Faszination flüssiges Metall: Ausbildung in der Gießerei
„Herzlich willkommen zu dieser einzigartigen Informationsveranstaltung von Gießereiunternehmen sind nicht nur Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Ausbildung in der Gießerei interessieren, sondern auch arbeitslose Menschen, die eine neue Arbeit in solch einem Unternehmen suchen. So wird es ab Februar 2012 auch eine Fortbildung zur Fachkraft Gießerei geben. Wir freuen uns auf alle, die sich vom flüssigen Metall faszinieren lassen“, so der Sprecher der Agentur für Arbeit Leipzig Hermann Leistner.
Wer?
Schülerinnen und Schüler und Arbeitslose
Wann?
am Donnerstag, 15. Dezember 2011 von 11 Uhr bis 15 Uhr
Wo?
im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Leipzig, Georg-Schumann-Straße 150, Raum 1
Was?
alle Informationen rund um die Ausbildung und die Arbeit in Gießereien
Sechs Gießereien aus Leipzig und dem nahen Umland stellen interessante und zukunftssichere Ausbildungsberufe, Qualifikationen und Beschäftigungsperspektiven vor. Mit dabei sind die Esterer Gießerei Wurzen GmbH, die Georg Fischer GmbH, die HAL Aluminiumguss Leipzig GmbH, die NEUE HALBERG-GUSS GmbH Leipzig, die Keßler & Co GmbH Leipzig und das SHB Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf GmbH.
Es gibt Informationen zu acht gewerblich-technischen Ausbildungsberufen und Qualifizierungsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung findet in zwei Blöcken statt. Der erste Block beginnt 11 Uhr und der zweiter Block 13 Uhr. Besonders richten sich die Unternehmen an Schülerinnen und Schüler aus Mittelschulen und an welche, die aus dem Berufsgrundbildungsjahr oder auch dem Berufsvorbereitungsjahr kommen. Daneben sind alle willkommen, die eine neue berufliche Perspektive suchen.
Die Unternehmen im Gießereinetzwerk Leipzig tragen unter der Projektleitung von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. dafür Sorge, dass mit gut ausgebildeten und versierten Fachkräften innovative Technologien zur Herstellung hochpräziser Gussteile für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau umgesetzt werden.
„Ich empfehle allen, gleich Bewerbungsunterlagen mitzubringen und diese möglichst in mehreren Ausführungen“, so Leistner. Der Besuch der Informationsveranstaltung ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.
Ein Beispiel für einen Ausbildungsberuf in der Gießerei:
Gießereimechaniker w/m, Fachrichtung: Maschinenformguss
Spezialisten für Form und Technik
Gießereimechaniker sind die Qualitätsgaranten während der Produktion. Zu ihrem Aufgabengebiet zählt die Herstellung von Gussteilen für die Einzel- bis Serienfertigung. Sie verantworten den ganzen Produktionsablauf und sichern so die Qualität während des gesamten Prozesses.
Heiße Herausforderungen
Gießereimechaniker zeichnet Genauigkeit und Sorgfalt aus. Sie stellen mit verschiedenen Form- und Gießverfahren Gussteile her und steuern die Schmelzöfen zum Erschmelzen der flüssigen Metalle. Die Ausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre.
Das Gleichgewicht aus Theorie und Praxis, Berufsschule und Betrieb sorgt während der gesamten Ausbildung für Vielseitigkeit und stellt immer wieder vor neue Herausforderungen.
Und das sollten Interessierte mitbringen
Dieser Beruf erfordert handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, eine schnelle Auffassungsgabe, gute Konzentrationsfähigkeit, eine selbstständige und sorgfältige Arbeitsweise sowie jede Menge Teamgeist. Hitze am Arbeitsplatz ist für Sie kein Problem.
„Für uns ist es sehr wichtig, die Gießereien der Region bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. Deshalb gehen die Berufsberaterin und die Ausbildungsstellenvermittlerin für diese Berufsgruppen auch immer wieder mit Schülern direkt zu den Unternehmen. So beispielsweise am 18. Mai dieses Jahres zu Halberg Guss“, so Leistner.
Das ist ja krass – war der erstaunte Ausruf eines Schülers
Die Hitze, der Geruch, die Geräusche und dann diese fremde Umgebung – eine so ganz andere Atmosphäre als im gewohnten Klassenzimmer. In blauen übergroßen Kitteln, auf dem Kopf weiße Helme und auf der Nase eine schützende Brille waren 6 Schüler auf Werksbesichtigung in der Leipziger Halberg Gießerei. Die Jungs waren schnell beeindruckt von der schweren Arbeit und dem rotglühenden Eisen. Das harte Metall, das erste Mal flüssig zu sehen, diese Bilder vergisst sicher keiner so schnell. „Das ist ja krass“, brach es aus einem angesichts des Funkenregens beim Abgießen heraus.
(Quelle: Arbeitsamt Leipzig, 06.12.2011)


