Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist das größte Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland. Es ist als unabhängiges Institut ausschließlich gemeinnützigen Zwecken verpflichtet und betreibt Grundlagenforschung und wirtschaftspolitische Beratung.
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Aktuelle Nachrichten
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DIW-Konjunkturbarometer Mai 2010: Der Aufschwung gewinnt an Kraft
Nach zwei schwachen Quartalen kommt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wieder in Schwung. Dies ist die zentrale Botschaft des DIW-Konjunkturbarometers. „Wir erwarten für das zweite Quartal ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent“, sagte DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin. „Die jüngsten Revisionen des Statistischen Bundesamtes bestätigen im nachhinein unsere etwas optimistischere Einschätzung.“
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Afghanistan-Einsatz: Jedes weitere Jahr kostet Deutschland drei Milliarden Euro - Kosten etwa drei Mal höher als offizielles Kriegsbudget
Die Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan kostet jährlich circa drei Milliarden Euro. Die gesamten Kosten der deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistan betragen bei einem Abzug ab dem Jahr 2010 etwa 36 Milliarden Euro. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des DIW Berlin, die das manager magazin vorab berichtete. Die Ökonomen kommen damit zu einer wesentlich höheren Zahl als die Bundesregierung, die die gesamten Kriegskosten mit vier Milliarden Euro und für das Jahr 2010 mit einer knappen Milliarde Euro bezifferte. „Unsere Schätzung ist bei aller Vorsicht relevant und angemessen und bewegt sich eher noch am unteren Rand der Möglichkeiten“. sagte DIW-Experte Tilman Brück.
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Preis für die Erforschung des Glücks - Ed Diener erhält Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin / Seine Forschung basiert auf SOEP-Daten
Der renommierte amerikanische Psychologe und Glücksforscher Ed Diener erhält an diesem Donnerstag die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin. Ed Diener hat im Laufe seiner langen Karriere auch immer wieder mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) gearbeitet, einer Erhebung von Lebensläufen, die seit 1984 läuft. „Wir gratulieren Ed Diener herzlich zu dieser Auszeichnung“, sagt SOEP-Leiter Gert G. Wagner. „Für uns ist das ein Beleg dafür, dass das SOEP längst nicht mehr nur eine Datenbasis für die Soziologie und Wirtschaftswissenschaften ist. Auch die Psychologie stützt sich immer mehr auf die Dateninfrastruktur, die wir als Leibniz-Serviceeinrichtung zur Verfügung stellen.“
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Deutsche Unternehmen forschen weniger im Ausland
Deutsche multinationale Unternehmen forschen weniger im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in einer aktuellen Studie. „Dies liegt aber weniger an Rückverlagerungen als an strategischen Umstrukturierungen großer Unternehmen.“ sagte DIW-Expertin Heike Belitz. Die Internationalisierung von Forschung und Entwicklung (FuE) wird von grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen und –verkäufen bestimmt. „Deshalb würde die derzeit geforderte steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung kaum in nennenswertem Umfang zu Rückverlagerungen von Forschungsaktivitäten aus dem Ausland führen.“ Als Forschungsstandort ist Deutschland nach wie vor attraktiv – sowohl für deutsche als auch für ausländische Unternehmen. Inzwischen investieren ausländische Unternehmen in Deutschland sogar vier Milliarden Euro mehr in Forschung und Entwicklung als deutsche Unternehmen im Ausland.
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Die Internationalisierung des chinesischen Renminbi: eine Chance für China
China hat erste Schritte unternommen, die auf eine Internationalisierung des Renminbi hindeuten. So hat das Land vorsichtige Maßnahmen zur Öffnung der Kapitalbilanz getroffen und 2005 Währungsschwankungen innerhalb einer engen Bandbreite zugelassen. Die Nutzung von Hongkong als Prüfstein für eine Internationalisierung des Renminbi ermöglicht die Entwicklung eines Offshore-Renminbi-Marktes.
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Renaissance: Großstädte wachsen gegen den Trend - Die Bevölkerung Deutschlands schrumpft – aber die Städte legen zu
Die großen Städte Deutschlands werden immer attraktiver für Menschen und Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in einer aktuellen Studie. Die Einwohnerzahl der 14 größten deutschen Städte ist im letzten Jahrzehnt im Schnitt um drei Prozent gestiegen, während die Gesamtbevölkerung Deutschlands leicht zurückging. „Besonders junge Erwachsene zieht es in die Städte. Parallel dazu nimmt auch die Beschäftigung in den Großstädten wieder zu“, sagte DIW-Regionalforscher Martin Gornig, der zusammen mit seinem Kollegen Kurt Geppert die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung von Städten mit einer Einwohnerzahl von über einer halben Million untersuchte.
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Gründungen aus Arbeitslosigkeit besser als ihr Ruf - DIW Berlin: „Beratung für Existenzgründer muss unterschiedliche Motive berücksichtigen“
Unternehmensgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus sind viel erfolgreicher als bisher angenommen. Eine neue Studie des DIW Berlin und des IZA Bonn zeigt jetzt, dass vor allem die Motive zur Gründung für den unternehmerischen Erfolg entscheidend sind: Reine Notgründungen sind weniger erfolgreich als andere. Die meisten Gründer aus Arbeitslosigkeit aber treibt mehr als die Not. Das macht sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar: Neue Selbständige geben in vielen Fällen auch anderen Menschen wieder Arbeit.
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Landesbanken: Megafusion allein reicht nicht
Bei der anstehenden Reform der zehn deutschen Landesbanken sollte das Kerngeschäft in einer Sparkassen-Zentralbank gebündelt werden. Dies fordert das DIW Berlin in einer aktuellen Studie. Die anderen Geschäftsfelder brauchen neue Strategien oder sollten privatisiert werden. Eine reine Fusion aller Landesbanken ist nicht sinnvoll. „Eine solche Megafusion bringt nur Megaprobleme“, sagte DIW-Expertin Mechthild Schrooten. Sie schlägt einen Fünf-Punkte-Plan vor, der den Landesbanken eine klare Rolle gibt:
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Klaus Zimmermann erneut zum ARGE-Vorsitzenden gewählt - Wirtschaftsforschungsinstitute bestätigen DIW-Präsidenten im Amt
Klaus F. Zimmermann ist erneut zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute Deutschlands (ARGE) gewählt. Die Mitgliederversammlung der ARGE bestätigte den 57-jährigen Ökonomen heute einmütig für weitere drei Jahre im Amt. Zimmermann ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und leitet das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.
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DIW-Konjunkturbarometer April 2010: Konjunktur bleibt trotz hartem Winter im Tritt
Trotz des harten Winters hat sich die Konjunktur im abgelaufenen Quartal robust gezeigt. Der vielerorts befürchtete Abschwung ist nicht eingetreten. Vielmehr signalisiert das Konjunkturbarometer für das erste Vierteljahr 2010 einen moderaten Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent. Dies ist vor allem auf die verhalten positive Entwicklung in der Industrie zurückzuführen. Nach einem harten Rückschlag im Januar haben sich die Ausfuhren wieder etwas erholt.
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Ostdeutschland fällt bei den Dienstleistungen weiter zurück - Insbesondere bei wissensintensiven Diensten wächst die Beschäftigungslücke
Der Osten Deutschlands ist im letzten Jahrzehnt bei den Dienstleistungen gegenüber dem Westen weiter zurückgefallen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie des DIW Berlin. „Seit dem Jahr 2000 hat die Beschäftigung in den wissensintensiven Branchen Ostdeutschlands nur um knapp zwei Prozent zugenommen, im Westen dagegen um neun Prozent“, sagte DIW-Experte Alexander Eickelpasch. Ein wichtiger Grund für den Rückstand sei die relativ dünne Besiedlung in Ostdeutschland mit nur wenigen Ballungsräumen.
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Staatshilfen für Airlines? Im Gegenteil: Flug-Subventionen gehören auf den Prüfstand - „Flugverbote gehören zum Geschäftsrisiko“
Das DIW Berlin hat sich vehement gegen Staatshilfen für Unternehmen ausgesprochen, die von den Flugverboten der vergangenen Tagen betroffen waren – stattdessen sollten die bestehenden Subventionen im Luftverkehr auf den Prüfstand. DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann warnte vor einer Perversion des Unternehmensbegriffs: „So bitter das für Fluggesellschaften sein mag: Flugverbote gehören zum allgemeinen Geschäftsrisiko“, sagte Zimmermann. „Die Airlines sind erst einmal selber gefordert. Der Staat kann nicht alle Risiken abdecken.“
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DIW Berlin gegen nochmalige Verlängerung der Kurzarbeitsregelungen
Das DIW Berlin spricht sich in einer jetzt veröffentlichten Studie deutlich gegen eine Verlängerung der bestehenden Kurzarbeitsregelungen aus. "Kurzarbeit hat in der Krise maßgeblich dazu beigetragen, die Arbeitslosigkeit in Grenzen zu halten. Das ist ein politischer Erfolg." sagt DIW-Präsident Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann. "Man sollte das Instrument aber nicht überdehnen, denn dann könnten notwendige Strukturanpassungen unterbleiben."
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Frühjahrsgrundlinien 2010: Wirtschaft wächst, Krisenfolgen bleiben - DIW-Chef Zimmermann: „Jetzt ist Haushaltssanierung gefragt“
Die deutsche Wirtschaft befindet sich 2010 und 2011 in einem moderaten Aufwärtstrend. Nach der heute veröffentlichten Konjunkturprognose des DIW Berlin wird die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2010 um 1,7 Prozent höher sein als im Vorjahr, für das kommende Jahr ergibt sich ein Wachstum von 1,8 Prozent. „Damit kommen wir nur mühsam aus der Krise heraus. Mit Blick auf die Finanzmärkte bleiben aber große Unsicherheiten.“, sagte DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann. Nach dem Ende des akuten Krisenmanagements sei jetzt wieder eine langfristig orientierte Wirtschaftspolitik gefragt: „Die größte Herausforderung wird es sein, angesichts der enorm gestiegenen Schuldenlast wieder politische Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen.“
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Rauchverbote senken Zigarettenkonsum - Vor allem junge Großstädter rauchen seit Einführung der Rauchverbote weniger
Die seit 2007 eingeführten Rauchverbote in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden haben besonders den Nikotinkonsum von denjenigen reduziert, die häufig ausgehen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des DIW Berlin und des RWI. „In bestimmten Alters- und Bevölkerungsgruppen sehen wir teilweise erhebliche Unterschiede“, sagt Silke Anger, Mitautorin der Studie. Dies zeige deutlich, dass Rauchverbote positive gesundheitliche Effekte haben – und zwar über die Einschränkung des Passivrauchens hinaus.


