Was sind „Neue Technologien“? Eine Tagung von acatech und dem Deutschen Museum
„Neue Technologien im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft“ lautete der Titel einer Tagung, die acatech und das Deutsche Museum am 17. und 18. Juli 2009 auf der Museumsinsel ausgerichtet haben. Rund 50 Teilnehmer, sowohl Wissenschafts- und Technikforscher als auch Technikwissenschaftler, vom Doktorand bis hin zum Institutsleiter, diskutierten diese Fragen in einer interdisziplinären Weise.
acatech war mit Referaten vertreten durch die Mitglieder Klaus Kornwachs zur Begriffsbestimmung, Ortwin Renn für Technikfolgenabschätzung, Bernd Müller-Röber für die Biotechnologie, Otthein Herzog für die Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Doris Schmitt-Landsiedel für die Mikro- und Nanoelektronik.
Von der Kernenergie über die Mikroelektronik bis hin zur Bio- und Nanotechnologie oder dem Internet scheinen Neue Technologien die Möglichkeitshorizonte moderner Gesellschaften zu definieren. Einigen jeweils als „neu“ wahrgenommenen Technologien wird eine die Gesellschaft verändernde Kraft und eine allgemein große Bedeutung für die Zukunft von technik- und innovationsabhängigen Industrienationen oder gar postindustriellen Gesellschaften zugesprochen. Die Debatten um Neue Technologien erlauben deshalb Einblick in zentrale gesellschaftliche Interessenlagen, Konfliktlinien und Entwicklungsdynamiken. In Deutschland spielen Neue Technologien konkret seit den 1960er Jahren eine Rolle auch als förderpolitische Bezugsgröße, etwa als Reaktion auf internationale Förderinitiativen.
Eine Publikation wird den Verlauf und die Ergebnisse der Tagung dokumentieren.
(Quelle: acatech, 20.07.2009)


