Jeder vierte deutsche Arbeitnehmer erhält leistungsabhängige Bezahlung
Berufseinsteiger starten im Schnitt mit acht Prozent variablen Gehaltsbestandteilen; außertarifliche Mitarbeiter bekommen bereits 20 Prozent variabel.
Rund ein Viertel aller deutschen Arbeitnehmer erhält neben dem Fixgehalt eine von der Leistung abhängige Bezahlung - Tendenz steigend. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere unter Berufung auf eine aktuelle Studie des Personaldienstleisters Kelly Services.
Längst statten Unternehmen nicht mehr nur ihr oberes Management mit variablen Gehaltsbestandteilen aus. Zunehmend bekommen auch Absolventen und junge Berufstätige sowie Tarifmitarbeiter von ihrem Arbeitgeber Einkommensmodelle mit festen und variablen Elementen wie Prämien, Gewinnbeteiligungen oder Verkaufsprovisionen offeriert.
Für Berufseinsteiger hält sich das Risiko schwankender Bezüge noch in Grenzen. Während die Chefs der Dax-Unternehmen oft nur noch ein Drittel ihres Gehalts als Fixum erhalten und der große Rest etwa von Kursentwicklungen und Unternehmensgewinnen abhängt, beläuft sich der variable Anteil für Einsteiger beispielsweise bei Automobilzulieferern oder Finanzdienstleistern auf gerade mal fünf Prozent; in der IT- und Pharma-Branche sind es sieben beziehungsweise neun Prozent. Mit 15 Prozent am höchsten liegt der Bonusanteil bei Berufsstartern in der chemischen Industrie. Für sie sind 8.000 Euro pro Jahr - gut 650 Euro im Monat - nicht fix, sondern müssen erst mit guten Leistungen verdient werden.
Mit steigender Hierarchiestufe nimmt der Anteil der variablen Gehaltsbestandteile rasant zu: So erhalten laut karriere-Recherchen außertarifliche Mitarbeiter bereits 20 Prozent, Abteilungsleiter 25 Prozent und die zweite Führungsebene 35 Prozent erfolgsabhängige Vergütung.
(Quelle: karriere, 28.03.06)


