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Acht junge Wissenschaftler aus der Hauptstadt fahren zum Finale von Jugend forscht

Für den 45. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich acht junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin qualifiziert. Die Landessieger 2010 wurden heute in Anwesenheit des Berliner Bildungssenators Prof. Dr. Jürgen Zöllner in einer Feierstunde ausgezeichnet. Insgesamt 82 Teilnehmer präsentierten 41 Forschungsarbeiten beim diesjährigen Landeswettbewerb, der von der Siemens AG ausgerichtet wurde.

Chantal Emmerling (20) vom Berufsausbildungszentrum Lette-Verein stellte sich die Frage, ob auch Tomaten Nikotin enthalten, da sie wie der Tabak zur Familie der Nachtschattengewächse gehören. Mithilfe ausgewählter Messverfahren untersuchte die Jungforscherin die Pflanze. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem ersten Preis im Fachgebiet Biologie ausgezeichnet.

Jonas Schmidt (18), Sascha Wustrow (18) und Joana Wiebach (19) von der Humboldt-Oberschule siegten im Fachgebiet Chemie. Die Schüler beschäftigten sich mit der sogenannten Molekularküche, einer besonderen Zubereitungsart von Speisen. Unter Einsatz chemischer und physikalischer Erkenntnisse wird hier beispielsweise Bissfestes in eine schaumartige Substanz umgewandelt. Die Nachwuchswissenschaftler untersuchten, ob ihre so hergestellten Lebensmittel im Hinblick auf Geschmack, Stabilität und Konsistenz ein adäquater Ersatz zu konventionellen Speisen sind.

Im Fachgebiet Mathematik/Informatik überzeugte Alexander Jahn (19) von der Freien Universität Berlin mit seiner selbst programmierten Software. Diese kann die Wechselwirkungen von Kräften zwischen Teilchen grafisch darstellen. Im Gegensatz zu der üblichen, sehr zeitaufwendigen Simulation durch einen Supercomputer, erfolgen Berechnung und Visualisierung hier in Echtzeit.

Alternative Antriebskonzepte in der Schifffahrt waren das Thema von Franz Radke und Felix Winkler von der Heinrich-Hertz-Oberschule. Mithilfe eines selbst gebauten Windkanals entwickelten die 19-Jährigen einen Rotor, der durch einen optimierten Luftwiderstand zu einer geringeren Schadstoffemission führt. Die beiden Schüler siegten im Fach Physik.

Den ersten Preis im Fachgebiet Technik errang Karla Metzkow (18) von der Käthe-Kollwitz-Oberschule. Die Nachwuchswissenschaftlerin programmierte einen selbst gebauten Lego-Mindstorm-Roboter so, dass er wie ein Scanner grafische Vorlagen erfassen und auswerten kann.

Nach den Landeswettbewerben im März findet der 45. Bundeswettbewerb vom 13. bis 16. Mai 2010 in Essen statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der ThyssenKrupp AG.

(Quelle: Jugend forscht, 24.03.2010)

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