Jugend forscht Preisträger auf der IENA 2009
Acht Preisträger von Jugend forscht präsentieren vom 5. bis 8. November 2009 ihre kreativen Projekte auf der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ (IENA) in Halle 12 der Nürnberger Messe. Bei der weltweit führenden Erfindermesse treffen die begabten Jungforscher mit Erfindern und Fachbesuchern aus aller Welt zusammen.
Florian Engel (20), Sebastian Schmitz (20) und Sascha Mayer (18) aus Koblenz stellen in der Frankenmetropole ihre selbsthaltende und schnell verstellbare Alternative zum klassischen Rollgabelschlüssel vor. Das Werkzeug hält die Muttern mithilfe integrierter Magneten zwischen den Backen. Dadurch bleiben eisenhaltige Werkstoffe haften und fallen nicht herunter. Beim diesjährigen Jugend forscht Bundeswettbewerb wurde das Projekt mit dem 5. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt ausgezeichnet.
Fabian Lutz und Simon Scholl aus dem rheinland-pfälzischen Winnweiler beschäftigten sich mit einem ganz anderen Thema: der Veränderung des Klimas und dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels. Als Antwort darauf entwickelten die 17-Jährigen ein modulares System schwimmender Betonpontons. Diese können als Tragwerk für Gebäude sowohl auf dem Wasser als auch in hochwassergefährdeten Gebieten zum Einsatz kommen. Die Schüler haben mit ihrem System eine preiswerte und langlebige Lösung für das Leben auf dem Wasser entwickelt. Für ihre Arbeit erhielten die Jungforscher beim Bundesfinale 2009 den 3. Preis im Fach Geo- und Raumwissenschaften.
Außerdem in Hannover dabei sind Janis Wilczura (21) und Sebastian Strehler (20) aus Bremen. Den Jugendlichen ist es gelungen, einen leitfähigen Bodenbelag für explosionsgeschützte Räume, wie es sie in der Industrie gibt, zu entwickeln. Sie erhöhten die Leitfähigkeit von Epoxidharzen durch Zusatzstoffe und stellten damit einen kostengünstigen, abriebfesten und toxikologisch unbedenklichen Bodenbelag her. Mit ihrem innovativen Projekt erreichten sie auf Bundesebene den 4. Preis im Fach Arbeitswelt. Ebenfalls in diesem Fachgebiet traten Toni Ebersbach und Marcel Renner aus Aue bei Jugend forscht an. Auf der Messe zeigen die 21-Jährigen ihren selbstentwickelten Unterwasser-Gehbelag, der den Zugang zu Badeseen komfortabler und sicherer gestaltet. Ihr rutschfester und trittsicherer Belag wird mit einheimischem Gletscherkies gefertigt und ist einfach zu verlegen. Für ihr Projekt wurden sie 2009 mit dem Landessieg in Sachsen ausgezeichnet.
„Neben anspruchsvollen Forschungsarbeiten werden bei Jugend forscht jedes Jahr auch eine Vielzahl kreativer Erfindungen vorgestellt“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die IENA bietet den jungen Forschern und Erfindern eine hervorragende Plattform, um ihre innovativen Projekte einem breiten Publikum zu präsentieren und weltweite Kontakte zu Lizenznehmern wie auch Verwertern zu knüpfen.“
(Quelle: Jugend forscht, 04.11.2009)


