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Bewerber sollten offen und ehrlich mit Lücken und Makel im Lebenslauf umgehen

Persönliche Krisen, Krankheit und Tod haben im Lebenslauf nichts zu suchen.

Bewerber sollten bei Lücken und Makel im Lebenslauf nicht beschönigen, kaschieren oder gar lügen, sondern ehrlich bleiben, rät das Magazin Handelsblatt Junge Karriere im Bewerberguide der Dezember-Ausgabe. „Mut zur Wahrheit kommt bei Personalern besser an als fantasievolle Ausreden“, sagt Thomas Rübel, Berater beim Büro für Berufsstrategie in Junge Karriere. Spätestens im Vorstellungsgespräch brechen solche Lügengebäude zusammen und bedeuten dann meist das Aus für den Bewerber, denn Unehrlichkeit ist ein K.o.-Kriterium, so das Magazin weiter.

Unliebsames im Lebenslauf einfach wegzulassen ist allerdings auch keine Lösung, denn Lücken, die größer als zwei oder drei Monate sind, machen Personalverantwortliche stutzig. Daher sollten Bewerber auf eine nahtlose Vita achten – und bei den einzelnen Stationen nicht nur Jahreszahlen, sondern auch Monate angeben. Wer momentan arbeitslos ist und eine Stelle sucht, sollte das im Lebenslauf schreiben. „Bis zu einem halben Jahr Jobsuche ist derzeit völlig normal, da wird kein Personaler später drüber stolpern“, sagt Bewerbungsexperte Rübel. Kritisch werde es allerdings, wenn ein Bewerber länger als ein Jahr ohne Anstellung ist. Dann sollte man versuchen, die Lücke mit Weiterbildungen, Sprachkursen, Praktika oder Nebenjobs zu schließen.

Zurückhaltung empfiehlt das Magazin, wenn es um Krankheiten geht. Ein Auto- oder Fahrradunfall ist nicht problematisch, schließlich kann das jedem passieren. Wesentlich schwieriger ist es dagegen mit Krankheiten, Therapien oder Kuren: „Da klingeln beim Personaler die Alarmglocken“, sagt Rübel. Auch Schicksalsschläge, wie Pflegefälle in der Familie oder der Tod der Eltern, sollten Bewerber unter den Tisch fallen lassen; persönliche Krisen, Krankheit und Tod haben im Lebenslauf nichts zu suchen.

(Quelle: Junge Karriere, 20.11.2009)

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