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Erstmals Gutscheinmodell für Schulbildung vorgelegt

Bildungsgutscheine werden in Deutschland seit geraumer Zeit kontrovers diskutiert. Nachdem konkrete Konzepte bisher vor allem für den Kita- und Hochschulbereich entwickelt worden sind, hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit eine Studie in Auftrag gegeben, die erstmals ein konkretes Modell für den Schulbereich – am Beispiel Baden-Württembergs – konzipiert. Die Studie liegt jetzt vor.

Die Grundidee von Bildungsgutscheinen ist, dass sie den Wettbewerb zwischen Schulen begünstigen, da das Budget einer Schule nach Einführung des Gutscheinsystems vor allem von der Anzahl der aufgenommenen Schüler abhängig ist. Diese Grundphilosophie folgt dem Ansatz: Je besser eine Schule, desto mehr Schüler wird sie anziehen. Umgekehrt werden leistungsschwächere Schulen ihrerseits Anstrengungen unternehmen müssen, um ihre Existenz dauerhaft zu sichern. Eine Einschränkung dieses Leistungsprinzips ist in den Fällen geboten, in denen die Existenz einer Schule nicht aus Leistungs-, sondern demografi schen oder regionalen Gründen bedroht ist – dies dürfte vor allem im ländlichen Raum der Fall sein. In diesem Fall könnten staatliche Ergänzungszahlungen erforderlich sein, die den ordnungsgemäßen Schulbetrieb gewährleisten.

Grundsätzlich gilt: Der Geldwert der Gutscheine soll sich an den tatsächlichen Ausgaben des Schulbesuchs orientieren und dabei den unterschiedlichen Aufwand, der auch von den individuellen Voraussetzungen des Kindes abhängig ist, berücksichtigen sollte. Dies bedeutet, dass der Gutschein für ein Kind mit Migrationshintergrund oder ein Kind, das besonderer Sprachförderung bedarf, einen höheren Finanzierungsbetrag enthalten sollte, als für ein Kind ohne entsprechenden Förderbedarf.

(Quelle: Friedrich-Naumann-Stiftung, 20.06.2007)

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