IHF-Studie zur Umsetzung von Bachelor- und Masterstudiengängen in Bayern
Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge werden nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt, es gibt aber Optimierungsbedarf im Detail. Dazu gehören vor allem die Umsetzung der Modularisierung, die Prüfungsgestaltung, die Durchschaubarkeit der Regelungen für die Studierenden und die Übersichtlichkeit der Internetdarstellungen der Studiengänge. Verbesserungsbedarf besteht auch bei der Formulierung von Lernzielen, der Anerkennung von außerhalb des Studiengangs erbrachten Leistungen sowie der Möglichkeit eines Teilzeitstudiums. Dies sind einige zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie des IHF zur Umsetzung von Bachelor- und Masterstudiengängen in Bayern.
Das auffälligste Merkmal der neuen Studiengänge ist ihre Vielfalt. Jeder Studiengang ist individuell ausgestaltet. So wünschenswert diese großen Gestaltungsmöglichkeiten sind, so erschweren sie den angehenden Studierenden doch die Orientierung und die Wahl des richtigen Studiengangs. Deshalb ist es wichtig, den Studieninteressierten die bestmöglichen Informationen zu bieten, insbesondere im Internet.
Die Studie zeigt, dass viele Studiengänge in Veränderung sind und alle Beteiligten laufend an Verbesserungen arbeiten. Es wird in Zukunft vor allem darauf ankommen, studiengangspezifische Lösungen zu finden. Dabei ist es wichtig, den Dialog zwischen den Lehrenden – insbesondere den Gestaltern der Studiengänge – und den Studierenden zu stärken, auf beiden Seiten Initiative zu zeigen und bei Problemen nach gemeinsamen Lösungswegen zu suchen.
Das IHF hat für die Studie exemplarisch die Konzeptionen von 20 Bachelorstudiengängen und 4 Masterstudiengängen aus ingenieur-, natur-, wirtschafts-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften analysiert.
(Quelle: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung, 22.12.2011)


