Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Der vogtländische Arbeitsmarkt im September

Es gibt 832 Arbeitslose weniger als im August (minus 7,6 Prozent). Derzeit sind 10.070 Menschen ohne Arbeit, das sind über 16 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 8,1 Prozent – im Vorjahr lag sie noch bei 9,6 Prozent. Alle Personengruppen profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit und die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter stabil.

„Der vogtländische Arbeitsmarkt entwickelt sich nach der Sommerpause weiter positiv und profitiert von den ersten Anzeichen der Herbstbelebung. Die Arbeitslosigkeit ist seit Februar zum siebten Mal in Folge gesunken. Aktuell gibt es bei uns 10.070 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 832 Personen bzw. 7,6 Prozent weniger als im August. Der Vergleich zum Vorjahr fällt nach wie vor günstig aus.

Es gibt im Vogtland fast 2.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist auf 8,1 Prozent gesunken“, so Agenturchefin Helga Lutz zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Monat September. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit betrifft beide Rechtskreise und alle Personengruppen. Durch den Ausbildungsbeginn verzeichnen wir einen deutlichen Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit. Aber auch für ältere Menschen und Langzeitarbeitslose erschließen sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Dies belegen die Zahlen.“

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter konstant auf einem hohen Niveau. „In der Zeitarbeit, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, im Handel aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen wurden die meisten Stellen gemeldet. Besonders erfreulich ist der Stellenzuwachs von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Verarbeitenden Gewerbe. Die Geschäftslage der Unternehmen im Vogtland ist stabil und Arbeitskräfte werden nachgefragt. Auch im Oktober rechne ich mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in unserer Region“, hebt Helga Lutz abschließend hervor.

Die aktuelle Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sank um 0,7 Prozent auf 8,1 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 9,6 Prozent.

Neu bzw. erneut arbeitslos meldeten sich im letzten Monat 2.435 Frauen und Männer, etwa so viele wie im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr mussten sich 425 Menschen weniger arbeitslos melden, das entspricht 14,9 Prozent. 808 Personen wurden nach vorheriger Erwerbstätigkeit und 752 nach einer Ausbildung oder einer Maßnahmeteilnahme arbeitslos.

Im September konnten 3.257 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 609 bzw. 23,0 Prozent mehr als im August. 870 Personen haben im Berichtsmonat eine Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen, 1.146 begannen eine Ausbildung oder eine Qualifizierungsmaßnahme.

Derzeit sind im Plauener Agenturbezirk 993 Jugendliche unter 25 Jahren ohne Beschäftigung, 190 oder 16,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahr waren es 289 Jugendliche bzw. 22,5 Prozent mehr.

Die Zahl älterer Arbeitsloser hat sich im Vergleich zum Vormonat um 196 Personen (minus 4,6 Prozent) verringert. Ende September waren im Vogtland 4.026 Frauen und Männer ab 50 Jahre arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind es aktuell 815 Personen bzw. 16,8 Prozent weniger.

Im Agenturbezirk sind derzeit 3.641 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche, 226 bzw. 5,8 Prozent weniger als im Vormonat. Positiv gestaltet sich bei dieser Personengruppe nach wie vor die Entwicklung im Vorjahresvergleich. Aktuell sind 428 Langzeitarbeitslose weniger gemeldet (minus 10,5 Prozent) als im September 2010.

Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im September 14.686 und liegt damit weiter deutlich unter Vorjahresniveau (minus 3.166 Personen oder minus 17,7 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,7 Prozent (Vormonat: 12,0 Prozent; Vorjahr: 14,1 Prozent).

Hintergrund: Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen die Arbeitslosen und zusätzliche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind. Das sind Teilnehmer in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit dieser Werte können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Zahlen erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können. Die Unterbeschäftigung und ihre Komponenten wurden im Mai 2011 auf ein verbessertes Messkonzept umgestellt und die Daten rückwirkend bis 2008 revidiert.

Im Bereich der Arbeitsagentur ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 220 Personen bzw. um 7,0 Prozent zu verzeichnen. Im Jobcenter Vogtland ist der Rückgang noch deutlicher. Im Vergleich zu August sind 612 Personen weniger gemeldet, das entspricht 7,9 Prozent.

Auf Geschäftsstellenebene stellt sich der Arbeitsmarkt im Vogtland recht unterschiedlich dar. Im Vergleich zum August konnten alle Geschäftsstellen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Erstmals liegen alle Arbeitslosenquoten im einstelligen Bereich. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten haben Oelsnitz mit 6,1 Prozent und Klingenthal mit 6,4 Prozent. Danach folgt Auerbach mit 7,3 Prozent. Reichenbach liegt aktuell bei 7,9 Prozent und die Hauptagentur Plauen bei 9,8 Prozent.

Durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice wurden im September 779 ungeförderte Stellen, darunter 727 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, akquiriert. Das sind 46 bzw. 6,3 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Stellenzuwachs von 39 Stellen bzw. 5,3 Prozent zu erkennen. Stellenangebote auf dem ersten Arbeitsmarkt gab es für fast alle Wirtschaftszweige. Insgesamt wurden 307 Stellen für Zeitarbeit, 106 Stellen im Verarbeitenden Gewerbe, 68 Stellen im Baugewerbe und 67 Stellen im Handel gemeldet. Dazu kommen 57 Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen, 41 Stellen im Gastgewerbe und 30 Stellen im Verkehrs- und Lagerwesen.

Betriebe haben nach dem jeweiligen Monatsende grundsätzlich drei Monate rückwirkend Zeit, Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur abzurechnen. Daher wird die tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit erst mit beträchtlicher Zeitverzögerung sichtbar. Aktuell liegt eine Hochrechnung realisierter Kurzarbeit für Mai 2011 vor. Aus konjunkturellen Gründen tatsächlich kurzgearbeitet haben danach Ende Mai im Agenturbezirk Plauen insgesamt 1.158 Arbeitnehmer in 197 Betrieben. Diese Zahl ging im Vergleich zu Mai 2010 deutlich zurück (damals 2.359 Arbeitnehmer in 386 Betrieben).

(Quelle: Arbeitsamt Plauen, 29.09.2011)

T5 Jobmessen