Jugend forscht Bundessieger beim „Tag der Talente 2009“
Morgen beginnt in Berlin der „Tag der Talente 2009“. An dem Treffen der Preisträgerinnen und Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe nehmen auch acht aktuelle Bundessieger von Jugend forscht teil. Die Veranstaltung ist Teil des diesjährigen Wissenschaftsjahres. „Mit dem Tag der Talente möchte ich den Preisträgerinnen und Preisträgern der Schülerwettbewerbe Dank und Anerkennung für ihre Leistungen aussprechen und sie dazu anspornen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, betont die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, die Schirmherrin der Veranstaltung ist. Unter dem Motto „Am Anfang steht Begeisterung“ erwartet den talentierten Nachwuchs in den kommenden drei Tagen ein attraktives Programm unter anderem mit Podiumsdiskussionen und Workshops.
Zum vierten „Tag der Talente“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt 300 Preisträger in die Hauptstadt eingeladen. Bei der Auftaktveranstaltung am Samstagabend präsentieren auch zwei Jugend forscht Bundessieger ihr preisgekröntes Projekt. Beim Bundeswettbewerb im Mai 2009 hatten Jonas Barnickel (19) und Markus Görgen (20) aus Wadern im Saarland den Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit gewonnen. Die Auszubildenden optimierten den Arbeitsprozess des sogenannten Härtens. Dabei schwenkt man Werkzeuge aus Stahl nach starker Erhitzung von Hand in einem Ölbad, wodurch ihre Widerstandsfähigkeit erhöht wird.
Anschließend nimmt Ajescha Prozell, Biologie-Bundessiegerin 2007, an einer Interviewrunde zum Thema „Was mich begeistert“ teil. Die 17-jährige Berlinerin hatte sich beim 42. Jugend forscht Finale mit einer Arbeit über Wespen durchsetzen können. Sie zeigte, dass die Insekten nicht nur Plagegeister sind, sondern wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber chemischen Verbindungen durchaus auch hilfreich sein können. Sie nutzte die Wespen als Biosensoren für einen kostengünstigen Schnelltest, um Belastungen durch Insektizide in Klassenräumen nachzuweisen.
Am Sonntag erwartet die Jugendlichen ein Ausflug in die Praxis: Wie wird der Klimawandel unser Leben ändern? Wie bannt man Begeisterung auf einen Filmstreifen? Und was zeichnet den erfolgreichen Unternehmer der Zukunft aus? Diese und weitere Fragestellungen sollen die Preisträger in Workshops behandeln und so die Arbeitsweise von Firmen, Kultur- und Forschungseinrichtungen kennenlernen. Dabei haben sie die Chance, über ihre Fächer hinweg Kontakte zu knüpfen und Einblick in neue Themengebiete zu gewinnen.
Der „Tag der Talente“ endet kommenden Montag mit der Abschlussveranstaltung im TIPI am Kanzleramt. Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan spricht dort ebenso zu den Teilnehmern wie der deutsche Medizinnobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen. Anschließend werden ausgewählte Preisträger stellvertretend für ihren Wettbewerb von hochrangigen Politikern ausgezeichnet.
„Der ‚Tag der Talente’ bietet den Jugend forscht Siegern eine hervorragende Plattform, ihre exzellenten Forschungsprojekte vorzustellen“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Jungforscher zeigen eindrucksvoll, dass wir in Deutschland über ein großes Potenzial an begabten, zielstrebigen und leistungsstarken jungen Wissenschaftlern und Erfindern verfügen.“
(Quelle: Jugend forscht, 04.09.2009)


