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Der Arbeitsmarkt im Monat Juli 2011

Die Arbeitslosigkeit bleibt fast unverändert zum Vormonat. Das Schul- und Ausbildungsende sorgt im Juli für Anstieg arbeitsloser Jugendlicher – aber sie liegt weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Saisonal bedingt gibt es weniger Arbeitsmarktbewegung im Juli.

Nach vier von Dynamik geprägten Monaten blieb im Juli die Abwärtsbewegung am Arbeitsmarkt erstmals in diesem Jahr aus. „Saisonal bedingt ist die Jahresmitte regelmäßig von einer geringeren Arbeitsmarktbewegung geprägt“, stellte Agenturchefin Marlies Hoffmann-Ulrich heraus. „In den kommenden Monaten wird sich der bisherige gute Trend fortsetzen.“

 17.329 Personen waren Ende Juli bei den Dienststellen der Agentur für Arbeit Oschatz und der Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das sind 32 Personen mehr als im Juni. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 1.202 Personen zurück. Das entspricht einem Rückgang von 6,5 Prozent.

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli deutlich mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 180 Personen bzw. 11,3 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli fast 500 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr (minus 21,6 Prozent).

Die Arbeitslosenquote blieb im Juli unverändert bei 11,3 Prozent zurück (Vorjahr 12,1 Prozent).

Im Juli konnten insgesamt 1.053 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 255 Personen begann im gleichen Monat eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Gleichzeitig mussten sich im Juli 907 Arbeitnehmer nach dem Ende einer Beschäftigung arbeitslos melden. Für weitere 166 Personen endete eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

 550 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Das sind 103 Stellenangebote weniger als im Juni. Der Großteil entfiel auf die Zeitarbeit (154 Stellen), den Baubereich (87), das verarbeitende Gewerbe (82) und den Handel (45).

Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur für Arbeit regelmäßig die sog. Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Ende Juli lag die Unterbeschäftigung im Agenturbezirk bei 21.437 Personen. Das sind 53 Personen mehr als im Juni. Noch deutlicher fiel der Vergleich zum Vorjahr aus. Hier ging die Unterbeschäftigung um 2.511 Personen bzw. 10,5 Prozent zurück. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Juli unverändert bei 14,4 Prozent (Vorjahr 16,1 Prozent).

Landkreis Nordsachsen und Regionen Oschatz und Torgau

Im Landkreis Nordsachsen ist die Arbeitslosigkeit im Juli geringfügig um 16 Personen auf 13.181 Personen zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 426 Personen bzw. 3,1 Prozent ab. Das ist im Vergleich mit den Landkreisen Mittelsachsen und Leipzig, bezogen auf das Vorjahr, nach wie vor der geringste Rückgang.

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli deutlich mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 206 Personen bzw. 17,1 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli fast 300 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote blieb im Juli unverändert bei 11,8 Prozent (Vorjahr 12,0 Prozent).

Von den insgesamt 13.181 arbeitslos registrierten Personen wurden 3.088 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur (plus 112 zum Vormonat) und weitere 10.093 Personen vom Jobcenter (minus 128 betreut. Das Jobcenter (vorher ARGE) betreut im Landkreis die Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld.

Der nordsächsische Arbeitsmarkt zeigte sich im Juli erneut aufnahmefähig, wenn auch saisonal bedingt geringer als in den Frühjahrsmonaten des Jahres. Insgesamt 825 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 208 Personen begann im Juli eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Gleichzeitig mussten sich im Juli 666 Frauen und Männer nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. Für weitere 70 Personen endete eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

 348 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Damit hat sich das monatliche Stellengebot weiter stabilisiert. Der Großteil entfiel auf die Zeitarbeit (73 Stellen), das verarbeitende Gewerbe (60) und den Baubereich (57).

„Etwa ein Drittel unserer Kunden sind 50 Jahre und älter“, betont Jobcenter-Geschäftsführer Frank Germer. „Der Großteil davon ist langzeitarbeitslos. Jetzt, wo die Nachfrage am Markt wieder besser ist, fehlen ihnen deswegen oft wesentliche Berufs- und Sozialkompetenzen bzw. die Mobilität. Dass der Weg zurück in den Job trotzdem erfolgreich sein kann, beweist die Praxis. Rund 400 ältere Jobcenter-Kunden konnten im bisherigen Jahresverlauf eine Beschäftigung aufnehmen. Diesen Prozess wollen wir weiter stabilisieren.“

Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur für Arbeit regelmäßig die sog. Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Ende Juli lag die Unterbeschäftigung im Landkreis Nordsachsen bei 16.576 Personen. Das sind 133 Personen mehr als im Juni. Deutlicher fiel der Vergleich zum Vorjahr aus. Hier ging die Unterbeschäftigung um 2.071 Personen bzw. 11,1 Prozent zurück. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Juli bei 15,1 Prozent.

Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist im Juli deutlich zurückgegangen. Ende des Monats erhielten insgesamt 18.234 Menschen in 13.411 Bedarfsgemeinschaften die Grundsicherungsleistung. Das sind 460 Leistungsempfänger bzw. 316 Bedarfsgemeinschaften weniger als im Juni. Innerhalb eines Jahres waren 1.710 Personen weniger auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Weitere 5.570 Personen erhielten Ende Juni Sozialgeld.

In der Region Oschatz ist die Arbeitslosigkeit im Juli geringfügig um elf Personen auf 2.618 Personen zurückgegangen. Auch gegenüber dem Vorjahr blieb die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert (minus vier Personen).

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli deutlich mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 43 Personen bzw. 18,6 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli 63 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote blieb im Juli unverändert bei 11,9 Prozent (Vorjahr 11,7 Prozent).

 180 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 58 Personen begann im Juli eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Insgesamt 169 Frauen und Männer mussten sich nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. 82 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Der Großteil entfiel auf das verarbeitende Gewerbe (22 Stellen) und die Zeitarbeit (15).

In der Region Torgau ist die Arbeitslosigkeit im Juli geringfügig um 28 Personen bzw. 0,8 Prozent auf 3.392 Personen zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Arbeitslosigkeit ebenfalls nahezu unverändert (plus 26 Personen).

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 36 Personen bzw. 11,0 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli 40 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging im Juni geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent zurück (Vorjahr 12,5 Prozent).

 203 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 87 Personen begann im Juli eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Insgesamt 142 Frauen und Männer mussten sich nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. 77 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Der Schwerpunkt lag im Baubereich (27 Stellen) und im verarbeitenden Gewerbe (18).

Landkreis Mittelsachsen und Region Döbeln

Im Landkreis Mittelsachsen waren Ende Juli 15.065 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 157 Personen bzw. 1,0 Prozent weniger als im Juni. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark um 2.514 Personen bzw. 14,3 Prozent ab.

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli deutlich mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 149 Personen bzw. 12,5 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli fast 600 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging im Juli geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent (Vorjahr 10,1 Prozent) zurück.

Von den insgesamt 15.065 arbeitslos registrierten Personen wurden 4.117 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur und weitere 10.948 Personen von den Jobcentern betreut.

Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist im Juli zurückgegangen. 22.960 Menschen (minus 593) in insgesamt 17.040 Bedarfsgemeinschaften erhielten Ende des Monats die Grundsicherungsleistung. Innerhalb eines Jahres waren damit 3.164 Personen weniger auf Arbeitslosengeld II angewiesen.

In der Region Döbeln ist die Arbeitslosigkeit im Juli geringfügig um 13 Personen auf 4.518 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 525 Personen bzw. 10,4 Prozent ab.

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 30 Personen bzw. 8,5 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli 144 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote veränderte sich im Juli geringfügig von 12,4 auf 12,5 Prozent (Vorjahr 14,1 Prozent).

Von den insgesamt 4.518 arbeitslos registrierten Personen wurden 1.277 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur (plus 33 Personen zum Vormonat) und weitere 3.241 Personen (minus 20 Personen) vom kommunalen Jobcenter (vorher Amt für Arbeit und Beschäftigungsförderung) betreut.

 275 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 42 Personen begann im Juli eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Insgesamt 224Frauen und Männer mussten sich nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. Für weitere 63 Personen endete eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

 183 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem Arbeitgeberservice der Agentur zur Besetzung. Der Großteil entfiel auf die Zeitarbeit (90 Stellen), das Gesundheits- und Sozialwesen (18) sowie die Landwirtschaft (16).

Landkreis Leipzig und Region Muldental

Im Landkreis Leipzig ist die Arbeitslosigkeit im Juli um 135 Personen bzw. 0,9 Prozent auf 14.512 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 1.524 Personen bzw. 9,5 Prozent ab.

Die Arbeitslosenquote ging im Juli geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent (Vorjahr 11,3 Prozent) zu.

Von den insgesamt 14.512 arbeitslos registrierten Personen wurden 4.171 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur und weitere 10.341 Personen von den Jobcentern betreut.

Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist im Juli zurückgegangen. 20.944 Menschen (minus 634) in insgesamt 15.637 Bedarfsgemeinschaften erhielten Ende des Monats die Grundsicherungsleistung. Innerhalb eines Jahres waren 2.147 Personen weniger auf Arbeitslosengeld II angewiesen.

In der Muldentalregion ist die Arbeitslosigkeit im Juli geringfügig um 58 Personen auf 6.801Personen gestiegen. Anders fiel der Vergleich zum Vorjahr aus. Gegenüber Juli 2010 ging die Arbeitslosigkeit um 699 Personen bzw. 9,3 Prozent zurück.

Von den insgesamt 6.801 arbeitslos gemeldeten Personen wurden 2.247 Frauen und Männer (minus 15,3 Prozent zum Vorjahresmonat) von der Arbeitsagentur und weitere 4.554 Personen (minus 6,1 Prozent) vom kommunalen Jobcenter (vorher Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung) betreut.

Bedingt durch das Ende von Schul- und Berufsausbildungen waren im Juli mehr Arbeitslosmeldungen Jugendlicher zu verzeichnen als in den übrigen Monaten des Jahres. So stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 71 Personen bzw. 10,3 Prozent zum Vormonat an. Dennoch waren im Juli 242 Jugendliche weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote stieg geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent. Ein Jahr zuvor betrug die Arbeitslosenquote noch 11,1 Prozent.

 395 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Für weitere 68 Personen begann im Juli eine Tätigkeit im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Insgesamt 372 Frauen und Männer mussten sich im Juli nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. Für weitere 82 Personen endete eine Beschäftigung im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

 208 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Juli dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit zur Besetzung. Der Großteil entfiel auf die Zeitarbeit (46 Stellen), das Baugewerbe (41) und das verarbeitende Gewerbe (31).

(Quelle: Arbeitsagentur Oschatz, 28.07.2011)

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