Aktion Junge Fachkräfte erfolgreich bis zum Schluss: Von 222 nur noch 63 arbeitsuchend gemeldet
Nach einer sechswöchigen Laufzeit ist die Aktion Junge Fachkräfte am vergangenen Freitag zu Ende gegangen. Der verantwortliche Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Hamm, Franz Prinz, zog heute eine positive Bilanz: „Von ursprünglich 222 sind zuletzt nur noch 63 Teilnehmer übrig geblieben. Ich bin mir sicher, dass wir auch für sie eine Perspektive finden werden.“
Prinz bedankte sich bei den Arbeitgebern, Teilnehmern und den an der Aktion beteiligten Tageszeitungen: „Durch die regelmäßige Vorstellung von Aktionsteilnehmern in der Presse konnten wir Arbeitgeber motivieren, die sonst zu diesem Zeitpunkt nicht an eine Einstellung gedacht haben.“
Mitte August hatten die Arbeitsagenturen in Hamm, Kamen und Unna die Aktion Junge Fachkräfte gestartet, um möglichst vielen jungen Arbeitsuchenden eine Chance zu geben. Alle Teilnehmer an der Aktion hatten vor kurzem eine Ausbildung absolviert und waren danach nicht übernommen worden. Den Auftakt bildete ein Anschreiben an 505 ausgewählte Unternehmen in der Region, die aufgrund der Betriebsstruktur zu den Teilnehmern passten.
118 Aktionsteilnehmer haben sich bei den Arbeitsvermittlern abgemeldet. Sie haben entweder eine Arbeit gefunden, bilden sich fort oder setzen auf eine weitergehende Schulausbildung. Insgesamt wurden rund 700 Vermittlungsvorschläge unterbreitet, von denen etliche zu noch laufenden Bewerbungsverfahren geführt haben. Die Bemühungen hätten sich gelohnt, resümiert Prinz. Der erfolgreiche Abschluss der Aktion sei ein Beweis dafür, dass sich eine intensive Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Bewerbern und Vermittlern viel bewegen kann. Der Bereichsleiter berichtet von weiteren positiven Aspekten:
„Die Aktion Junge Fachkräfte und der damit verbundene enge Kontakt mit unseren Beratern hat auch viele Arbeitsuchende dazu ermuntert, ihre Bewerbungsbemühungen zu steigern“. Einen jungen Mann, der zunächst nicht auf die Vermittlungsvorschläge reagiert hatte, hatte der Bereichsleiter persönlich zum Gespräch gebeten. Mit Erfolg, denn binnen einer Woche hatte auch dieser eine Stelle angetreten. „Zu erkennen, das Optik, Auftreten und Präsentation eigener Stärken, aber auch Schwächen vor Arbeitgebern von großer Bedeutung ist, war für viele Kunden eine entscheidende Quintessenz der Gespräche mit unseren Vermittlern", freut sich Prinz.
Die Aktion habe allerdings auch gezeigt, dass der anderenorts beklagte Fachkräftemangel in der hiesigen Region noch nicht existent sei, fügt der Bereichsleiter hinzu. Das Angebot an Fachkräften reiche in der Regel aus, um die offenen Stellen zu besetzen. Dort, wo dies nicht möglich sei, spreche man mit den Auftraggebern über mögliche Alternativen.
„Wir haben uns darüber gefreut, dass die Presse uns unterstützt und mit der Veröffentlichung von Bewerberprofilen dafür gesorgt hat, dass die Aktion in den Köpfen der Personalverantwortlichen geblieben ist“, betont Prinz. So konnten wir in jeder Wochen öffentlich machen, dass wir gute und motivierte Bewerber haben, die eine Stelle suchen. Das wiederum habe interessierte Unternehmen dazu gebracht, Kontakt mit dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur aufzunehmen.
Am vergangenen Freitag hatten bereits drei der 15 in der Presse vorgestellten Bewerberinnen und Bewerber einen Arbeitsvertrag in der Tasche, eine junge Dame qualifiziert sich weiter. Bei den anderen Protagonisten laufen Bewerbungsverfahren. ,,Außerdem finden immer noch Bewerbungsgespräche aufgrund unserer Vermittlungsvorschläge statt, so dass sicherlich auch die aktuell noch nicht integrierten jungen Menschen kurzfristig eine neue Arbeit finden werden‘‘, gibt sich Prinz zuversichtlich.
Regional fielen die Ergebnisse der Aktion unterschiedlich aus. Fast überall konnte mehr als die Hälfte der Bewerber versorgt werden. Nur in Holzwickede blieben mehr als 50 Prozent der anfänglich sieben einbezogenen Bewerber auf der Strecke. Zum Aktionsschluss waren dort noch vier von ihnen ohne Arbeit.
Die meisten Bewerber haben in Hamm ihre Arbeitslosigkeit beenden können. Gestartet war man mit 124 Teilnehmern, von denen zurzeit nur noch 28 übrig geblieben sind. Prozentual am erfolgreichsten war man in Werne. Die dort gemeldeten 14 Bewerber schmolzen auf zwei zusammen.
Eine 80-prozentige Erfolgsquote zeigte sich in Bönen. Hier reduzierte sich die Zahl der jungen Fachkräfte von fünf auf eins. In Bergkamen konnte die Teilnehmerzahl von ursprünglich 23 auf 11 ebenso mehr als halbiert werden, wie in Unna, wo von 16 Teilnehmern noch 7 gemeldet sind. Ähnlich hoch war der Abbau in Kamen: Von 23 Arbeitsuchenden blieben am Ende nur noch 6 übrig. Von neun auf vier ist die Bewerberzahl in Fröndenberg gesunken.
(Quelle: Arbeitsagentur Hamm, 06.10.2011)


