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Der Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck im November 2011

Die Zahl der Arbeitslosen in der Emscher-Lippe-Region hat im November leicht abgenommen. Im Berichtsmonat waren in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck zusammen 26.382 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 229 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit gegenüber dem Vormonat Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent.

„Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit im November wurde getragen von der anhaltenden Nachfrage nach Arbeitskräften und von der günstigen Witterung“, erklärt Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen. „Von der aktuellen Entwicklung konnten erneut vor allem junge, aktuell qualifizierte Fachkräfte profitieren. Die anhaltende Fachkräftenachfrage kann jedoch nicht allein durch junge Arbeitnehmer ausgeglichen werden. Es sollten daher auch die Arbeitskräfte in die Personalrekrutierung einbezogen werden, deren Potenziale erst auf den zweiten Blick deutlich werden“.

Auf die Altersgruppe unter 25 Jahre entfielen im Berichtsmonat 2.533 Arbeitslose, 151 weniger als im Oktober (-5,6%) und 159 weniger als vor einem Jahr (-5,9%). Insgesamt meldeten sich im November 961 junge Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit ab. Davon entfielen 316 in die Zuständigkeit der Agentur für Arbeit und 645 auf die JobCenter. 357 Personen konnten durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung ihre Arbeitslosigkeit beenden, 234 mündeten in betriebliche oder schulische Ausbildungen, Studium oder Lehrgänge ein.

Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat betraf Kunden beider Rechtskreise: Die Agentur für Arbeit Gelsenkirchen zählte im November 4.166 Arbeitslose, 59 weniger als im Oktober (-1,4%). In den JobCentern verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 170 auf 22.216 Personen (-0,8 %).

„Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 652 Personen zugenommen“, so Wolterhoff. „Schaut man tiefer, zeigt sich ein doppeltes Dilemma. Es befinden sich derzeit über 2.300 Personen weniger in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen“. Teilnehmer in Fördermaßnahmen zählen statistisch nicht als arbeitslos. Bei gleicher Förderintensität läge die Arbeitslosigkeit um gut 1.600 Personen niedriger als vor einem Jahr. „Die aktuelle Arbeitslosenquote bildet die im Vergleich zum Vorjahr bessere Beschäftigungssituation nicht ab“, erläutert Wolterhoff.

In der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) war die Zahl der Arbeitslosen noch um 629 Personen niedriger (-13,1%) als im November 2010. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Jobcenter) lag die Arbeitslosigkeit dagegen um 1.281 Perso-nen über dem Wert vor Jahresfrist (+6,1%). Maßgebliche Ursache für den Anstieg bei den Jobcentern ist die geringere Zahl an Personen in Arbeitsgelegenheiten (-1.013/-36,7%).

„Der Arbeitsmarkt bietet bessere Beschäftigungschancen als vor einem Jahr. Davon profitieren zurzeit jedoch überwiegend Personen mit kurzer Arbeitslosigkeit und marktgängigen Qualifikationen“, bewertet Wolterhoff in der Gesamt-schau. „Die Konsequenz kann für mich nur lauten: Die arbeitsmarktlichen Fördermittel müssen im Bereich der Qualifizierung gebündelt werden“.

Die Kräftenachfrage hat sich im Berichtsmonat wieder deutlich belebt. Unternehmen aus Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck meldeten der Arbeitsagentur insgesamt 785 neue offenen Stellen, 246 mehr als im Vormonat. Neue Beschäftigungschancen ergaben sich zum Beispiel im Heizung/Sanitär-Handwerk sowie für erfahrene Berufskraftfahrer und examiniertes Pflegepersonal.

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Gelsenkirchen

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Gelsenkirchen hat im November weiter abgenommen und erreichte damit den bisher niedrigsten Stand dieses Jahres. Im Berichtsmonat waren 17.205 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 263 weniger als im Oktober (-1,5%). Die Arbeitslosenquote verringerte sich entsprechend um 0,2 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent.

Von der aktuellen Entwicklung profitierten vor allem Jüngere. Auf die Altersgruppe unter 25 Jahre entfielen im Berichtsmonat 1. 619 Arbeitslose, 126 weniger als im Oktober (-7,2%). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit erstreckte sich sowohl auf die Arbeitslosenversicherung als auch die Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit waren im Berichtsmonat insgesamt 2.278 Personen arbeitslos gemeldet, 93 weniger als im Oktober (-3,9%). Die Zahl der Arbeitslosen im „Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen“ (Jobcenter IAG) verringerte sich gegenüber dem Vormonat um 170 Personen auf 14.927 Arbeitslose (-1,1%).

Trotz der aktuell günstigen Entwicklung liegt die Arbeitslosigkeit um 735 Personen über dem Stand des Vorjahresmonats (+4,5%). Allerdings ist die Situation in den beiden Rechtskreisen unterschiedlich: Bei der Arbeitsagentur reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 479 Personen (-17,4%).

Die Zahl der Arbeitslosen im Jobcenter lag dagegen um 1.214 Personen über dem Wert vor Jahresfrist (+6,9%). Mit aktuell 7.457 Frauen und Männern gilt derzeit jeder Zweite Arbeitslose im Jobcenter IAG als langzeitarbeitslos. Gegenüber November 2010 ist das ein Plus von 664 Personen (+9,8%). Maßgebliche Ursache für den Anstieg bei den Jobcentern ist die geringere Zahl an Personen in Arbeitsgelegenheiten.

„Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt ein doppeltes Dilemma. Die aktuelle Arbeitslosenquote bildet die im Vergleich zum Vorjahr bessere Beschäftigungssituation nicht ab“, so Wolterhoff. „Teilnehmer in Fördermaßnahmen zählen statistisch nicht als arbeitslos. Es befinden sich derzeit im gesamten Arbeitsagenturbezirk über 2.300 Personen weniger in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen als im November 2010. Bei gleicher Förderintensität läge die Arbeitslosigkeit in der Region um gut 1.600 Personen niedriger als vor einem Jahr“.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften war wieder deutlich lebhafter als im Vormonat. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur in Gelsenkirchen im November 482 neue offene Stellen, 193 mehr als im Vormonat und 232 mehr als im November des vergangenen Jahres.

„Der Gelsenkirchener Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung. Dafür spricht nicht nur der erneute Rückgang der Arbeitslosigkeit, sondern auch die lebhafte Kräftenachfrage“, so Wolterhoff. „Davon profitieren zurzeit jedoch überwiegend Personen mit kurzer Arbeitslosigkeit und marktgängigen Qualifikationen. Damit auch Menschen mit Vermittlungshemmnissen von der günstigen Marktlage stärker profitieren können, ist der gezielte Einsatz von Förderinstrumenten zweckmäßig. Mit Blick auf die notwendige Fachkräfte-Sicherung sollten auch zunehmend die Arbeitskräfte in die Personalrekrutierung einbezogen werden, deren Potenziale erst auf den zweiten Blick deutlich werden“.

Der Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen-Buer

Auch in Gelsenkirchen-Buer hat die Arbeitslosigkeit im November leicht abgenommen. Im Berichtsmonat waren 5.612 Personen arbeitslos gemeldet, 42 weniger als im Oktober (-0,7%). Die Arbeitslosenquote verringerte sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 10,7 Prozent.

Bei der Arbeitsagentur wurden im Berichtsmonat 937 Arbeitslose gezählt (-3/-0,3%), im Jobcenter IAG waren es 4.675 Personen (-39/-0,8%).

Die Zahl der Arbeitslosen lag im November knapp über dem Stand vor Jahresfrist (+39/+0,7%). Allerdings ist die Situation in den beiden Rechtskreisen unterschiedlich: Bei der Arbeitsagentur reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 202 (-17,7%). Die Zahl der Arbeitslosen im Jobcenter lag um 241 Personen über dem Wert im November 2010 (+5,4%).

„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Buer ist weiterhin stabil. Wie die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zeigt, wollen Unternehmen offensichtlich weiter einstellen“, so Bernd Patz, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Buer. „Bei anhaltender Arbeitskräftenachfrage und einer weiterhin günstigen Witterung ist auch ein weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit im Dezember möglich, bevor dann im Januar die Arbeitslosigkeit saisontypisch steigt“.

Unternehmen in Buer meldeten im November 232 neue offene Stellen, 67 mehr als im Oktober. Seit Jahresbeginn 2011 summiert sich die Zahl der gemeldeten Stellenangebote damit auf insgesamt 1.936 Vakanzen. Das ist ein Plus von 363 oder 23,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Der Arbeitsmarkt in Bottrop

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Bottrop war gegenüber dem Vormonat unverändert. Im November waren 4.894 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet (+1). Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 8,3 Prozent.

Die Agentur für Arbeit betreute im Berichtsmonat 1.154 Arbeitslose (+39). Das Jobcen-ter „Arbeit für Bottrop“ zählte 3.740 Arbeitslose (-38).

Verglichen mit dem Wert des Vorjahresmonats hat die Arbeitslosigkeit in Bottrop um 86 Personen zugenommen. Allerdings ist die Situation in den Rechtskreisen unterschiedlich: Bei der Arbeitsagentur reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber November 2010 um 88 Personen (-7,1%). Die Zahl der Arbeitslosen im Jobcenter lag dagegen um 174 Personen über dem Wert vor Jahresfrist (+4,9%).

Bottroper Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur im Berichtsmonat 234 neue offene Stellen, 57 mehr als im Oktober und 81 mehr als im Vorjahresmonat. Neue Beschäftigungschancen ergaben sich zum Beispiel im Heizung/Sanitär-Handwerk und für examiniertes Pflegepersonal. Seit Jahresbeginn summiert sich die Zahl der gemeldeten Vakanzen in Bottrop auf 2.625 Stellenangebote. Das ist ein Plus von 645 Stellen (+32,6%) gegenüber dem entsprechenden Zeitraum vergangenen Jahres.

„Wie die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen zeigt, wollen Unternehmen in Bottrop weiter einstellen“, so Eugen Palm, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Bottrop. „Im Hinblick auf den Fachkräftebedarf wird eine wesentliche Aufgabe darin liegen, die vorhandenen Ressourcen intensiver auszuschöpfen. Deshalb sollten auch Arbeitskräfte in die Personalrekrutierung einbezogen werden, deren Potenziale erst auf den zweiten Blick deutlich werden. “

Der Arbeitsmarkt in Gladbeck

In Gladbeck hat die Arbeitslosigkeit im November leicht zugenommen. Im Berichtsmonat waren 4.283 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 33 mehr als im Oktober (+0,8%). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent.

„Auch wenn der Arbeitsmarkt momentan auf der Stelle tritt, ist die Situation in Gladbeck günstiger als noch vor einem Jahr. Trotz des aktuellen Anstiegs liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin um 169 Personen unter dem Stand des Vorjahresmonats (-3,8%)“, so Eugen Palm, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Gladbeck.

Bei der Arbeitsagentur waren im November 734 Personen arbeitslos gemeldet, fünf weniger als im Vormonat (-0,7%) und 62 weniger als vor einem Jahr (-7,8%). Das Jobcenter Vestische Arbeit zählte in der Grundsicherung aktuell 3.549 Arbeitslose, 38 mehr als im Oktober (+1,1%) aber 107 weniger als vor Jahresfrist (-2,9%).

Die Nachfrage nach Arbeitskräften war im November gegenüber dem Vormonat praktisch unverändert. Gladbecker Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service im Berichtsmonat 69 neue freie Arbeitsstellen (-4). Seit Jahresbeginn wurden der Arbeitsagentur damit insgesamt 838 offene Stellen gemeldet, 122 oder 17,0 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2010.

Die Entwicklung der Unterbeschäftigung im Bezirk (Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop)

Personen, die sich zum Beispiel in Weiterbildungen oder in Altersteilzeit befinden, werden in der Statistik nicht als arbeitslos gezählt. Die Bundesagentur für Arbeit bildet daher die so genannte „Unterbeschäftigung“ ab. Neben den registrierten Arbeitslosen sind das zum Beispiel auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.

Die Anzahl der Personen in Unterbeschäftigung im Agenturbezirk hat im Berichtsmonat weiter abgenommen. Die gesamte Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wird für November 2011 auf 35.357 Personen berechnet. Sie lag damit um 81 unter der für den Vormonat Oktober.

Der Vorjahresvergleich zeigt, dass die statistische Entlastungswirkung durch arbeits-marktpolitische Instrumente zurückgegangen ist. Während die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Vergleich zum November 2010 um 652 oder 2,5 Prozent angestiegen ist, ging die Unterbeschäftigung um 2.311 oder um 6,1 Prozent zurück. Maßgeblichen Anteil haben hier die Reduzierung der Arbeitsgelegenheiten im Bereich der Grundsicherung (- 1.013/-36,7 Prozent) sowie der sinkende Teilnehmerbestand bei den Aktivierungs- und Eingliederungsseminaren (-1.076/-64,2 Prozent).

(Quelle: Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, 30.11.2011)

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