Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Wolfsabschuss in Niedersachsen – ein Bärendienst!

Einmal mehr ist es einem kleinen Kreis von Jägern zu verdanken, dass über 300.000 Jagdscheininhaber in Deutschland in Verruf geraten. Mit dem illegalen Abschuss eines freilebenden Wolfes am 15. Dezember im niedersächsischen Wendland erlebt die öffentliche Diskussion um die Rückkehr von Großraubtieren nach Deutschland einen neuen, negativen Höhepunkt.

„Für das Image der Jagd war der Abschuss des Wolfes ein wahrer Bärendienst“, so Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Der Wolf ist kein Beutekonkurrent für den Jäger“, so Münchhausen weiter. Die Deutsche Wildtier Stiftung appelliert an die Verantwortung der Jägerschaft: Nach der rückhaltlosen Aufarbeitung des Falles muss sie, insbesondere in Regionen in denen Wölfe vermutet werden, weit stärker als bisher aufklären.

Eine erste Studie zeigt: Innerhalb von sieben Jahren (1999 bis 2005) ist im derzeitigen Hauptverbreitungsgebiet der Raubsäuger, in der Muskauer Heide (Oberlausitz), – trotz Wölfen – die Jagdstrecke von Rotwild um 23 Prozent gestiegen. Was vielen Jägern bisher offensichtlich nicht bewusst war: Wölfe unterliegen dem Naturschutz- und nicht dem Jagdrecht. Dennoch sollten Jäger verantwortungsvoll für den Schutz aller heimischen Wildtiere eintreten. Gleiches gilt für die nachhaltige Nutzung der dem Jagdrecht unterliegenden Arten. Neben dem Osten Deutschlands bieten dem Wolf die weiträumigen, größtenteils noch unzerschnittenen Landschaften des östlichen Niedersachsens ausreichend Rückzugsmöglichkeit und Nahrung. In naturräumlich geeigneten Regionen Deutschlands sollte Isegrim langfristig wieder zum festen Bestandteil der Tierwelt werden.

(Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung, 18.12.2007)

T5 Jobmessen