Brandenburgs Klinikärzte haben eigenen Tarifvertrag
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Tarifgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser in Brandenburg (TKB) haben sich nach vielen Verhandlungsrunden auf die Kernpunkte eines für Brandenburg arztspezifischen Tarifvertrags geeinigt. Die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) begrüßt das nach zähem Ringen erzielte Ergebnis.
„Der Vertrag beinhaltet höhere Gehälter für die brandenburgischen Krankenhausärzte - ein Schritt in die richtige Richtung“, betont Kammerpräsident Dr. Udo Wolter. Mit dem Ärzte-Tarifvertrag, der durch Tarifexperten des Marburger Bund - Landesverbandes und - Bundesverbandes mit der Tarifgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser in Brandenburg (TKB) ausgehandelt wurde, konnte eine Anpassung an den bundesweiten Tarifabschluss des Marburger Bundes mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) aus dem Jahr 2006 erzielt werden.
Positiv bewertet die Ärztegewerkschaft die schnelle Beseitigung der Differenzen bei den Gehältern. „Ein wichtiger Punkt, auf den auch die Landesärztekammer immer wieder hingewiesen hat. Die Angleichung der Arztgehälter in Ost und West ist das primäre Ziel, denn nur mit dieser können wir dem Ärztemangel im Land entgegentreten und Mediziner in Brandenburg halten“, erklärt Dr. Wolter.
Dem stimmt Manfred Husmann, Geschäftsführer des MBLandesverbandes Berlin/Brandenburg, zu: „Es ist uns gelungen, die Ost-West-Schere zu verringern. Wir hoffen, sie künftig ganz schließen zu können.“ Laut Tarifvertrag soll die Bezahlung an die Ostvergütung des bundesweiten Vertrages der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände angeglichen werden. Eine Gehaltserhöhung um 4,5 Prozent wird es zum 1. Oktober 2008 für brandenburgische Klinikärzte geben. Zum 1. Januar 2010 erfolgt eine weitere Anhebung um drei Prozent.
(Quelle: Landesärztekammer Brandenburg, 08.05.2007)


