Corporate Social Responsibility. Wie moralisch sind Unternehmen?
Das Schlagwort "Corporate Social Responsibility" (CSR) ist in aller Munde. Tragen Unternehmen mit ihrem verstärkten sozialen Engagement wirklich zum Wohl der Gesellschaft bei? Oder dient die Rede von der unternehmerischen Verantwortung nur als Feigenblatt? Diesen Fragen geht Ludger Heidbrink, Direktor des Center for Responsibility Research (CRR) am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) Essen, in seinem Vortrag am 17. Juni 2008 nach.
Seit geraumer Zeit macht das Schlagwort "Corporate Social Responsibility" die Runde. Immer mehr Unternehmen verstehen sich als sozialverantwortliche Akteure, die sich für das Wohl der Gesellschaft einsetzen. So helfen Unternehmen mit Sachspenden Schulen und Krankenhäusern, unterstützen ihre Mitarbeiter bei ehrenamtlichen Aktivitäten oder engagieren sich für die Umwelt. Was ist von dieser Entwicklung zu halten? Sind wir Zeugen eines Wertewandels, der aus Unternehmen neue Wohltäter der Menschheit macht und die Attacken auf den entfesselten Marktkapitalismus Lügen straft? Oder handelt es sich bei der Konjunktur von CSR um einen bloßen Modetrend, der darin besteht, Moral möglichst gewinnbringend zu verkaufen? Ludger Heidbrink setzt sich kritisch mit dem CSR-Trend auseinander und zeigt, dass der Erfolg unternehmerischer Verantwortung vor allem von der moralischen Kultur eines Unternehmens abhängt.
Privatdozent Dr. Ludger Heidbrink ist Direktor des Center for Responsibility Research (CRR) am KWI. Das CRR befasst sich mit den Verantwortungsgrundlagen moderner Gesellschaften aus Sicht der Philosophie, Ökonomie, Soziologie und Politologie. Zu den aktuellen Forschungsthemen gehören die Zukunft der Marktwirtschaft, das Verhältnis von Moral und Ökonomie, die Veränderung des Klimas und der Wandel liberaler Gesellschaften.
Veranstaltungsort:
Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)
Goethestraße 31
45128 Essen
Beginn: 18.15 Uhr
Die Veranstaltung ist öffentlich.
(Quelle: Kulturwissenschaftliches Institut (KWI), 10.06.2008)


