Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund – Ein blinder Fleck in der deutschen Gleichstellungspolitik ?
Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern sind Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund in Deutschland ein bisher kaum beachtetes Thema der Gleichstellungspolitik. Diese Forschungs- und Diskussionslücke wurde durch das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS erstmals systematisch aufgegriffen:
Im Rahmen des Europäischen Jahres der Chancengleichheit für alle 2007 wurde ein Projekt zu Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund an deutschen Hochschulen durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts sowie weitere Fach- und Diskussionsbeiträge zum Thema liegen nun als Broschüre ‚Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund’ der Reihe CEWS Publik vor.
Als Fazit stellen die Herausgeberinnen Dr. Inken Lind und Dr. Andrea Löther fest: „Dringend geboten ist eine Sensibilisierung der verantwortlichen Akteurinnen und Akteure für die Situation und die Erfahrungen von Wissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund. Denn nur durch konkrete Daten, Fakten und darauf aufbauende Erkenntnisse kann der direkten und indirekten Diskriminierung dieser Gruppe von Wissenschaftlerinnen entgegen getreten und ein differenzierter Diskurs angeregt werden.
(Quelle: CEWS, 10.02.2009)


