Statistik: Mehr Mediziner in Brandenburg im Ruhestand
Die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) verzeichnet für das vergangene Jahr einen Anstieg an Medizinern, die nicht mehr im Berufsleben stehen. Für die Kammer ein beunruhigender Trend - schließlich fehlen dem Land berufstätige Fachärzte.
2.507 Ärzte sind im Ruhestand - damit stieg die Zahl im Vergleich zum Dezember 2006 um 176 an. „Viele Mediziner verlassen Brandenburg und gehen mittlerweile ihrem Beruf im Ausland nach, weil sie dort bessere Bedingungen mit mehr Gehalt und vertretbaren Arbeitszeiten vorfinden. Erst nach ihrem Eintritt in den Ruhestand kehren sie dann in vielen Fällen wieder zurück“, erklärt Dr. Udo Wolter, der Präsident der LÄKB.
Insgesamt waren Ende Dezember bei der LÄKB 10.894 Mediziner gemeldet - 5.612 Ärztinnen und 5.282 Ärzte. Der größte Teil hiervon ist mit etwa 4.100 im stationären Sektor beschäftigt, wobei davon rund 70 Prozent Assistenzärzte sind.
Mit etwa 3.400 Medizinern bildet der ambulante Bereich ein weiteres bedeutendes Tätigkeitsfeld. Hier führen über 60 Prozent eine Einzelpraxis. Tendenz fallend - denn die Kammer meldet einen Rückgang an Medizinern. Anders verhält es sich dagegen bei den Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren. Dort gibt es einen leichten Anstieg der tätigen Ärzte im Vergleich zum Vorjahr.
Nur einen geringen Anteil an der Gesamtsumme der brandenburgischen Statistik haben mit 2,31 Prozent die Mediziner, die in Behörden oder Körperschaften angestellt sind. Gleiches gilt für die sonstig ärztlich tätigen Mitglieder mit 2,90 Prozent.
In Brandenburg sind insgesamt 8.130 Ärzte berufstätig. Auf einen Mediziner fallen damit 313 Einwohner.
(Quelle: Landesärztekammer Brandenburg, 21.01.2008)


