Ab 1. Dezember Schlechtwetterzeit mit Saison-Kurzarbeitergeld überbrücken
In der Wirtschaftskrise ist das Kurzarbeitergeld (KuG) zu einem der wichtigsten arbeitsmarktpolitischen Instrumente geworden. Während das so genannte „Konjunktur-KuG“ in vielen Fällen die Arbeitsplätze während der Rezession gesichert hat, ist jetzt wieder die Jahreszeit für das „Saison-Kurzarbeitergeld“ angebrochen.
Agenturchef Rüdiger Matisz: „Das Saison-Kurzarbeitergeld soll verhindern, dass Betriebe des Baugewerbes während der Schlechtwetterperiode ihre Mitarbeiter aus Witterungsgründen freistellen müssen.“
In der Zeit vom 1. Dezember bis 31. März können Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks und des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus Kurzarbeitergeld beantragen und ihren Mitarbeitern in dieser „Schlechtwetterzeit“ den Arbeitsplatz erhalten. Für Betriebe des Gerüstbaugewerbes hat die Schlechtwetterzeit bereits am 1. November begonnen.
„Das Saison-Kurzarbeitergeld gleicht den Ausfall von Arbeitsentgelt aus, sofern aus Witterungsgründen nicht gearbeitet werden kann und keine Arbeitszeitguthaben vorhanden sind. Neben dem Saison-Kurzarbeitergeld können weitere ergänzende Leistungen wie Zuschuss Wintergeld oder Mehraufwands-Wintergeld gezahlt werden“, weiß der verantwortliche Teamleiter bei der Paderborner Arbeitsagentur, Peter Jancker, und rät den Betrieben sich rechtzeitig zu informieren.
Unternehmen der betroffenen Branchen, die diese Instrumente noch nicht kennen, können sich unter: www.arbeitsagentur.de > Unternehmen > Finanzielle Hilfen > Kurzarbeitergeld schlau machen.
Die Agentur berät aber auch telefonisch und gibt Auskünfte unter den Arbeitgeber-Hotline: 01801/66 44 66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.
In der vergangenen Schlechtwetterperiode (1. Dez. 10 bis 31.März 11) haben monatsdurchschnittlich 150 Betriebe mit rd. 1.000 betroffenen Arbeitnehmern Saison-KuG in Anspruch genommen und damit zahlreichen Arbeitnehmern Arbeitslosigkeit erspart. Der Spitzenwert wurde im Dezember 2010 mit 1.435 Arbeitnehmern in 176 Betrieben registriert.
(Quelle: Arbeitsagentur Paderborn, 29.11.2011)


