Arbeitslosigkeit bleibt trotz Anstieg weiter deutlich unter Vorjahresniveau
Im Dezember hatte der milde Winter für eine – gemessen an der sonst in diesem Monat jahreszeitlich bedingten üblichen Entwicklung – nur geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe gesorgt. Mit dem Jahreswechsel jedoch ist die Zahl der Arbeitslosen wieder stärker angestiegen, bleibt aber deutlich unter der des Vorjahres. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe hat die Arbeitslosigkeit im Januar wieder zugenommen. Die Zahl arbeitsloser Menschen erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 1.010 auf nunmehr 11.116. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 5,3 Prozent und stieg damit um 0,5 Prozentpunkte zum Vormonat. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres zeigt sich der Arbeitsmarkt im aktuellen Monat jedoch weiter günstiger. Seinerzeit waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe 11.883 Menschen und damit 767 Menschen mehr ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote war mit 5,7 Prozent um 0,4 Prozentpunkte höher als in diesem Jahr. Zu den Hintergründen für den Anstieg der Arbeitslosigkeit sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe: „Wir haben zum Jahresanfang zwar eine deutliche Zunahme zu verzeichnen gehabt, das ist aber typisch für den Monat Januar. Denn mit dem Jahresende laufen üblicherweise viele befristete Arbeitsverträge aus und enden viele Kündigungsfristen.“
Zudem haben sich aufgrund des Wintereinbruchs im Januar auch in Bau- und Außenberufen Beschäftigte wieder vermehrt bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe arbeitslos melden müssen. “Die in diesen Bereichen tätigen Unternehmen haben mit schlechteren Witterungsbedingungen gerechnet und deshalb nicht alle ihrer Mitarbeiter im Januar weiterbeschäftigt. Dies zeigt sich zum Beispiel auch daran, dass knapp 700 und damit zwei Drittel der Arbeitslosmeldungen im Januar von Männern erfolgten, die deutlich häufiger als Frauen in den Bau- und Außenberufen arbeiten“, so Grote-Seifert.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit war im Januar zwar deutlich, ist aber aus Sicht der Agenturchefin allein auf übliche saisonale Effekte zurückzuführen.“Anhaltspunkte für eine Zunahme aus wirtschaftlichen Gründen haben wir nicht. Ich gehe vielmehr aktuell davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in den nächsten Monaten wieder deutlich zurückgehen wird. Erfahrungsgemäß steigt das Stellenangebot je nach Witterung ab März oder April wieder.“
Die Arbeitslosigkeit in den beiden Landkreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg
Im Kreis Stormarn waren 5.074 Menschen und damit 488 mehr als im Dezember ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote ist im Januar um 0,5 Prozentpunkte zum Vormonat gestiegen und beträgt aktuell 4,3 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 4,6 Prozent.
Im Kreis Herzogtum Lauenburg ist die Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent um 0,6 Prozentpunkte zum Vormonat gestiegen. Im Januar waren 6.239 Menschen arbeitslos gemeldet (538 mehr als im Vormonat). Im Vorjahr lag die Quote bei 6,8 Prozent.
Hinweis:
Der Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe umfasst die beiden Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg, ist allerdings nicht absolut deckungsgleich mit den Grenzen der beiden Kreise.
So gehört aus dem Kreis Stormarn die Gemeinde Tangstedt nicht zum Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, sondern zur Agentur für Arbeit Elmshorn.
Im Kreis Herzogtum Lauenburg gehören die Gemeinden Groß Grönau, Klempau und Krummesse nicht zum Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, sondern zur Agentur für Arbeit Lübeck.
Daher ist die Summe der Arbeitslosen der beiden Landkreise (bei diesen sind die o. g. Gemeinden mitgezählt) nicht gleich mit der für den Agenturbezirk Bad Oldesloe ausgewiesenen Zahl an Arbeitslosen.
(Quelle: Arbeitsagentur Bad Oldesloe, 31.01.2012)


