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Informationstechnologie und Medizin – Zukunftssicherung des Schweizer Gesundheitswesens

Ein nationales, vom Bund mitfinanziertes Forschungs- und Entwicklungsprogramm soll sicherstellen, dass die Telemedizin im schweizerischen Gesundheitswesen zweckmässig eingeführt und eingesetzt wird. Dies fordern die zwei schweizerischen Akademien SATW und SAMW, welche den aktuellen Stand und das Potential der Telemedizin zusammen mit anderen Fachgremien untersucht haben. Die Schluss­folgerungen und Empfehlungen sind in einem Bericht zusammengefasst, der eben erschienen ist.

Die Telemedizin ist ein neues, weitgehend erst im Entstehen begriffenes Gebiet. Einige Bereiche werden in der Praxis teilweise schon heute angewandt, so zum Beispiel das Telemonitoring, die Telediagnose, die Telekonsultation oder Telearbeitssitzungen. Entscheidender Vorteil der Telemedizin ist der leichte Zugriff auf medizinische Informationen, der jederzeit und von jedem beliebigen Ort aus möglich ist. Die Gesundheitssysteme im In- und Ausland werden sich durch die Telemedizin innerhalb der nächsten zehn Jahre grundlegend verändern. Die beiden Akademien SATW und SAMW haben deshalb die Initiative ergriffen und untersucht, wie der unaufhaltsame Einzug der technischen Wissenschaften in der Medizin aktiv mitgestaltet werden kann, sodass die moderne Technik in Zukunft im Gesundheitswesen sinnvoll und insbesondere zum Wohle der Kranken eingesetzt wird.

Mehr Lebensqualität und Effizienz

Das Ziel der Telemedizin liegt in der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und einer besseren Nutzung der Kompetenzen medizinischer Fachkräfte. Gleichzeitig sollen die angebotenen Leistungen durch Standardisierung, Beschleunigung und Vereinfachung effizienter werden. Die Vorteile der Telemedizin helfen, den zunehmenden Anforderungen an das Gesundheitswesen besser gewachsen zu sein, ohne dass die medizinischen Dienstleistungen unbezahlbar werden.

Nationales, vom Bund mitfinanziertes Programm vorgeschlagen

Der Bericht von SATW und SAMW fordert die Einrichtung eines nationalen Forschungs- und Entwicklungsprogramms. Schwerpunkt sollen die Anwendungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien bilden, insbesondere die medizinische Telematik und das Telemonitoring. Der Bund soll sich über 5 Jahre mit insgesamt 150 Mio. CHF am Programm beteiligen. Weitere Details zu den Empfehlungen von SATW und SAMW erhalten Interessierte im Bericht „Télémédecine/Telemedizin - CH“ unter www.satw.ch und www.samw.ch.

Telemedizinkongress im September 03

Am 25.9.03 findet im Kinderspital Bern ein gemeinsam von der SATW, SAMW und SGTM/SSTWM organisierter Kongress zum Thema „Telemedizin – Chance und Herausforderung für das Schweizer Gesundheitswesen“ statt.

(Quelle: 21.01.2003, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften)

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