Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Die Preisträger des Felix Burda Award 2009

Die Gewinner der fünf Kategorien des Felix Burda Award 2009 wurden bei der Preisverleihung der Felix Burda Award Gala am 29. März im Hotel Adlon Kempinski, Berlin, bekannt gegeben und ausgezeichnet. Aus insgesamt 48 eingereichten Bewerbungen hat die Jury der jeweiligen Kategorie die preiswürdigsten Projekte für eine Shortlist definiert und aus dieser die Preisträger des Felix Burda Award 2009 gewählt. Der Preisträger der Kategorie Stars for Prevention wurde von der Felix Burda Stiftung bestimmt.

PUBLIC PREVENTION – Shortlist

Bettina Ries, Stabsabteilung Kommunikation der Landeshauptstadt Stuttgart: „Stuttgart gegen Darmkrebs“

Mit der konzertierten Aktion „Stuttgart gegen Darmkrebs“ im Frühjahr 2008 hat die Stabsabteilung Kommunikation der Landeshauptstadt Stuttgart ein best-practice Beispiel vorgelegt, an dem sich zukünftige städtische Aktionen messen lassen müssen. Es wurden zahlreiche Partner aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt, die jeweils eigene Veranstaltungen planten, aber in ein übergreifendes Kommunikationskonzept eingebunden waren. Der Auftritt der gesamten Aktion „Stuttgart gegen Darmkrebs“ inklusive der eigens dafür entwickelten Flyer und Plakate, der Organisation unterschiedlichster Informationsveranstaltungen für die Stuttgarter Bürger sowie der Informationen auf einer eigens für die Aktion entwickelten Website waren hochprofessionell.

Die Aktion wurde engagiert von Oberbürgermeister Schuster unterstützt, der die Gelegenheit dazu nutzte, erstmals auch alle städtischen Angestellten mit dem Thema Darmkrebsvorsorge vertraut zu machen. Jeder städtische Mitarbeiter hatte die Möglichkeit, kostenfrei einen Vorsorgetest durchzuführen. Die Bevölkerung wurde außerdem über Citylights aufgerufen, an Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Die Jury bescheinigte dem Projekt Vorbildcharakter für die Durchführung städtischer Aktionen zur Darmkrebsvorsorge.

PREVENTION AT WORK – Shortlist

E.ON Ruhrgas AG, Dr. Andrej Stevka: „Darmkrebsvorsorge 2008 - eine konzernweite Aktion des E.ON Ruhrgas Gesundheitsmanagements in Kooperation mit der E.ON Ruhrgas Betriebskrankenkasse“

Bei der konzernweit durchgeführten Aktion konnten die Mitarbeiter einen kostenlosen immunologischen Darmkrebsfrüherkennungstest durchführen, Felix Burda Stiftung l Rosenkavalierplatz 10 l 81925 München der jeweils im Labor ausgewertet und mit dem Ergebnis an die Teilnehmer zurück verschickt wurde. Rund 2000 Mitarbeiter beteiligten sich an der Aktion. Die Jury zeigte sich beeindruckt, wie sehr Darmkrebsvorsorge bei E.ON zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur geworden ist, so dass Auszubildende inzwischen als Hilfstruppen in die jährliche Darmkrebsvorsorgeaktion integriert werden. Das Unternehmen hat in den zurückliegenden Jahren alle kommunikativen Wege erprobt und weiß genau, welche Erfolg versprechen und welche nicht. Die Teilnahmequote ist so hoch wie bei kaum einem anderen Unternehmen, was für die Qualität der Durchführung und die Identifikation der Unternehmensführung mit der Aktion spricht. Als vorbildlich wird auch die multilinguale Ausdehnung der Aktion auf internationale Business Units gesehen.

MEDICAL PREVENTION – Shortlist

In dieser Award-Kategorie gibt es 2009 zwei Preisträger:

Dr. Anno Graser, PD Dr. Frank T. Kolligs, Klinikum München Großhadern: "Münchner Darmkrebs-Vorsorgestudie" - Evaluation und Vergleich der "Virtuellen Koloskopie" (CT-Kolonographie) mit der herkömmlichen Videokoloskopie, der Sigmoidoskopie und zwei verschiedenen Stuhltests zur Darmkrebsfrüherkennung“

Die Arbeitsgruppe evaluierte und verglich mehrere diagnostische Methoden zur Darmkrebsvorsorge (CT-Kolonographie, Videokoloskopie, Sigmoidskopie und zwei unterschiedlichen Stuhltests) miteinander. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass die Qualität der CT-Kolonographie zumindest unter Studienbedingungen inzwischen so nah an die Qualität der Koloskopie herangerückt ist, dass sie für koloskopie-unwillige Personen eine gute Alternative darstellt. Beeindruckt hat die Jury insbesondere die Sorgfalt bei der Methodik der Vergleichsstudie. Insbesondere gefiel der Jury die gute Planung der Rahmenbedingungen, die es ermöglichten, dass Patienten, die bei der CT-Kolonographie einen positiven Befund hatten, dieser im Anschluss sofort mit einer klassischen Koloskopie abgeklärt werden konnte. Für den breiten Einsatz der CT-Kolonographie als Screeningmethode steht noch die Erarbeitung von Qualitätskriterien aus. Die Rahmenbedingungen und Methodik dieser Studie bieten Ansätze für die Lösung dieser Fragen.

Dr. Arno Theilmeier, bng-Nordrhein - Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands Nordrhein e.V.; Wilfried Jacobs, AOK Rheinland/Hamburg: „Persönliche Einladung zur Vorsorge-Koloskopie – ein Projekt des bng-Nordrhein und der AOK Rheinland-Hamburg“

Als erste deutsche gesetzliche Krankenkasse führte die AOK Rheinland- Hamburg gemeinsam mit dem Bund niedergelassener Gastroenterologen ein Einladungsverfahren für alle Versicherte über 55 Jahre zur Vorsorgekoloskopie durch. Die Patienten erhielten mit dem persönlichen Anschreiben zusätzlich Informationsmaterial, einen Coupon für das AOK-Bonus-Programm sowie eine Liste von qualifizierten Koloskopeuren im Umkreis. Ein schneller Termin für die Darmspiegelung wurde ihnen garantiert. Die bisherige Auswertung des Projekts zeigt eine erhebliche Verbesserung in der Teilnehmerzahl im Gebiet der AOK Rheinland- Hamburg.

Der Jury gefiel besonders, dass mit dem gemeinsamen Projekt von AOK und bng erstmals von einer gesetzlichen Krankenkasse die Initiative ergriffen wurde, persönlich zur Teilnahme an der präventiven Koloskopie einzuladen. Das Projekt folgt damit den Erfahrungen anderer europäischer Länder, die schon länger mit Einladungsverfahren arbeiten und die Erfahrung gemacht haben, dass sich durch persönliche Ansprache und Einladung die Teilnahmequoten am Screening signifikant erhöhen lassen. Das Projekt hat Vorbildcharakter sowohl für die anderen gesetzlichen Krankenkassen, die die Daten ihrer Versicherten ebenfalls für persönliche Einladungen zum Darmkrebs Screening nutzen sollten, wie für die enge Abstimmung zwischen der einladenden Krankenkasse und der beteiligten Ärztegruppe der Gastroenterologen, die sich zur Vergabe zeitnaher Termine für die Durchführung präventiver Koloskopien bei vorsorgewilligen AOK-Versicherten verpflichten. Die Jury verbindet die Nominierung des Projekts für den Felix Burda Award mit der erklärten Absicht, dadurch die Nachhaltigkeit der Initiative zu befördern.

JOURNALISM FOR PREVENTION – Shortlist

Celal Özcan (Hürriyet): „Eine frühzeitige Diagnose hätte meinem Sohn das Leben gerettet“

Der Artikel der türkischen Tageszeitung Hürriyet behandelt die Themen Darmkrebs und Vorsorge und umfasst die gesamte Seite drei der Tageszeitung und wird zudem prominent auf dem Titel aufgemacht. Dazu interviewte der Journalist den Vorstand der Felix Burda Stiftung, Dr. Christa Maar. Schwerpunkt des Interviews waren die Chancen der Darmkrebsvorsorge, mit dem Ziel, dieses wichtige Thema der türkischsprachigen Bevölkerung in Deutschland näher zu bringen. Der Beitrag wurde in der Samstagsausgabe der Hürriyets abgedruckt und zusätzlich in der Online-Ausgabe der türkischen Zeitschrift „Tempo“ veröffentlicht. Der besondere Verdienst des Artikels liegt für die Jury darin, dass mit der Berichterstattung ein Kulturkreis in Deutschland erreicht wird, der nur sehr schwer kommunikativ anzusprechen ist. Der Autor überwinde mit seinem Artikel vorhandene Barrieren und rege zur Gründung ähnlicher Initiativen in der Türkei an. Besonders würdigte die Jury Umfang und Platzierung des Artikels.

STARS FOR PREVENTION

Jörg Berger

Der Fußballtrainer erkrankte 2002 selbst an Darmkrebs. Seitdem trägt er seine eigene Krebs-Geschichte in die Öffentlichkeit, um anderen Menschen Mut zu machen. Jörg Berger nutzt dabei jede Gelegenheit, um an seinem Beispiel auf die Notwendigkeit der Darmkrebsvorsorge hinzuweisen. Mit Jörg Berger kämpft ein prominenter, betroffener Mann offen und nachhaltig für die Darmkrebsvorsorge. Für dieses herausragende, persönliche Engagement im Bereich der Darmkrebsvorsorge zeichnet die Felix Burda Stiftung Jörg Berger in der Kategorie „Stars for Prevention“ mit dem Felix Burda Award 2009 aus.

(Quelle: Felix Burda Stiftung, 29.03.2009)

T5 Jobmessen