Ausbildungsmarktjahr 2010/2011 – mehr Jugendliche fanden den Weg in eine Ausbildung
Am heutigen Montag wurde bundesweit Bilanz hinsichtlich der Entwicklung des Ausbildungsstellenmarktes gezogen. Gegenüber dem Ausbildungsjahr 2009/ 2010 zeigt sich, dass im Märkischen Kreis mehr Jugendliche den Weg in eine betriebliche Ausbildung gefunden haben.
123 unbesetzte Ausbildungsstellen, 26 unversorgte Ausbildungsstellensuchende – so lässt sich das Ergebnis des zum 30. September 2011 abgelaufenen Ausbildungsjahres für den Märkischen Kreis kurz und bündig zusammenfassen.
„Die Zahl der Ausbildungsbewerber hat sich im Beratungsjahr 2010/11 um 222 Bewerber verringert. Die Zahl der Ausbildungsstellen hingegen um 550 gesteigert“, so Michael Stechele, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Iserlohn.
Im abgelaufenen Beratungsjahr 2010/11 meldeten sich 3.437 Jugendliche in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Iserlohn, die bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt werden wollten; 6,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dieser Rückgang bei den Bewerberzahlen ist noch nicht auf sinkende Schulentlasszahlen zurückzuführen.
Da in den vergangenen zwei Jahren die Schulabgänger besser versorgt werden konnten, ist in diesem Jahr die Zahl der sogenannten Altbeweber rückläufig. Für 1.444 Jugendliche führte der Weg dabei in eine ungeförderte Ausbildung, 35 mehr als in 2010. „Die heimischen Arbeitgeber sind sich der Bedeutung von Ausbildung bewusst und haben mehr denn je Ausbildungsstellen im gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit Iserlohn und Jobcenter Märkischer Kreis gemeldet“, so Stechele.
Die Zahl der Ausbildungsstellen, die der Agentur für Arbeit Iserlohn im Beratungsjahr gemeldet wurden, stieg daher um ein Fünftel auf insgesamt 3.182 Stellen. Zum Stichtag 30.09. waren davon noch 123 Stellen unbesetzt, 89 mehr als im September 2010. Für viele Betriebe wird es im kommenden Jahr noch schwieriger Bewerber zu finden, die auf den ersten Blick den Anforderungen genügen. „Deshalb gilt es noch intensiver als in den vergangenen Jahren alle Potentiale zu nutzen“, folgert Stechele weiter.
26 der in der Berufsberatung gemeldeten 3.437 Jugendlichen haben bisher noch keine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. Das sind 12 Jugendliche weniger als im letzten Jahr.
Für all diejenigen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, gibt es weiterhin Perspektiven. Von den Nachvermittlungsaktivitäten der Ausbildungspaktpartner über ein betriebliches Langzeitpraktikum bis zu außerbetrieblichen Ausbildungen ist noch einiges möglich. „Die Berufsberatung nutzen und nicht die Köpfe in den Sand stecken, ist weiterhin für die unversorgten Jugendlichen unabdingbar“, betont Stechele. „Zusammen mit unseren Partnern am Ausbildungsmarkt lassen wir niemanden hängen und werden uns in den kommenden Wochen für die noch unversorgten Jugendlichen weiterhin stark machen!“
(Quelle: Arbeitsamt Iserlohn, 07.11.2011)


