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Regressgefahr: Mediziner haben Angst um Existenz

Die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) kritisiert die zunehmende Regressgefahr. Sie appelliert an die Verantwortlichen, Auswege zu suchen, die es dem niedergelassenen Arzt ermöglichen, seinen Beruf ohne Einschränkung auszuführen – ohne dass er um die Existenz seiner Praxis fürchten muss.

„Die ständig drohende Regressgefahr, der die Ärzte aufgrund einer Richtgrößenüberschreitung des Budgets vermehrt ausgesetzt sind, führt zu einer weiteren Verunsicherung und Verbitterung in der brandenburgischen Ärzteschaft“, erklärt Dr. Udo Wolter, Präsident der LÄKB.

Die Mediziner fühlen sich gezwungen, die Verordnung von Medikamenten regelmäßig zu ändern. Ein Umstand, der im Rahmen der Therapiefreiheit des Arztes nicht mehr zu vertreten ist. Der Leidtragende ist schlussendlich der Patient. „Die Patienten wissen nicht, warum sie ständig andere Medikamente erhalten. Gerade deswegen müssen ihnen existierende Einsparungen in der Medizin offengelegt werden. Den Medizinern wird es schwer gemacht, sich um die Gesundheit ihrer Patienten zu kümmern. Drohende Regresse bringen auch wirtschaftliche Probleme mit sich, da vor diesem Hintergrund die berufliche Existenz der niedergelassenen Ärzte in Gefahr gerät“, erklärt Dr. Wolter.

In der Endkonsequenz heißt das: Regresse könnten zu einer Insolvenz führen. Aus Sicht der Kammer beeinträchtigt das die jahrelangen Bemühungen, junge Ärzte auch aus dem Ausland anzuwerben, um so den Ärztemangel im Land Brandenburg zu minimieren.

Probleme können dem niedergelassenen Arzt auch drohen, wenn es um das Verschreiben sogenannter Nachahmerpräparate geht. Im Falle einer Schädigung des Patienten haftet der Mediziner. Aus Sicht der Kammer ist das eine Erschwernis im ärztlichen Handeln, die beseitigt werden muss.

(Quelle: Landesärztekammer Brandenburg, 25.07.2008)

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