Jugend forscht Sieger erhalten Eduard-Rhein-Jugendpreise
Zwei erfolgreiche Teilnehmer des diesjährigen Bundeswettbewerbs von Jugend forscht werden morgen in München mit den Jugendpreisen der Eduard-Rhein-Stiftung ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, im Ehrensaal des Deutschen Museums statt. Der erst 14 Jahre alte Maximilian Reif vom Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß in Bayern erhält den mit 1.500 Euro dotierten Eduard-Rhein-Jugendpreis für Rundfunk-, Fernseh- und Informationstechnik. Dem bayerischen Jungforscher Alexander Schade (19) vom Gymnasium Olching wird der ebenfalls mit 1.500 Euro dotierte Konrad-Zuse-Jugendpreis für Informatik verliehen. Die von Eduard Rhein, dem Erfinder und ehemaligen Chefredakteur der Zeitschrift „Hörzu“, gegründete Stiftung vergibt ihre Jugendpreise seit 1996 im Rahmen des Bundeswettbewerbs von Jugend forscht.
Maximilian Reif wird für sein Forschungsprojekt geehrt, mit dem er beim Jugend forscht Finale 2009 den 3. Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik gewann. Der Jungforscher entwickelte eine clevere Handy-Software, mit der sich verloren gegangene Mobiltelefone wieder aufspüren lassen. Der Nutzer schickt eine SMS an das verschwundene Handy, das über die Satellitennavigation GPS verfügen muss und auf das der sogenannte X-Finder aufgespielt ist. Das verschwundene Handy antwortet ebenfalls per SMS und verrät seine Koordinaten, wodurch es sich dann problemlos orten lässt. Der elektronische Schutzengel könnte künftig helfen, verirrte Senioren oder Kinder leichter aufzuspüren. In den vergangenen Monaten stieß Maximilian Reifs Idee daher auf großes Interesse bei den Medien.
Ebenfalls im Fachgebiet Mathematik/Informatik war Alexander Schade erfolgreich. Beim 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht im Mai in Osnabrück wurde er mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Der Jungforscher entwickelte eine Computersprache, mit deren Hilfe sich ein Würfel auf dem PC mit einer Kugel verschmelzen lässt. Das Resultat ließe sich je nach Geschmack als „Würgel“ oder „Kufel“ bezeichnen. Darüber hinaus gelang es ihm, die komplexesten und ungewöhnlichsten geometrischen Körper in Echtzeit auf den Bildschirm zu zaubern.
„Die Auszeichnung mit den Eduard-Rhein-Jugendpreisen ist für die jungen Forscher eine besondere Anerkennung ihrer exzellenten Leistungen im Bereich der Informationstechnik und Informatik“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Preisverleihung in München bietet den Nachwuchstalenten eine hervorragende Möglichkeit, mit namhaften Experten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.“
(Quelle: Jugend forscht, 09.10.2009)


