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Der Physiker Michael Kramer erhält den Akademiepreis 2010 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Der mit 30.000 Euro dotierte Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für herausragende wissenschaftliche Leistungen geht in diesem Jahr an den Physiker Michael Kramer. Kramer ist einer der weltweit renommiertesten Radioastronomen. Seine wissenschaftlichen Entdeckungen haben wesentlich zu einer Transformation der Pulsarastronomie beigetragen, was dieses Forschungsfeld wieder in den Kreis der bedeutendsten Bereiche der Astronomie geführt hat.

Michael Kramer war maßgeblich an der Entdeckung von 50 % aller bekannten Pulsare (rotierende Neutronensterne) beteiligt, darunter das so genannte Double Pulsar System, das erste Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie außerhalb des Sonnensystems erlaubt.

Seine Dissertation über radioemittierende Pulsare wurde 1997 mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. 2008 erhielt Michael Kramer für ein Projekt zur Erforschung der Gravitation mit Hilfe von Pulsaren und Schwarzen Löchern einen Advanced Grant des European Research Council von 2,5 Mio. Euro.

Michael Kramer studierte Physik in Köln und Bonn und promovierte im Jahr 1995. Im Anschluss daran war er zunächst am Max-Planck-Institut für Radioastronomie tätig und ging dann als Otto-Hahn-Stipendiant an die University of California in Berkeley. Danach schloss sich ein Aufenthalt am weltweit anerkannten Zentrum für Pulsarforschung, dem Jodrell Bank Observatory/Jodrell Bank Centre for Astrophysics in Manchester an. 2006 wurde er zum Professor für Astrophysik an der University of Manchester berufen und war Associate Director am Jodrell Bank Observatory. Seit 2009 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie.

Der mit 30.000 Euro dotierte Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften kann jährlich verliehen werden. Bisherige Preisträger sind u. a. Heino Falcke, Martin Haspelmath, Milos Vec und zuletzt Matthias Staudacher.

(Quelle: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 22.06.2010)

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