Die Jugend forscht Landessieger 2010 stehen fest
Für den 45. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremen qualifiziert. Die Landessieger 2010 wurden gestern in einer Feierstunde in Anwesenheit von Renate Jürgens-Pieper, Senatorin für Bildung und Wissenschaft, ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 59 Schülerinnen und Schüler mit 32 Forschungsarbeiten in der Alterssparte Jugend forscht am Landeswettbewerb teil. Ausrichter der Veranstaltung war die Astrium GmbH in Bremen.
Den ersten Preis im Fachgebiet Biologie errang Jonas Korn (17) vom Alten Gymnasium in Bremen. Der Jungforscher untersuchte Substanzen, die eine verbesserte Speicherung von Wasser im Boden ermöglichen. Seine Ergebnisse könnten den landwirtschaftlichen Anbau insbesondere in trockenen Regionen erleichtern. Welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Antarktische Halbinsel hat, fragte sich Stefanie Tuchtenhagen von der Johann-Gutenberg-Schule in Bremerhaven. Mithilfe unterschiedlicher Verfahren analysierte sie einen Eiskern aus der Antarktis auf Veränderungen, die auf einen Einfluss des Klimas hindeuten könnten. Die 15-Jährige siegte im Fach Geo- und Raumwissenschaften.
Adrian Röfer (14) vom Alten Gymnasium in Bremen konnte sich im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit einem selbst programmierten Notrufsystem für ältere Menschen durchsetzen. Die Software des Nachwuchswissenschaftlers erkennt anhand des Stromverbrauchs in der Wohnung, ob der Bewohner gestürzt oder erkrankt ist. In diesem Fall wird ein automatischer Notruf aktiviert. Im Fach Physik war Tobias Urbaniak (21) vom Schulzentrum SII Utbremen erfolgreich. Er stellte fest, dass ein Magnetfeld Auswirkungen auf die Eigenschaften von Silikon, wie beispielsweise Härte, Viskosität und Elastizität, hat.
Christoph Strauß (16) vom Alten Gymnasium in Bremen errang den ersten Preis im Fach Technik. Blockheizkraftwerke, kurz BHKW, arbeiten durch ihre kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung besonders umweltfreundlich. Der Jungforscher untersuchte, ob der Einsatz dieser Technologie auch für Privathaushalte sinnvoll ist.
Eine Alternative zu herkömmlichen Öl- und Gasheizungen sind Systeme, die mit erneuerbaren Energien, beispielsweise mit Holzpellets, betrieben werden. Mithilfe eines selbst gebauten Ofens untersuchte und verglich Oliver Römpler (15) von der Heinrich-Heine-Schule in Bremerhaven die Abgaswerte unterschiedlicher Pelletsorten. Er wurde mit dem Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit ausgezeichnet.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 45. Bundeswettbewerb vom 13. bis 16. Mai 2010 in Essen statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der ThyssenKrupp AG.
(Quelle: Jugend forscht, 12.03.2010)


