Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Girls' Day 2010: Die faszinierende Welt der Forschung

Am Max-Planck-Campus in Tübingen werden Mädchen zu Wissenschaftlerinnen und Jungs zu Dienstleitern in Küche und Verwaltung. Oberbürgermeister Boris Palmer schaut ihnen dabei über die Schulter.

Wie entwickelt sich aus einer Eizelle ein kompletter Organismus und wie entsteht die biologische Vielfalt? Wie funktioniert unser Gehirn? Können Maschinen Denken lernen? Diesen und anderen Fragen gehen etwa vierzig Schülerinnen beim Girls' Day am Max-Planck-Campus in Tübingen auf den Grund. Am Donnerstag, dem 22. April 2010, haben sie die Gelegenheit, in Berufe hineinzuschnuppern, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Die Mädchen dürfen in den Laboratorien mitarbeiten und bekommen in Vorführungen und Kurzpräsentationen einen Einblick in die Forschung. Sechs Schüler werden den Campus im Rahmen des bundesweiten Vernetzungsprojekts "Neue Wege für Jungs" besuchen. Diese Initiative soll Jungen ermöglichen, männer-untypische Berufe zu entdecken. Daher werden sie in der Campus-Cafeteria, in der Verwaltung und in der Pressestelle mitarbeiten. Oberbürgermeister Boris Palmer wird die jungen Forscherinnen am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie besuchen und ihnen bei ihren ersten Experimenten zuschauen.

"Junge Frauen für die Forschung zu begeistern, halte ich für sehr wichtig", sagt Boris Palmer. "Es ist immer noch so, dass die Mädchen das bessere Abitur machen und trotzdem später die Männer die entscheidenden Positionen in Wissenschaft und Forschung besetzen." Der Girls' Day setzt hier an, indem er jungen Frauen Berufe aufzeigt, die sie sonst vielleicht nicht kennen lernen würden. "Diese Initiative ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt herzustellen", so der Oberbürgermeister weiter.

Am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie können zwölf Schülerinnen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren erfahren, wie der Alltag einer Wissenschaftlerin in einer Forschungseinrichtung aussieht. Die Mädchen werden in den Laboren mithelfen, Versuche durchführen und einen Einblick in die Berufe von Biologinnen, Biochemikerinnen, sowie von biologisch- und medizinisch-technischen Assistentinnen bekommen. Das Institut ist in sechs Abteilungen untergliedert, die sich mit Proteinevolution, Biochemie, Genetik, Evolutionsbiologie sowie mit Zell- und Molekularbiologie beschäftigen. Die Wissenschaftler erforschen die Entwicklung des Lebens, von den ersten Proteinen bis hin zur heutigen Artenvielfalt.

Auch das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik öffnet die Pforten zu seinen Laboren. In verschiedenen Kurzpräsentationen und Vorführungen erfahren rund 30 Mädchen alles zum Thema Hirnforschung, Wahrnehmung und Computersimulationen. Sie sehen zum Beispiel, wie durch magnetische Stimulation Hände zum zucken gebracht werden, wie man mit Hilfe von Kernspintomographie ins Gehirn schauen kann oder wie die Architektur der Blutgefäße im Gehirn aufgebaut ist.

Die Jungen, traditionell eher den Naturwissenschaften zugewandt als Mädchen, werden die anderen Seiten einer Forschungseinrichtung kennenlernen und in der Küche, der Verwaltung und der Pressestelle mitarbeiten.

(Quelle: Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, 13.04.2010)

T5 Jobmessen