Ausbildung legt das Fundament für betriebliche Zukunft
„Betriebe, die auf Ausbildung setzen, legen ein tragfähiges Fundament für ihre Zukunft.“ Davon ist nicht nur Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, überzeugt. Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig es angesichts steigenden Fachkräftebedarfs ist, sich eigenen Nachwuchs heranzuziehen. Die Westerwälder Firma, bei der Heidrun Schulz jetzt zu Gast war, geht in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran: HUF HAUS, weltweiter Marktführer für moderne Fachwerkarchitektur, bildet junge Menschen in vielen verschiedenen Berufen aus und schafft sich qualifiziertes Personal für morgen.
Die Unternehmensgruppe hat mehr als 500 Mitarbeiter, darunter 51 Azubis, und produziert jährlich etwa 120 Gebäude, von denen 40 Prozent in den weltweiten Export gehen - unter anderem nach China. 2010 wurde ein Umsatz von 80 Millionen Euro erzielt. 1912 gegründet, wird Huf Haus in dritter Generation von Georg Huf geführt. Am Stammsitz in Hartenfels arbeiten etwa 300 Beschäftigte.
Auch 2011 haben wieder 18 Jugendliche ihre Lehre bei HUF HAUS begonnen. Die Berufseinsteiger machen ihre Ausbildung in den verschiedensten Bereichen: So werden sie unter anderem als Industriekaufmann/frau, Bauzeichner/in, Tischler/in und Zimmerer/in ausgebildet.
„Als Familienunternehmen mit hundertjähriger Handwerkstradition sehen wir eine besondere Verpflichtung in der Ausbildung junger Menschen und kommen dieser Aufgabe mit Freude nach. Vor allem das Projekt "Gesunde Ausbildung" in Kooperation mit der AOK stößt auf Begeisterung“, sagt Georg Huf, geschäftsführender Gesellschafter HUF HAUS.
„In Zeiten, in denen der demografische Wandel sich immer stärker bemerkbar macht, verfolgen Sie die richtige Strategie“, betonte Heidrun Schulz. „Betriebe, die ihre Existenz sichern und ihren Erfolg fortschreiben wollen, kommen nicht umhin, langfristige Lösungsstrategien zu entwickeln, um den Problemen der Nachwuchsrekrutierung gegenzusteuern.“
Denn es wird künftig nicht einfacher, geeignete Auszubildende zu finden. Während die Gesellschaft zunehmend älter wird und immer mehr Beschäftigte in den Ruhestand gehen, schmelzen die Schulabgängerzahlen – und damit das Potenzial, aus dem die Unternehmen schöpfen können. Elmar Wagner, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Montabaur, der Heidrun Schulz in Hartenfels begleitete: „Die gerade veröffentlichte Ausbildungsbilanz 2010/2011 zeigt, dass die Schere sich zur anderen Seite geöffnet hat: Das Angebot an Lehrstellen ist inzwischen größer als die Nachfrage.“ Hier sieht sich die Arbeitsagentur gefordert – angefangen von einer intensiven Berufswahlberatung, um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden über passgenaue Vermittlungsvorschläge des Arbeitgeberservice an die Unternehmen bis hin zur Förderung „schwächerer Kandidaten“ durch ausbildungsbegleitende Hilfen.
HUF HAUS schätzt und nutzt das Angebot des Arbeitgeberservice. Und so konnten sich Heidrun Schulz und Elmar Wagner beim Betriebsbesuch nicht nur für einen gewinnbringenden Erfahrungsaustausch und interessante Einblicke in das Unternehmen bedanken, sondern auch für eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
(Quelle: Agentur für Arbeit Montabaur, 22.11.2011)


