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Das Interviewprojekt »querschnitte« geht online: Das Deutsche Historische Institut Paris zieht Bilanz

50 Jahre nach seiner Gründung zieht das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) Bilanz. Ein Jahr lang wurden Interviews mit Wegbegleitern, Förderern und Kritikern geführt. Das Ergebnis ist ab Mittwoch, 8. Juli 2009, 14 Uhr, unter dem Titel querschnitte auf der Internetseite des DHIP abrufbar.

Insgesamt fanden 24 Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Stipendiaten und Praktikanten des DHIP sowie mit deutschen und französischen Kooperationspartnern statt. Unter den Befragten sind Universitätsprofessoren und andere Forscher, Institutsleiter, Archivdirektoren, Diplomaten, Unternehmer und Studenten. Gefragt wurde nach den Eindrücken, Erfahrungen und Erinnerungen, die die Interviewten mit dem DHIP verbinden, nach ihren persönlichen Beziehungen zum Institut, nach der Bedeutung dieser Beziehungen für den eigenen Lebensweg, nach Lob und Kritik.

Anlass der Gespräche war das 50-jährige Jubiläum des DHIP im Oktober 2008. Ein Stimmungsbild sollte Einblicke bieten in die Bedeutung des Instituts für den Kontakt zwischen deutscher und französischer Geschichtswissenschaft und für die Karrierewege ehemaliger Mitarbeiter in den vergangenen Jahrzehnten.

Die Interviews wurden auf Deutsch und Französisch geführt und im Audio-Format aufgenommen. Sie sind in ihren interessantesten Aussagen und nach inhaltlichen Gesichtspunkten zusammengefasst auf der Internetseite des DHIP unter der Rubrik querschnitte abrufbar.

Ergebnisse der querschnitte Konsens besteht bei den Gesprächspartnern hinsichtlich der Bedeutung des DHIP für die deutsch-französische Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem Gebiet. Gemeinsame Tagungen, die Bibliothek, Stipendien und die Publikationsmöglichkeiten in den Buchreihen des Instituts bieten jüngeren, aber auch etablierten Historikern wichtige Unterstützung bei ihren Forschungen. Für deutsche Historiker, die zu französischen Themen arbeiten, ist das DHIP oft die erste Anlaufstelle in Frankreich. Französischen Wissenschaftlern bietet das Institut eine Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse auch im deutschen Sprachraum bekannt zu machen.

Wiederholt wurde von den Interviewten auch auf die Vorreiterrolle hingewiesen, die die vom DHIP und seinen französischen Kooperationspartnern betriebene Zusammenarbeit für die europäische Kooperation auf wissenschaftlichem Gebiet einnehme. Für die zukünftige Arbeit des Instituts wurde unter anderem eine größere Anpassung an die neuen universitären Strukturen seit dem Bolognaprozess, die Aufnahme von französischen Historikern in den wissenschaftlichen Beirat des Instituts und eine bessere Rückvermittlung von am DHIP erzielten Forschungsergebnissen in die deutschen Wissenschaftslandschaft angeregt.

(Quelle: Deutsches Historisches Institut Paris, 07.07.09)

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