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Auch im November deutlicher Abbau der Arbeitslosigkeit

Die Dynamik in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin so stark, dass auch im November ein spürbarer Abbau der Arbeitslosigkeit möglich war. Die Zahl der Arbeitslosen konnte im Kreis Paderborn um 222 oder 2,3 Prozent auf 9.623 reduziert werden, auch wenn jahreszeitliche und konjunkturelle Belebungstendenzen in diesen Tagen und Wochen an Schwung verlieren. Auffallend positiv war dabei der wiederum sehr kräftige Rückgang bei den Jugendlichen. Ältere Arbeitnehmer profitierten zuletzt nur noch in geringem Maße.

Am deutlichsten ging die Erwerbslosigkeit im November bei den Waren- und Dienstleistungskaufleuten (minus 79 Arbeitslose), bei den Metall- und Elektroberufen (minus 51), den Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe (minus 24) sowie den Sozial- und Erziehungsberufe (minus 24) zurück. In den typischen Saisonberufen war nur ein ganz geringer Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird jetzt im Kreis Paderborn um 1.070 oder 10,0 Prozent unterschritten.

Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im November von 6,3 auf 6,1 Prozent. Im November 2010 waren es 6,9 Prozent.

„Während nahezu alle Wirtschaftsforscher und Bankenvolkswirte die Wachstumsprognosen nach unten revidieren, sprechen die aktuellen Daten der Arbeitslosenstatistik weiterhin für einen soliden und aufnahmefähigen Arbeitsmarkt“, so Agenturchef Rüdiger Matisz zu den neuen Arbeitsmarktdaten. „Berücksichtigt man, dass im November des Vorjahres kein Abbau der Arbeitslosigkeit möglich war (die Zahl stieg um eins), so ist die aktuelle Entwicklung besonders positiv zu bewerten. Erneut“, so der Agenturchef, „ist es der erfreulich starke Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit, der für die weitere Arbeitsmarktentlastung verantwortlich zeichnet. Allein 60 Prozent des aktuellen Rückgangs sind bei den Jugendlichen unter 25 Jahren auszumachen. Der aktuelle Fachkräftebedarf und die demografische Entwicklung wirken sich dabei gleichermaßen positiv auf die Jugendarbeitslosigkeit aus. Die Arbeitslosenquote beträgt hier zurzeit nur noch bei 4,7 Prozent. Ein weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte allein aus saisonalen Gründen in den kommenden Wochen allerdings nicht mehr möglich sein“, so Matisz mit Blick auf die anstehenden winterlichen Belastungen.

Im November meldeten sich 2.282 Personen neu oder wieder arbeitslos; 223 oder 10,8 Prozent mehr als im Oktober, aber 62 weniger (minus 2,6 %) als im November des Vorjahres. 2.501 Männer und Frauen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden; 163 oder 7,0 Prozent mehr als im Oktober und 159 oder 6,8 Prozent mehr als im November 2010.

Die Zahl der SGB III – Arbeitslosen (Versicherungsbereich) ging im November um 109 oder 4,3 Prozent auf 2.455 zurück. Die Vorjahreszahl wird hier um 343 oder 12,3 Prozent unterschritten.

Bei den SBG II – Arbeitslosen (potenzielle Arbeitslosengeld II – Empfänger) konnte die Arbeitslosigkeit im November um 113 oder 1,6 Prozent auf 7.168 abgebaut werden. Die Vorjahreszahl wird im Kreis Paderborn um 727 oder 9,2 Prozent unterschritten. Aktuell entfallen 74,5 Prozent der Arbeitslosen auf den Bereich der Grundsicherung (Vorjahr 73,8 %).

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) reduzierte sich im Berichtsmonat um 133 auf 908; die Vorjahreszahl wird um 154 oder 14,5 Prozent unterschritten. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen beträgt aktuell 4,7 Prozent (Vorjahr 5,4 %).

Bei den Älteren (über 50 Jahre) konnte die Arbeitslosigkeit lediglich um 4 oder 0,1 Prozent auf 2.985 abgebaut werden. Gegenüber November 2010 ergibt sich in dieser Altersgruppe ein Minus von 27 oder 0,9 Prozent.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte im November um 55 oder 1,4 Prozent auf 3.975 abgebaut werden. Die Zahl liegt zurzeit auf Vorjahresniveau (3.976).

Die Kräftenachfrage (718 Stellen wurden neu gemeldet) blieb deutlich hinter dem Oktoberwert zurück (minus 268), der Vorjahrswert wurde um 72 unterschritten (minus 9,1 %). Der Bestand an unbesetzten offenen Stellen lag am Monatsende mit 2.077 um 304 oder 17,1 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die Schwerpunkte des Kräftebedarfs lagen zuletzt bei den Fertigungsberufen (1.078 unbesetzte Stellen – hier überwiegend in den Metall- u. Elektroberufen = 520 und den Bau- und baunahen Berufen = 145), bei den Waren- und Dienstleistungskaufleuten (157), den Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen (95), den Technischen Berufen (92), den Sozial- und Erziehungsberufen (79) und den Gesundheitsdienstberufen (47).

(Quelle: Agentur für Arbeit Paderborn, 30.11.2011)

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