Mainzer Historiker Heinz Duchhardt an die Spitze der Stiftung Deutsche Geisteswissen-schaftliche Institute im Ausland berufen
Der Leiter des Mainzer Instituts für Europäische Geschichte, Heinz Duchhardt, wurde von Bun-desministerin Schavan zum neuen Vorsitzenden des Stiftungsrats der Stiftung Deutsche Geis-teswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) berufen.
Zuvor hatte der Stiftungsrat Duchhardt am 30. Juni 2008 einstimmig für dieses Amt benannt. Duchhardt wird seine neue Aufgabe am 1. Mai 2009 übernehmen. Er folgt damit Wolfgang Schieder, der sein Amt planmä-ßig nach sechs Jahren niederlegen wird.
Der 64-jährige Wissenschaftler studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Kunstgeschich-te in Mainz, Bonn und Wien. Nach der Promotion (1968) und Habilitation (1974) folgten Profes-suren in Bayreuth und Münster. Im Jahr 1994 übernahm er die Leitung des renommierten Mainzer Instituts für Europäische Geschichte. Duchhardt ist als Fachmann für internationale Beziehungen und Verfassungsgeschichte der frühen Neuzeit und für europabezogene Grund-lagenforschung national wie international ausgewiesen. Seine Forschungstätigkeiten führen ihn in zahlreiche Länder innerhalb und außerhalb Europas. An der Ocean University Qingdao / VR China bekleidet er eine ständige Gastprofessur. Duchhardt ist Mitglied zahlreicher wissen-schaftlicher Gremien, Akademien und Ausschüsse. Mit der Stiftung DGIA ist er seit ihrer Ent-stehungsphase im Jahr 2002 eng verbunden. Er war langjähriges Mitglied der Wissenschaftlichen Beiräte des DHI Paris und bis zuletzt auch des neuen Instituts in Moskau.
Die Stiftung DGIA unterhält neun geisteswissenschaftliche Institute in verschiedenen Ländern. Zu einem zehnten Institut soll - einer Empfehlung des Wissenschaftsrats folgend - die bisherige Außenstelle des Beiruter Orient Instituts in Istanbul ausgebaut werden. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in den Gastländern ihrer Institute.
(Quelle: Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, 29.10.2008)


