützt das Liberale Aktionsprogramm gegen das Bildungsdesaster an deutschen Schulen in Sachen SED-Diktatur. Das Programm hat der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, vorgeschlagen.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Wolfgang Gerhardt, erklärte am Jahrestag des Mauerbaus, die von der Freien Universität Berlin vorgelegte Studie dokumentiere nicht nur mangelhaftes Wissen der Schüler über die DDR. Die Ergebnisse seien derart dramatisch, dass der Eindruck entstehe, an manchen Schulen werde Desinformation betrieben statt Bildung vermittelt. „Mit ein paar Wissenslücken könnte man ja noch leben“, sagte Gerhardt, „wenn aber die Mehrheit der Schüler glaubt, die Umwelt sei in der DDR sauberer gewesen als heute und wenn gerade mal ein Drittel weiß, dass die DDR die Mauer gebaut hat, dann stockt mir der Atem.“
So hält es Gerhardt für unabdingbar, jeder Schule in Deutschland für den Unterricht die Protokolle der ZK-Sitzungen der SED im letzten Jahr vor dem Zusammenbruch des Regimes zur Verfügung zu stellen. Diese Protokolle zeigten eindeutig, wer für was verantwortlich war und welchen Charakter das Regime hatte.
Gerhardt kündigte an, die Stiftung für die Freiheit werde ihr Bildungsprogramm verstärkt an dieser Problematik ausrichten und fügte hinzu: „Ich fürchte, wir reagieren damit schneller als die Landesregierungen vor allem in Berlin und Brandenburg, also dort, wo schnelles Handeln besonders dringend notwendig wäre.“
(Quelle: Friedrich-Naumann-Stiftung, 13.08.2008)


