Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Berlin (IZW)
Das IZW ging aus der 1973 gegründeten "Forschungsstelle für Wirbeltierforschung" (FWF) der Akademie der Wissenschaften (AdW) der DDR hervor.
Das Institut hat seinen Sitz in Berlin-Friedrichsfelde, neben dem Tierpark. Seine Forschungsaktivitäten sind der Grundlagenforschung, dem Fach Naturwissenschaft und den Gebieten der Biologie, der Zoologie und der Ökologie zuzuordnen.
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Berlin (IZW): Aktuelle Nachrichten
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Kleinstes Nashorn der Welt vom Aussterben bedroht
Eine einzigartige Spezies droht vom Erdball zu verschwinden: Vom Sabah-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis harrisoni), einer Unterart des Sumatra-Nashorns, gibt es nur noch etwa 50 Exemplare. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) starten jetzt gemeinsam mit dem Zoo Leipzig, der malaysischen Regierung und malaysischen Naturschutzorganisationen (Sabah Wildlife Department [SWD] und Borneo Rhino Alliance [BORA]) ein umfangreiches Programm zum Schutz und zur Nachzucht des imposanten Säugetiers. "Es ist höchste Zeit, diese Art zu retten. Das Sabah-Nashorn gehört zum kulturellem Erbe unserer Region, wir benötigen jetzt eine proffessionelle Expertise", sagt Datuk Masidi Manjun, Minister für Tourismus, Kultur und Umwelt von Sabah in Malaysia, der letzte Woche deutsche Wissenschaftler vom IZW und Zoo Leipzig empfangen hat.
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Der große Lauschangriff
Die Echoortung der Fledermäuse dient hauptsächlich der akustischen Orientierung, wobei eine Fledermaus das Echo ihres eigenen Rufes wahrnimmt. Eine in Panama heimische Art, die Kleine Hasenmaulfledermaus, benutzt verschiedenartige Laute für das Beutesuchen und das Entdecken der Beute. Ist die Beute entdeckt, stößt sie spezielle Ortungsrufe aus, die andere Fledermäuse anziehen. Bislang war jedoch nicht klar, ob dieses Belauschen von Artgenossen auch das soziale Gefüge beeinflusst. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Ornithologie hat nun in einer Freilandstudie, die mit Playback-Versuchen kombiniert wurde, festgestellt, dass die Mitglieder einer sozialen Gruppe sich gezielt "abhören" und sich so über den Erfolg bei der Futtersuche informieren.
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Rätsel um die Domestikation des Pferdes ist gelöst - Ort und Zeit jetzt bekannt
Wildpferde wurden im 3. Jahrtausend v. Chr. in der Ponto-Kaspischen-Steppe (heutiges Russland, Kasachstan, Ukraine, Rumänien) domestiziert. Trotz der herausragenden Bedeutung der Pferde waren bisher Zeit und Ort ihrer Domestikation noch immer umstritten. In der aktuellen Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science, haben Forscher des Leibniz-Institutes für Zoo und Wildtierforschung, des Deutschen Archäologischem Institutes, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Max-Planck-Institutes für Evolutionäre Anthropologie in Kooperation mit amerikanischen und spanischen Spezialisten das Rätsel um die Domestikation des Pferdes gelöst.
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Wie Hyänen ihren sozialen Status "vererben"
Soziales Ansehen und sozialer Status ist sowohl in der menschlichen Gesellschaft als auch bei hoch entwickelten Tiergesellschaften sehr wichtig, denn er erlaubt bevorzugten Zugang zu Ressourcen, ist entscheidend für das Überleben und führt zu erhöhtem reproduktivem Erfolg. Ein internationales Team von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin und der Universität Sheffield, Großbritannien, hat jetzt die Frage beantwortet, wie der soziale Status bei einer der sozialsten Säugetiergemeinschaften, den Tüpfelhyänen, von Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben wird.
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Im Palast der Nacktmulle
Das Tier sieht aus wie ein frischgeborener, noch nackter und blinder Hamster. Doch es ist ein Nacktmull und er ist schon zehn Jahre alt. Diese kuriosen Geschöpfe leben in den Halbwüsten Afrikas und können bis zu 25 Jahre alt werden. Sie haben für Säugetiere eine sehr ungewöhnliche Lebensform: Ihre unterirdischen Kolonien sind ähnlich wie ein Insektenstaat um eine einzige fortpflanzungsfähige Königin herum organisiert. Die übrigen Tiere sind Arbeiter und Soldaten. Seit September gibt es eine solche Kolonie mit 19 Tieren am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW).
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Nashornbaby aus dem Eis
Am 22. Oktober 2008 um 4:57 Uhr kam das männliche Nashornbaby im Budapester Zoo auf die Welt. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin hatten im Juni 2007 seine Mutter, die Nashornkuh Lulu, mit tiefgefrorenem Bullensperma künstlich besamt. Das Nashornbaby bringt 45 Kilo auf die Waage. Es ist wohlauf und wurde von der Mutter angenommen. "Die Geburt ist ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz und den Erhalt der Biodiversität", sagt der beteiligte IZW-Wissenschaftler Dr. Robert Hermes.
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Wald der Fledermäuse
Fledermäuse sind eine Erfolgsgeschichte der Evolution, sie bilden die zweitgrößte Gruppe von Säugetieren. Jetzt haben Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ein Gebiet entdeckt, das die höchste Dichte an Fledermausarten aufweist, die je ermittelt worden ist. In einem nur wenige Hektar großen Gelände im Amazonasbecken in Ost-Ecuador zählten die Forscher über einhundert Fledermausarten.
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Inseln im Regenwald
Der brasilianische Küstenregenwald gehört zu den Regionen der Welt mit der größten Artendichte - Biodiversitäts-Hotspot sagen die Fachleute dazu. Es gibt allein 1360 verschiedene Wirbeltierarten; rund 40 Prozent dieser Arten sind hier endemisch, das heißt sie kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Aber der Küstenregenwald gehört auch zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Welt: Von den ursprünglichen Waldgebieten sind nur noch sieben Prozent vorhanden.
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Reinigt Dreck den Magen? Warum Früchte fressende Fledermäuse Lehm fressen.
Jedes Kind weiß, dass wir die grünen Stielansätze der Tomaten nicht mitessen sollten, dass wir Keimstellen aus den Kartoffeln entfernen und die Enden der Mohrrüben vor dem Essen abschneiden. Der Grund sind die in den Pflanzen enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, die eine schädliche Wirkung auf den Konsumenten haben können.
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Entsteht gerade eine neue Elefantenart?
Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben in einer Studie Anhaltspunkte dafür gefunden, dass sich der Asiatische Elefant in zwei Spezies entwickeln könnte. Nach der Untersuchung des Erbguts von 78 thailändischen Elefanten (Elephas maximus) habe sich eine Auseinanderentwicklung des Genpools gezeigt, die bei Elefantenbullen zu erkennen sei, erläutert Studienleiter Dr. Jörns Fickel vom IZW. „Das steht im Einklang mit der Lehrmeinung, wonach sich genetische Entwicklungen bei Säugetieren immer zuerst bei den Männchen manifestieren.“ Er fügt hinzu: „Dass wir eine Spezies in genau diesem Stadium untersuchen können, ist eine absolute Seltenheit.“ Die Studie entstand in Kooperation mit thailändischen Kollegen der Faculty of Veterinary Science der Mahidol University in Salaya.
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Wie Fledermäuse tropische Wälder aufforsten
Tropische Fledermäuse verbreiten mit ihren Ausscheidungen Samen auf gerodeten Flächen und tragen so dazu bei, dass neue Wälder wachsen.


