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Tarifeinigung: Klinikärzte in Brandenburg atmen auf

Die Tarifverhandlung des Marburger Bundes mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände konnte erfolgreich beendet werden. Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB), Dr. Udo Wolter, begrüßt insbesondere die sofortige Anpassung der Ostgehälter von Klinikärzten an das Westniveau.

„Nach langen 18 Jahren konnte endlich die unterschiedliche Vergütung der ost- und westdeutschen Mediziner in den kommunalen Krankenhäusern angeglichen werden. Dieser auch für die brandenburgischen Klinikärzte wichtige Schritt stößt in der Landesärztekammer auf volle Zustimmung“, sagt Dr. Wolter in einer ersten Einschätzung.

Nicht zuletzt hätten viele Mediziner - im stationären wie ambulanten Bereich - aufgrund der geringeren Vergütung Brandenburg verlassen, um in den alten Bundesländern oder im Ausland Fuß zu fassen: „Wir forderten seit Jahren, dass die Ärztegehälter angehoben werden müssen, weil die Ungleichbehandlung in Ost und West eine große politische Ungerechtigkeit darstellt. Die Vergütung bildet schließlich eine wichtige Voraussetzung dafür, Mediziner für die Arbeit in unserem Bundesland, welches die geringste Arztdichte hat, zu gewinnen. Anders lässt sich dem Ärztemangel nicht entgegentreten“, so der Kammerpräsident.

Der Tarifabschluss des Marburger Bundes mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände sieht vor, dass die Gehälter der Klinikärzte rückwirkend zum 1. April 2008 um durchschnittlich rund vier Prozent steigen sollen. Ein weiterer Anstieg um 3,8 Prozent ist zum 1. Januar 2009 vorgesehen.

(Quelle: Landesärztekammer Brandenburg, 09.04.2008)

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