Welche Firma ist ein Top-Arbeitgeber?
Arbeitgeberwettbewerbe und Ratings geben Überblick / Ein Muss: Flexible Arbeitszeiten und gutes Arbeitsklima
Längst haben die meisten Manager erkannt, dass die Mitarbeiter einer Firma entscheidenden Anteil am Geschäftserfolg haben. Human resources und human capital sind daher seit einigen Jahren häufig gebrauchte Termini. Sie bezeichnen das Potenzial, das in Arbeitnehmern steckt. Im Wettkampf um die qualifiziertesten Mitarbeiter wird großer Wert darauf gelegt, das eigene Unternehmen und dessen Arbeitsplätze möglichst attraktiv zu gestalten. Doch welche Merkmale zeichnen einen Top-Arbeitgeber aus?
Diese Frage versuchen Arbeitgeberwettbewerbe und Rankings, die sich mit der Attraktivität von Firmen befassen, zu beantworten. Ziel dieser Untersuchungen: Zum einen sollen sie den Arbeitnehmern einen Überblick über die Arbeitgeberqualitäten eines Unternehmens liefern. Aber gleichzeitig auch den Firmen selbst aufzeigen, in welchen Bereichen noch Verbesserungspotenzial liegt.
Beispiel Top Job 2004: Bei dieser branchenübergreifenden Benchmark-Studie der compamedia GmbH unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Gertrud Höhler wurden Fakten aus allen Bereichen des Personalmanagements abgefragt. So gaben die teilnehmenden Mittelständler über Unternehmensvision, Führungsstil, Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie Unternehmenskultur, Unternehmenskommunikation und Familienorientierung genauso Auskunft, wie über ihre Entlohnungskonzepte und Arbeitszeitmodelle. Ergebnis: Von den 125 Bewerbern erhielten 63 Unternehmen das Gütesiegel Top Job 2004. Sie hatten in allen Bereichen gewisse Mindestanforderungen erfüllt. Unter ihnen auch die Volkswagen Bank, die in mehreren Bereichen überdurchschnittlich gut abschnitt.
Ein wichtiger Aspekt, der ein Unternehmen zum Top Arbeitgeber macht, ist die Personalentwicklung. Beim Top Job-Sieger in der Kategorie Personalentwicklung, der Rupp + Hupprach Optik GmbH, wird der Leitsatz Impulse geben, Kraft verleihen, unterstützen und begleiten, um gemeinsam an Stärke zu gewinnen gelebt. Der Bamberger Brillenhersteller beeindruckt unter anderem mit einer jährlichen Weiterbildungsquote von rund 75 Prozent. Das heißt, drei Viertel aller Mitarbeiter nehmen jährlich an Weiterbildungen teil. Bei der Volkswagen Bank sind Personalentwicklung, Karriereplanung sowie die Förderung von Talenten im Unternehmen eng verzahnt. In jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen werden mit jedem Angestellten berufliche Perspektiven und persönliche Leistungen besprochen sowie fachliche und überfachliche Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart.
Einen weiteren Schwerpunkt des Personalmanagements der Volkswagen Bank sowie eine entscheidende Kategorie der TOP JOB-Untersuchung stellt der Bereich Familienorientierung dar. Auch hier schnitt die Autobank ausgezeichnet ab. Europas führende Automobilbank mit Stammsitz in Braunschweig punktete unter anderem durch flexible Arbeitszeitmodelle und die Unterstützung ihrer Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung. Wir bieten unseren Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten, ihre Arbeitzeit in Abstimmung mit Unternehmens- und individuellem Bedarf zu gestalten, erläutert Dr. Bärbel Voß, Leiterin Personalwesen Deutschland der Volkswagen Bank. Neben Gleitzeit und Telearbeit können die MitarbeiterInnen zwischen einer Vielzahl an Teilzeitmodellen wählen.
Neben flexiblen Arbeitszeiten, attraktiven Entlohnungskonzepten und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten ist jedoch das Arbeitsklima nicht zu vergessen. Denn wer will schon täglich in einem Büro arbeiten, in dem die Atmosphäre von Konkurrenzkampf und Missgunst geprägt ist? Dieser Aspekt ist allerdings nur schwerlich durch Rankings zu ermitteln. Hier sollte man sich lieber auf persönliche Gespräche und seinen Instinkt verlassen.
(Quelle: nordpress, 12.04.2005)


