Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.
Das Institut für sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) forscht über neue Entwicklungen in Betrieb und Gesellschaft. Seit 1965 stellt das Institut empirische Untersuchungen in Betrieben und Unternehmen an. Betriebliche Rationalisierungsstrategien (Technikgestaltung, Arbeitsorganisation), Personal- und Ausbildungspolitiken sowie deren Voraussetzungen und Folgen für Arbeitsmarkt, Bildungssystem und industrielle Beziehungen werden besonders intensiv betrachtet. Praxisbezogene und theoretische Forschung werden in den Untersuchungen, die sich auch auf den internationalen Vergleich richten, miteinander verknüpft. Das ISF arbeitet mit wissenschaftlichen Einrichtungen verschiedener, auch technischer Disziplinen sowie mit internationalen Experten und mit Unternehmen zusammen.
Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.: Aktuelle Nachrichten
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Frauenquote allein genügt nicht: Karrieremechanismus verändern!
Intensiv wird derzeit über die Karrierechancen von Frauen in der Wirtschaft diskutiert. Aber ob es zu nachhaltigen Veränderungen kommt, steht noch in den Sternen. Möglicherweise bekommen lediglich ein paar „Vorzeigefrauen“ Vorstands- und Ausichtsratspositionen, während sonst alles beim Alten bleibt. Es besteht sogar die Gefahr, dass sich dabei die Möglichkeiten für die große Mehrheit der Frauen verringern. Was wirklich getan werden müsste, um die Karrierechancen von Frauen zu verbessern, zeigt der soeben erschienene Forschungsbericht des BMBF-geförderten Projekts „Frauen in Karriere“: „Strukturen und Spielregeln in modernen Unternehmen und was sie für Frauenkarrieren bedeuten (können)“.
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SInn auf der Hannover Messe: Smarte Innovation im Maschinen- und Anlagenbau
Wie sieht smarte Innovation im Maschinen- und Anlagenbau aus? Dieser Forschungsfrage stellen sich Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft im gemeinsamen Verbundprojekt "Smarte Innovation" (SInn). Im ersten SInn-Kreis präsentiert das ISF München zusammen mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) auf der diesjährigen Hannover Messe ausgewählte Forschungsergebnisse. Die Veranstaltung findet am 22. April im Tech Transfer-Forum der Halle 2, Stand D12 von 16:45 bis 17:30 Uhr statt. Als weiteres Highlight wird ein Umsetzungsbeispiel aus dem Unternehmen Wittenstein vorgestellt.
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BergUmwelt nun Offizielles Projekt der UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
Schulung und Beratung zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Berghütten in den Karpaten – das ist das Ziel des Projekts BergUmwelt am ISF München. Es geht um nachhaltige Versorgung und Entsorgung, einen umweltfreundlichen Zugang (etwa durch den öffentlichen Nahverkehr), die Sensibilisierung der Bergtouristen und eine Gastronomie mit regionalen Produkten. Die Jury des von der Deutschen UNESCOKommission einberufenen Nationalkomitees hat BergUmwelt nun die hohe Auszeichnung eines Offiziellen Projekts der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung zuerkannt, die im Rahmen des Runden Tisches der UNDekade am 12. November 2009 in München verliehen wird.
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Wandel von Arbeit in transnationalen Wertschöpfungsketten - Herausforderung für Europa
"Policy Report" des EU-Projekts WORKS erschienen Im Rahmen des EU-geförderten Projekts WORKS haben Forscherinnen und Forscher aus 17 Forschungseinrichtungen vier Jahre lang den Wandel der Arbeitsteilung in 14 Staaten Europas untersucht. Ihre Diagnose: Outsourcing über Ländergrenzen hinweg führt zu bedenklichen Tendenzen. Immer öfter versuchen Unternehmen die nationalen Normen, die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen regeln, zu umgehen. Der Schutz der Beschäftigten und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten leiden darunter, denn diese werden in transnationalen Wertschöpfungsketten zunehmend ausgehöhlt. Hier besteht Handlungsbedarf auf europäischer Ebene.
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Arbeit und Gesundheit in schwierigen Zeiten
Wenn der Arbeitsplatz in Gefahr ist, wenn Ziele termingerecht erreicht werden müssen, wenn Beschäftigte deswegen von sich aus maßlos viel arbeiten - dann hat der Arbeits- und Gesundheitsschutz schlechte Karten. Seit drei Jahren erforscht das Projekt PARGEMA - Partizipatives Gesundheitsmanagement, wie man unter diesen Bedingungen Arbeitsüberlastung vermeiden und Gesundheitsgefahren zuvorkommen kann. Wissenschaftliche Analysen der Situation und die Entwicklung praktischer Gestaltungsansätze im Betrieb gehen dabei Hand in Hand. Bei einer öffentlichen Abschlusskonferenz am 22./23. Juni 2009 im Münchner Literaturhaus stellt PARGEMA seine Ergebnisse vor und lädt zur Diskussion ein.
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Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz IV - Forschungsprojekt LASoS gibt Menschen im Hilfebezug eine Stimme
Seit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Zuge der SGB-II-Reform (landläufig als "Hartz IV" bekannt) hat sich einiges verändert für die Menschen, die solche Leistungen beziehen. Das gilt besonders für die Anforderungen, die an sie unter der Maxime "Fördern und Fordern" gestellt werden. Das Forschungsprojekt "LASoS - Leben, Arbeit und soziale Sicherheit" untersucht unter Leitung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), wie diese Situation sich auf die Hilfebezieher selbst auswirkt: wie ihre Alltagswirklichkeit aussieht, wie sie sie deuten, welche Konsequenzen sie ziehen, wie sie auf die Anforderungen reagieren. Ziel des Projekts ist es, Prozesse der Entstehung, Verfestigung und Überwindung von Hilfebedürftigkeit besser zu verstehen. Die erste Welle mit rund 100 Interviews ist mittlerweile abgeschlossen. Beteiligt sind neben dem IAB das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung ¬- ISF München und das Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS).
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Vom Plus zum Muss - Chancen-Risiken-Muster bei der Internationalisierung deutscher IT-Dienstleister
Nicht nur große, international erfahrene deutsche IT-Dienstleister, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen auf diesem Gebiet brauchen heute die Fähigkeit, Produkte und Leistungen international zu erstellen und zu verkaufen. Die Internationalisierung ist in eine neue Phase getreten - sie ist nicht mehr eine mögliche strategische Option ("Plus"), sondern das tägliche Brot der Unternehmen ("Muss"). Doch wo die Chancen und Risiken liegen und wie die Herausforderung zu meistern ist, unterscheidet sich nach Unternehmensgröße und internationaler Erfahrung. Dies sind Ergebnisse einer ersten empirischen Bestandsaufnahme, die das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt "Export IT" im Rahmen eines Expertenforums vorstellt. Beteiligt sind T-Systems, SAP, IDS Scheer, Software AG und INOSOFT sowie das ISF München als sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut.


