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Dritte Fortschreibung des CEWS - Hochschulrankings nach Gleichstellungsaspekten

Seit dem ersten Erscheinen 2003 hat sich das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten des GESIS Arbeitsbereichs CEWS -Kompetenzzentrum für Frauen in Wissenschaft und Forschung als ein Instrument der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert. Zielsetzung ist, die Leistungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich zu vergleichen. Die regelmäßige Veröffentlichung des Ranking im Abstand von zwei Jahren macht zusätzlich Veränderungen und Trends sichtbar.

Spitzenpositionen erreichten die Freie Universität Berlin und die Universität Ulm. Bei den künstlerischen Hochschulen belegen die Universität der Künste Berlin, die Kunsthochschule für Medien Köln und die Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig in allen bewerteten Bereichen die besten Plätze. Herausragend bewertet sind bei den Fachhochschulen die Fachhochschule Bielefeld, die Hochschule Bremen, Evangelische Fachhochschule Darmstadt, die Hochschule Dresden und Fachhochschule der Evangelischen Landeskirche in Baden Freiburg i. Br. Wie in den Vorjahren veröffentlicht das CEWS auch eine Länderauswertung. Diesmal waren Berlin und Niedersachsen die Vorreiter.

Darüber hinaus stellt das CEWS erstmals seine aktuellen Rankingergebnisse in Beziehung zu anderen gleichstellungspolitischen Bewertungen, wie sie beispielsweise durch das Professorinnen-Programm von Bund und Ländern, dem Total E-Quality Prädikat und dem „audit familiengerechte hochschule“ vergeben werden. In der Tendenz ist dabei erkennbar, dass Hochschulen, die mit erfolgreichen Gleichstellungskonzepten und/oder einer Zertifizierung/Auditierung eine aktive Chancengleichheitsstrategie verfolgen, auch im Ranking quantitativ messbar bessere Ergebnisse erreichen.

Das Ranking beruht auf quantitativen Daten aus dem Jahr 2007. Bewertet werden die Hochschulen und Länder in den Bereichen: Studierende, Promotionen, Habilitationen, wissenschaftliches und künstlerisches Personal und Professuren. Berücksichtigt werden auch Veränderungen im Zeitverlauf beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal und bei den Professuren.

Das Ranking wendet sich an alle, die in Hochschulen und Politik an der Qualität und dem Innovationspotenzial unserer Hochschulen interessiert sind. Dafür ist ein vergleichender Blick auf die Leistungen im Bereich der Chancengleichheit unverzichtbar, um wirkungsvolle Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Situation von Frauen in Wissenschaft und Forschung einzuleiten oder fortzusetzen.

(Quelle: CEWS, 03.06.2009)

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