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Henke: Bemühungen um Herstellerunabhängigkeit fortsetzen

Zur Verabschiedung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) im Deutschen Bundestag erklärt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke: „Das Gesetz verfolgt in vielen Bestimmungen das Ziel, die Herstellerunabhängigkeit der Arzneimitteltherapie zu stärken. Beispiele dafür sind etwa die dauerhafte Etablierung einer unabhängigen Patientenberatung oder die Veröffentlichungspflicht für Resultate von Arzneimittelstudien auch mit negativem Ergebnis. So wird der Einfluss gewinnorientierter Unternehmen auf die Arzneimitteltherapie verlässlicher begrenzt als bisher.

Der Zusatznutzen neuer Arzneimittel muss anhand harter Kriterien bewertet werden, wie sie etwa das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seinen Berichten zugrunde zu legen hat.

Vor diesem Hintergrund müssen und werden wir sehr sorgfältig beobachten, wie die Möglichkeit genutzt wird, dass Pharma-Unternehmen und Hersteller medizinischer Produkte künftig ohne Beteiligung etwa der Kassenärztlichen Vereinigungen Einzelverträge zur integrierten Versorgung mit Krankenkassen schließen können.

Der Marburger Bund warnt davor, Produkthersteller in eine unmittelbare Vertragsbeziehung zu Patienten treten zu lassen. Den Krankenkassen wird hier eine riesige Verantwortung übertragen. Auf keinen Fall akzeptieren wir, Ärztinnen und Ärzte auf diesem Weg zu Erfüllungsgehilfen der Kassen und der Industrie zu machen.“

(Quelle: Marburger Bund, 11.11.2010)

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