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Akademienunion wirft die Netze der Sprache aus: Schüleranmeldungen für einige Veranstaltungen am Akademientag noch möglich

Kaum macht man den Mund auf, kann man auch schon missverstanden werden. Mal Sicherheitsnetz, mal Fallstrick - die "Netze der Sprache" sind aufgespannt, sobald wir auch nur einen Gedanken fassen oder uns ein Gefühl beschleicht. Am 27. Mai 2009 lädt Sie die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften von 13 bis 18 Uhr an den Berliner Gendarmenmarkt ein, an ihrem Akademientag gemeinsam mit renommierten Forschern der acht Mitgliedsakademien die Konsequenzen dieser Tatsache zu erkunden.

Ob Kiezdeutsch, Jugendsprache oder eine Einladung zum Spaziergang im Gehirn: Auf die Angebote des Akademientags 2009 sind bereits viele Anmeldungen eingegangen. In einigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind für Schüler, Lehrer und andere Wissbegierige aber noch Plätze zu vergeben:

  • Zahlreiche Mythen und Märchen spiegeln den uralten Traum der Menschheit wider, die Sprache(n) der Tiere zu verstehen. Doch welche Vokabeln müssten wir lernen und worüber würden wir uns überhaupt mit einer Heuschrecke unterhalten? Dem "(heu)schrecklichen" Gesang als musikalischer Werbung um die Fortpflanzungspartnerin widmet sich der Zoologe Prof. Norbert Elsner. - Besonderes Interesse hätten wir wohl an Gesprächen mit unseren nächsten Verwandten, den Affen. Wie kommunizieren unsere haarigen Vettern und was behindert eigentlich den Dialog mit ihnen? Auskunft darüber gibt die Primatenforscherin Prof. Julia Fischer. - Für manche sind sie ein "Buch mit sieben Siegeln", für andere die eleganteste aller Ausdrucksmöglichkeiten: An mathematischen Formeln scheiden sich die Geister. Mathematikprofessor Prof. Günter M. Ziegler lädt zum Kennenlernen, Experimentieren und Spielen ein. - Kann man die "letzten Dinge" sprachlich mitteilen? Schweigen gilt in manchen religiösen Überlieferungen als angemessenes Mittel, Gotteserfahrung zu kommunizieren. Die Symbolsprachen der Gläubigen thematisiert der Münchner Theologe Prof. Friedrich Wilhelm Graf in seinem Beitrag zum Akademientag.

Das Rahmenprogramm bietet in Form eines Wissensparcours einen Einblick in die Forschungswelten der in der Union zusammengeschlossenen Wissenschaftsakademien. Dabei wird der Weg der Sprachbilder Altägyptens von der Tempelwand ins Internet ebenso beleuchtet wie die rasant fortschreitenden Veränderungen deutscher Dialekte oder jene dunklen Gänge der Sprache, durch die der Maulwurf bis zu seinem heutigen Namen vorgedrungen ist. Beim Schnupperkurs Gebärdensprache und erst recht beim "Schülerwettbewerb Sprachspione" sind Eigeninitiative und Kreativität gefragt. Hinter jedem dieser Angebote steht mindestens ein Projekt aus der geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung, das wir Ihnen vorstellen wollen. Sie alle werden im Akademienprogramm gefördert, dem gemeinsamen Forschungsprogramm der Wissenschaftsakademien. Wer sein Wissen danach weiter vertiefen möchte, kann am Akademientag außerdem Bücher zum Thema Sprache und Spracherwerb - einschließlich orthographischer Fragen - erstehen

Zeit und Ort

Mittwoch, den 27. Mai 2009, von 13 bis 18 Uhr, im Gebäude der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Jägerstr. 22-23, 10117 Berlin

(Quelle: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, 18.05.2009)

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