Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember 2011/im Jahr 2011

16.604 Frauen und Männer sind im Dezember ohne Arbeit. Die Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresende saisonbedingt leicht an: Es gibt 190 Arbeitslose mehr als im November. Die Arbeitslosenquote bleibt im Dezember konstant bei 5,7 Prozent. Der Arbeitsmarkt 2011 ist unbeeindruckt von wirtschaftlichen Schwankungen, so gibt es 14 Prozent weniger Arbeitslose im Jahresdurchschnitt 2011. Man kann von einer hohen Nachfrage nach Arbeitskräften in 2011 sprechen: Es gibt 4 Prozent mehr Stellenmeldungen. Das Motto 2012 lautet: Fachkräfte sichern und Perspektiven für die Zukunft erarbeiten.

DER ARBEITSMARKT IM AGENTURBEZIRK HERFORD

Im Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Herford 16.604 Personen ohne Arbeit. Damit wird die Arbeitslosenzahl des Vorjahresmonates um 11,3 Prozent unterschritten (minus 2.125).

„Der Dezember stoppt den Rückgang der Arbeitslosigkeit. Typisch für die kalte Jahreszeit verzeichnen wir zum Jahresende einen leichten Anstieg im Herforder Agenturbezirk. Der Zuwachs der Arbeitslosigkeit konzentriert sich allerdings auf Arbeitslosmeldungen im Bereich der Arbeitslosenversicherung“, kommentierte Frauke Schwietert, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Herford, die aktuelle Entwicklung. „Kommt nun zu Beginn des Jahres eisiges Winterwetter auf uns zu, gehen wir von einer weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit aus.“ Doch dies ausschließlich aus saisonalen Gründen, betont die Agenturchefin, denn die heimische Wirtschaft zeige sich nach wie vor unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Turbulenzen auf den EU-Märkten.“

Arbeitslosenquote/Arbeitslosenzahlen

Im Vergleich zum Vormonat blieb die Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk konstant auf 5,7 Prozent. Im Vorjahr meldete die Herforder Arbeitsagentur eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent. Aktuell sind 16.604 Personen im Wittekind- und Mühlenkreis ohne Arbeit, das sind 190 Personen oder 1,2 Prozent mehr als im November.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit getrennt nach Rechtskreisen

SGB III

Bei der Agentur für Arbeit Herford (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III – SGB III) nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 201 oder 3,9 Prozent auf 5.374 zu. Die Arbeitslosenquote liegt bei 1,9 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent).

SGB II

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer im Jobcenter Herford und im Optionskreis Minden-Lübbecke (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II – SGB II) sank gegenüber dem November um 11 oder 0,1 Prozent auf 11.230 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,9 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent).

Besondere Personengruppen

Ältere über 50:

Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen nahm gegenüber dem Vormonat um 55 auf 5.201 (plus 1,1 Prozent) zu. Der Vorjahreswert wird um 850 unterschritten (minus 14,0 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 31,3 Prozent. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent (Vorjahr 7,8 Prozent).

Jüngere unter 25:

 1.616 junge Menschen unter 25 Jahre waren im Dezember im Herforder Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat eine Zunahme um 47 oder 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 73 oder 4,7 Prozent mehr Jugendliche ohne Arbeit. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt derzeit 9,7 Prozent. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt zurzeit bei 5,0 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,8 Prozent.

Frauen:

In diesem Monat sind 2 Frauen mehr arbeitslos gemeldet als im November, derzeit 7.986. Im Vorjahresmonat waren es noch 8.387. Aktuell sind es damit 752 oder 8,6 Prozent weniger. Der Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 48,1 Prozent. Der Anteil arbeitsloser Männer liegt somit bei 51,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote der Frauen beträgt 5,9 Prozent und sank damit innerhalb eines Jahres um 0,6 Prozentpunkte. Bei den Männern sind es im Dezember 5,6 Prozent (Vorjahr 6,5 Prozent).

Zugang und Bestand an offenen Stellen – Arbeitgeber-Service

Im Dezember ging - typisch für diese Jahreszeit - die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder leicht zurück. Im Bezirk der Herforder Arbeitsagentur wurden zum Jahresende 1.394 neue Arbeitsangebote gemeldet, 15,7 Prozent weniger als im November und lediglich 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Am Monatsende waren noch 2.713 Stellen zur Besetzung offen. Insgesamt bieten 81,0 Prozent aller Unternehmen, die die Arbeitsagentur um Unterstützung bei der Stellenvermittlung bitten, eine unbefristete Arbeitsstelle an.

Der Anteil neu gemeldeter Arbeitsangebote aus der Zeitarbeitsbranche beträgt aktuell 42,2 Prozent.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Um die notwendige Transparenz auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten, legt die Bundesagentur für Arbeit die Auswertung der Unterbeschäftigung vor, um eine von statistischen Effekten unbeeinträchtigte Beobachtung des Arbeitsmarktes zu ermöglichen. Insbesondere werden Angaben zur Unterbeschäftigung in verschiedenen Abgrenzungen in die Arbeitsmarktberichterstattung aufgenommen, die die Entlastung der Arbeitslosigkeit durch den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente berücksichtigen. Neben der Zahl der statistisch als arbeitslos zu zählenden Menschen werden Angaben zur Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) für den Herforder Agenturbezirk gemacht, die die Entlastung der Arbeitslosigkeit durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen deutlich machen.

Das Gesamtvolumen der Menschen, die in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke auf Arbeitssuche sind, wird durch die so genannte Unterbeschäftigung abgebildet. Im Herforder Agenturbezirk addieren sich im Dezember zu den 16.604 Arbeitslosen zunächst 1.685 Personen dazu. Sie nehmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil. Weitere 2.963 Männer und Frauen absolvieren beispielsweise eine berufliche Weiterbildung oder Arbeitsgelegenheit. Zählt man diejenigen dazu, die aufgrund einer Existenzgründung eine Förderung erhalten oder sich für Altersteilzeit entschieden haben, sind insgesamt 21.252 Personen im Agenturbezirk Herford unterbeschäftigt.

Weitere Detailinformationen enthält der beigefügte Arbeitsmarktreport Dezember 2011.

DER ARBEITSMARKT IM KREIS HERFORD

Im Kreis Herford nimmt die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent zu (Vorjahr: 6,3 Prozent). Damit waren 136 oder 1,8 Prozent mehr Männer und Frauen arbeitslos gemeldet als noch vor einem Monat. Insgesamt waren es im Dezember 7.592. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 633 Personen oder 7,7 Prozent zurück.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit getrennt nach Rechtskreisen

SGB III

Im Wittekindskreis stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 83 Personen oder 3,6 Prozent auf 2.295.

SGB II

Im Jobcenter im Kreis Herford nimmt die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Das Jobcenter verzeichnete einen Anstieg um 53 Personen oder 1,0 Prozent auf 5.297 Männer und Frauen.

Besondere Personengruppen

Ältere über 50:

Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen nahm gegenüber dem Vormonat um 9 auf 2.349 (plus 0,4 Prozent) zu. Der Vorjahreswert wird um 238 unterschritten (minus 9,2 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 30,9 Prozent.

Jüngere unter 25:

Im Dezember waren 772 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet (Zunahme um 19 oder 2,5 Prozent). Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt allerdings unter Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Dezember 2010 waren 53 oder 6,4 Prozent weniger Jugendliche ohne Arbeit. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt derzeit 10,2 Prozent.

Frauen:

Diesen Monat waren 3.590 Frauen arbeitslos gemeldet, das sind 16 oder 0,4 Prozent weniger als im November. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 180 oder 4,8 Prozent weniger. Der Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit im Wittekindskreis beträgt 47,3 Prozent. Der Anteil arbeitsloser Männer liegt somit bei 52,7 Prozent.

DER ARBEITSMARKT IM KREIS MINDEN-LÜBBECKE

Im Kreis Minden-Lübbecke blieb die Arbeitslosenquote bei 5,6 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen stieg im Dezember gegenüber dem Vormonat um 54 oder 0,6 Prozent auf 9.012. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 1.494 Personen oder 14,2 Prozent zurück.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit getrennt nach Rechtskreisen

SGB III

Im Mühlenkreis verzeichnete die Arbeitsagentur eine Zunahme der Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist um 118 Männer und Frauen oder 3,8 Prozent auf 3.079.

SGB II

Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung sank um 64 Personen oder 1,1 Prozent auf 5.933.

Besondere Personengruppen

Ältere über 50:

Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen nahm gegenüber dem Vormonat um 46 oder 1,6 Prozent auf 2.852 Personen zu. Der Vorjahreswert wird um 612 unterschritten (minus 17,7 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 31,6 Prozent.

Jüngere unter 25:

Im Dezember waren 844 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet (Zunahme um 28 oder 3,3 Prozent). Im Vergleich zum Dezember 2010 waren 126 oder 17,5 Prozent mehr Jugendliche ohne Arbeit. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 9,4 Prozent.

Frauen:

Diesen Monat waren 4.396 Frauen arbeitslos gemeldet, das sind 18 oder 0,4 Prozent mehr als im November. Im Vorjahresmonat waren es 572 oder 11,5 Prozent weniger. Der Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit im Mühlenkreis beträgt 48,8 Prozent. Der Anteil arbeitsloser Männer liegt somit bei 51,2 Prozent.

DER ARBEITSMARKT IN OSTWESTFALEN-LIPPE

Bei den Arbeitsagenturen in Ostwestfalen-Lippe waren im Dezember 2011 insgesamt 65.292 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.303 oder 2,0 Prozent mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit in Ostwestfalen-Lippe um 6.724 oder 9,3 Prozent ab.

Die Arbeitslosenquote in OWL stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent an. Im Dezember 2010 waren es noch 6,9 Prozent.

In allen vier OWL-Arbeitsagenturen nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zu. Den stärksten Anstieg weist Detmold mit 3,5 Prozent auf, gefolgt von Bielefeld mit 2,5 Prozent, Herford mit 1,2 und Paderborn mit 1,0 Prozent.

Auch gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Arbeitslosigkeit in allen vier OWL-Arbeitsagenturen zurück. Herford verzeichnete einen Rückgang um 11,3 Prozent, Paderborn um 9,4 Prozent. In Detmold sank die Arbeitslosigkeit um 8,7 Prozent, in Bielefeld um 8,1 Prozent innerhalb eines Jahres.

Die günstigste Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen weist im Dezember der Herforder Agenturbezirk mit 5,7 Prozent auf. Es folgen Paderborn mit 5,9 Prozent, Bielefeld mit 6,5 Prozent und Detmold mit 7,1 Prozent.

Den Arbeitsagenturen in Ostwestfalen-Lippe wurden im Dezember insgesamt 4.389 Stellen neu gemeldet (Vorjahr 4.599). Bei insgesamt 10.005 offenen Stellen laufen die Vermittlungstätigkeiten der Arbeitsagentur bereits (Vorjahr 9.147). Diese Stellen gelten derzeit als unbesetzt.

JAHRESBILANZ 2011

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl sank im Bezirk der Agentur für Arbeit Herford von 20.726 im Jahr 2010 auf 17.852 in 2011. Das ist ein Rückgang binnen Jahresfrist um 2.874 oder 13,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging im Jahresdurchschnitt entsprechend um einen ganzen Prozentpunkt von 7,2 auf 6,2 Prozent im Jahr 2011 zurück.

Im Rechtkreis der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) nahm die Arbeitslosigkeit binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1.701 oder 22,0 Prozent auf 6.023 ab. Die Arbeitslosenquote sinkt von 2,7 auf 2,1 Prozent. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) sank gegenüber dem Vorjahr um 1.173 oder 9,0 Prozent auf 11.829 Personen. Die Arbeitslosenquote sinkt im Jahresschnitt von 4,5 auf 4,1 Prozent.

Bei den jungen Arbeitnehmern unter 25 Jahren verzeichnete der Agenturbezirk eine Abnahme binnen Jahresfrist um 291 oder 14,7 Prozent auf 1.689. Bei den Älteren über 50 Jahre waren es 559 oder 9,1 Prozent weniger Arbeitslosmeldungen. Im Jahresschnitt insgesamt 5.563.

Betriebe und Verwaltungen meldeten aufgrund der besseren wirtschaftlichen Lage im Jahresverlauf 18.475 Stellen, 648 oder 3,6 Prozent mehr als 2010. Im Bestand befanden sich im Jahresdurchschnitt 2.649 Arbeitsstellen und damit 610 und rund 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Aus dem Wirtschaftszweig der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen kamen mit 8.994 (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr) die meisten Stellenneumeldungen. Hier ist der Bereich der Zeitarbeit mit 8.115 (minus 3,1 Prozent) Stellenmeldungen enthalten. Das verarbeitende Gewerbe meldete insgesamt 2.025 (plus 15,8 Prozent) neue Arbeitsstellen. Im Handel wurden 1.738 Stellen (plus 14,7 Prozent) und im Gesundheits- und Sozialwesen ebenfalls 1.570 Stellen (plus 17,4 Prozent) zur Vermittlung angeboten.

Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in der Anzahl der unterbeschäftigten Männer und Frauen. Im Jahresdurchschnitt 2011 lag die Unterbeschäftigung im Agenturbezirk bei 22.441 Personen und damit 4.854 oder 21,6 Prozent weniger als 2010.

„Der Arbeitsmarkt hat sich in 2011 weiter verbessert. Unter 18.000 Arbeitslose im Jahresdurchschnitt und damit 14 Prozent weniger als im Vorjahr, ist ein gutes Ergebnis für die Region“, bilanzierte Agenturleiterin Schwietert. „Zu Beginn des Jahres 2011 setzte sich die konjunkturelle Erholung aus 2010 mit zunehmender Dynamik fort. Die Wachstumsprognosen für den weiteren Jahresverlauf wurden stetig nach oben korrigiert. Fachkräftebedarf, demografischer Wandel und dadurch spürbar fehlender Nachwuchs in einigen Berufszweigen, beherrschten zunächst die Schlagzeilen. Mit der Eurokrise in der zweiten Jahreshälfte änderten sich die Prognosen.

Bis heute werden negative Entwicklungen befürchtet, von denen sich die heimische Wirtschaft und der Arbeitsmarkt bisher jedoch nicht beeinflussen lassen.“ Ein weiterer Beleg für die noch gute Wirtschaftslage im Agenturbezirk sei die, über das gesamte Jahr hinweg, hohe Nachfrage nach Arbeitskräften: „Im Jahresschnitt meldeten die Unternehmen 18.500 Arbeitsstellen zur Vermittlung und damit rund vier Prozent mehr als 2010.“ Dass gleichzeitig die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk eine Steigerung um zwei Prozent signalisiert, sei ebenfalls eine erfreuliche Jahresbilanz.

JAHRESRÜCKBLICK 2011 - KREIS HERFORD

Im Kreis Herford nahm die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl um 1.178 oder 12,8 Prozent auf 8.021 Personen ab. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,9 Prozentpunkte von 7,1 auf 6,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2011. Bei den jungen Arbeitnehmern unter 25 Jahren verzeichnete der Agenturbezirk eine Abnahme binnen Jahresfrist um 113 oder 11,6 Prozent auf 864. Bei den Älteren über 50 Jahre waren es 171 oder 6,5 Prozent weniger Arbeitslosmeldungen. Im Jahresschnitt insgesamt 2.475.

JAHRESRÜCKBLICK 2011 - KREIS MINDEN-LÜBBECKE

Im Kreis Minden-Lübbecke nahm die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl um 1.696 oder 14,7 Prozent auf 9.830 Männer und Frauen ab. Die Arbeitslosenquote ging um 1,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2011 zurück. Bei den jungen Arbeitnehmern unter 25 Jahren verzeichnete der Agenturbezirk eine Abnahme binnen Jahresfrist um 178 oder 17,7 Prozent auf 825. Bei den Älteren über 50 Jahre waren es 388 oder 11,2 Prozent weniger Arbeitslosmeldungen. Im Jahresschnitt insgesamt 3.088.

AUSBLICK 2012

In 2012 rechnet Agenturleiterin Frauke Schwietert erst einmal nicht mit einem vergleichbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit wie 2011. „Eine Einschätzung für 2012 fällt angesichts der anhaltenden Unsicherheit auf den EU-Finanzmärkten schwer“, erklärt Schwietert.

Was man allerdings genau berechnen könne, sei die demografische Entwicklung in den Kreisen und in jedem einzelnen Unternehmen der Ersatzbedarf an Arbeitskräften. „Dieser Herausforderung müssen sich alle Akteure am Arbeits- und Ausbildungsmarkt, ganz unabhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen, stellen. Und das nicht nur im Jahr 2012. „Hier Lösungen zu finden ist die Herausforderung für die nächsten Jahre. Ohne zusätzliche Anstrengungen sinkt das Erwerbspotenzial in NRW bis 2025 um 1,3 Millionen.

Darunter fallen vor allem ausgebildete Fachkräfte der Babyboomer-Jahre“, erklärt die Agenturchefin und bietet die Unterstützung der Herforder Arbeitsagentur an, um die bisher noch ungenutzten Potenziale auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen: „Menschen mit Behinderung oder einem Migrationshintergrund, alleinerziehende Frauen, Ältere oder Langzeitarbeitslose könnten schon heute dort eingesetzt werden, wo Engpässe spürbar sind.

Die Zeit des Umdenken hat begonnen. Themen, wie eine familienfreundliche Personalpolitik, Ausbildungschancen für Jugendliche, die nicht Top-Bewerber sind oder die Qualifizierung von bereits Beschäftigten müssen wir mehr Bedeutung einräumen. Das sind die Ziele für die kommenden Jahre, bei denen die Arbeitsagentur mit Informationen über Möglichkeiten und Aktivitäten zur Fachkräftesicherung und als kompetenter Dienstleister jederzeit zur Verfügung steht“, verspricht Schwietert.

(Quelle: Arbeitsamt Herford, 03.01.2011)

T5 Jobmessen