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Girls´ Day 2007 bei Stellenboersen.de

Am Donnerstag war es wieder einmal soweit, der Girls´ Day stand vor der Tür. Und mit ihm fünf junge Menschen, die bei stellenboersen.de in den Arbeitsalltag einer Online-Redaktion hinein schnuppern wollten. Beim Schnuppern sollte es jedoch nicht bleiben.

Girls´ Day 2007 bei Stellenboersen.de

Die Jugendlichen wurden gleich nach der Vorstellung interviewt und konnten sich im Anschluss selbst journalistisch betätigen. Am Ende ihres „Arbeitstages“ durften sie die fertigen Artikel, die zum einen den Girls´ Day an sich zum Thema hatten und zum anderen ein Berufsportrait, selbst ins Internet stellen und lernten so die einzelnen Funktionen des Redaktionssystems kennen.

In diesem Jahr nahmen nicht nur „Girls“ an dem Mädchen-Zukunfts-Tag teil, auch ein Junge interessierte sich für stellenboersen.de. Dominic ist 15 und besucht die 9. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Göttingen. Auch Kristin ist 15 und Schülerin des Grotefend-Gymnasiums. Sie geht ebenfalls in die 9. Klasse. Hannah und Jessica, beide 13 Jahre alt, gehen in dieselbe 8. Klasse der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Die 12jährige Jana schließlich ist Schülerin in einer 7. Klasse der Vogt-Realschule und weiß noch nicht genau, welchen Abschluss sie anstrebt. Alle anderen hingegen planen, ihr Abitur machen.

Im Rahmen des Interviews wurde vor allem thematisiert, wie es bei den Teilnehmern mit der Berufswahl und der Vorbereitung auf das „richtige Leben“ aussieht. Tatsächlich hatten einige TeilnehmerInnen schon relativ konkrete Vorstellungen davon, was sie nach dem Abitur so machen wollen. Hannah möchte gerne Meeresbiologie studieren, weil sie das Thema sehr interessiert und sie hofft, auf diesem Wege ihrer Heimatstadt den Rücken kehren zu können. Als Studienort würde sie Kiel bevorzugen. Dominic plant, Journalist zu werden, wobei er sich noch nicht ganz sicher ist, welchen Ausbildungsweg er einschlagen möchte. Kristin hingegen würde generell einen kreativen Beruf bevorzugen. Für sie käme sowohl eine Ausbildung als auch ein Studium in Frage. Jana könnte sich etwas vorstellen, das mit Musik zu tun hat, während sich Jessica erst noch orientieren muss und für alles offen ist.

Einstimmiges Kopfschütteln gab es bei der Frage, ob die Schule bei der Berufswahl behilflich ist und mittels Info-Material oder Informationsveranstaltungen die Orientierung erleichtert. Allerdings hatten die Schüler selbst einige Ideen bezüglich der Möglichkeiten, sich zu informieren und den richtigen Beruf zu finden. Einig waren sie sich bei der Nützlichkeit des Internets. Die Recherche im Web stand bei allen an erster Stelle, sowohl bei der Berufs-, als auch bei der Studienplatzwahl. Jessica verwies noch auf die Anzeigen in der Zeitung, und Jana würde sich zuerst einmal an Bekannte wenden, die in etwa dieselben Interessen haben.

Auch über die Bewerbung und die Bedeutung von Noten und Zusatzqualifikationen hatten sich die jungen Leute schon Gedanken gemacht.

Girls Day

„Um Müllmann zu werden braucht man wohl kaum ein Abitur und gute Noten. Für das Studium der Meeresbiologie aber schon. Es kommt immer darauf an, was man später machen möchte“, erklärte Hannah, und die anderen stimmten ihr zu. Kristin meinte, dass man bei dem Bewerbungs-Anschreiben unbedingt darauf achten müsste, gut darzustellen, warum man sich für diesen Beruf und das jeweilige Unternehmen interessiert. Und Hannah fügte noch hinzu, dass auch das Arbeits- und Sozialverhalten für potenzielle Arbeitgeber interessant sein könnte und man auch die so genannten „Kopfnoten“ in eine Bewerbung mit einfließen lassen könnte. „Ein Abitur zu haben ist bei einer Bewerbung generell gut“, meinte Dominic, wobei er auch darauf verwies, dass nicht alle Noten für alle Berufe wichtig sind, sondern nur diejenigen, die etwas über die Qualifikationen aussagen, die im jeweiligen Beruf benötigt werden. Beim Vorstellungsgespräch erkannte er sehr richtig, dass ein gepflegtes Äußeres wichtig ist und bei einer schriftlichen Bewerbung die Vollständigkeit und Ordentlichkeit. Es wurde auch auf die Bedeutung der Zusatzqualifikationen verwiesen, die man sich zum Teil durchaus schon während der Schulzeit aneignen kann. „Unter anderem durch Nebenjobs wie Babysitten, wenn man im sozialen Bereich arbeiten möchte, oder durch Praktika“, erklärte Hannah.

Auch wenn die Vorstellungen der Jugendlichen nicht immer sehr genau waren wurde im Laufe des Interviews deutlich, dass sie sich trotz ihres jungen Alters durchaus schon mit dem Berufsleben auseinander gesetzt haben. Dafür spricht natürlich auch, dass sie sich im Rahmen des Girls´ Day einen „Arbeitsplatz“ gesucht und sich so wertvolle Einblicke verschafft haben. Und auch den im nächsten oder übernächsten Jahr anstehenden Schulpraktika sehen sie mit Spannung entgegen.

von Anika Möbus

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