Tübinger Doktorandin gewinnt internationale Auszeichnung
Nino Shervashidze (23) vom Max-Planck-Campus Tübingen erhielt eine der angesehensten Auszeichnungen im Bereich "Maschinelles Lernen". Die Auszeichnung wurde ihr bei der jährlichen Konferenz über neuronale Informationsverarbeitung (NIPS - Neural Information Processing Systems) in Vancouver, Kanada, verliehen. Sie hat neue Algorithmen entwickelt, mit denen große Netzwerke effizient verglichen werden können.
Die Konferenz über neuronale Informationsverarbeitung (NIPS - Neural Information Processing Systems) findet jährlich in Vancouver (Kanada) statt und ist eine der angesehensten Tagungen im Bereich "Maschinelles Lernen". Etwa tausend Veröffentlichungen werden jährlich eingereicht, von denen die besten ausgezeichnet werden. Ziel des mit 1000 US Dollar dotierten Preises ist es, die Arbeit von Studenten und Doktoranden zu fördern. Die Auswahl basiert auf der Qualität und der Originalität sowie der zu erwartenden Auswirkung der eingereichten Arbeit auf zukünftige Forschungsarbeiten. Die erst 23-jährige Doktorandin ist eine der jüngsten Gewinnerinnen der NIPS-Auszeichnung.
Die junge Georgierin forscht in der Nachwuchsgruppe von Karsten Borgwardt (29), die sich mit der Entwicklung intelligenter Algorithmen zur Analyse von komplexen, biologischen Systemen beschäftigt. Diese Arbeitsgruppe ist sowohl am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik als auch am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie angesiedelt. In ihrer Veröffentlichung präsentiert die Informatikerin neuartige Algorithmen, mit denen große Netzwerke effizient verglichen werden können. Ihre Arbeit erlaubt es zum Beispiel, die Struktur eines Moleküls mit ähnlichen anderen Molekülen zu vergleichen, um dann vorhersagen zu können, ob dieses Molekül als Medikament eingesetzt werden kann.
Eine weitere Auszeichnung ging an Bharath Sriperumbudur, Doktorand an der Universität von Kalifornien, in Zusammenarbeit mit Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik.
(Quelle: Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, 25.01.2010)


