Der schwedische Forschungsrat fordert freien Zugang zu Forschungsergebnissen
Um Forschungsbeihilfen erhalten zu können, fordert der schwedische Forschungsrat nun, dass Wissenschaftler ihre Materialien veröffentlichen, sodass sie für jedermann zugänglich sind. Die Öffentlichkeit und andere Wissenschaftler sollte freien Zugang zu allen Materialien erhalten können, die durch öffentliche Mittel finanziert werden.
Die Gedanken hinter dem so genannten freien Zugang sind, dass jeder freien und uneingeschränkten Zugang zu wissenschaftlich bewerteten Artikeln haben sollte. Der Forschungsrat hat nun festgelegt, dass Wissenschaftler, die Beihilfen von den Behörden erhalten, ihre wissenschaftlich bewerteten Texte in Zeitschriften und aus Konferenzen auf diese Weise veröffentlichen sollten.
"Wir denken, dass wissenschaftliche Veröffentlichungen, die durch öffentliche Finanzierungen bezahlt wurden, frei zugänglich gemacht werden sollten," sagt Professor Pär Omling, Generaldirektor des Forschungsrates. Freier Zugang ist eine wichtige Bedingung, wenn die Forschungsergebnisse für den Nutzen der Gesellschaft verbreitet werden sollen.
Wissenschaftler werden garantieren müssen, dass Veröffentlichungen gemäß des freien Zugangs innerhalb einer maximalen Zeitspanne von sechs Monaten verfügbar sind.
Der Antrag des Forschungsrates wurde in enger Zusammenarbeit mit SUHF entwickelt, welche die höheren Lehranstalten des Landes repräsentiert.
Das Streben nach einer freien Verteilung von Forschungsergebnissen ist kein isoliertes schwedisches Phänomen.
(Quelle: Swedish Research Council, schwedischer Forschungsrat, 08.10.2009)


